Endlich in der Spargelsaison angekommen

So, ich bin wieder da!

Zwei Wochen relaxen auf einer meiner Trauminseln – richtig! auf Sylt! -, diesmal mit wirklich fantastischem Wetter. Wir hatten also ebenso Sonne wie im übrigen Deutschland, allerdings bei kühleren Temperaturen als im Rheinland. Mir kommt das sehr entgegen, und so habe ich in den 10 Tagen Sylt-Sonne mehr direkte Sonne mit nett gebräunter Haut getankt, als in purer Hitze (da sitz ich nämlich im Schatten und sehe nach zwei Wochen aus, als käme ich aus dem Büro).

Wattseite bei Kampen/ Sylt

Okay, ich schweife ab. Aber das Wetter ist schon entscheidend – gerade für den Spargel.

Was ich vermisst habe? Meine aktive Beteiligung an der Spargelsaison.

Als wir losfuhren, waren die Tages-Höchsttemperaturen nach einem ausgedehnten Zwischenhoch bei 10 Grad, und der deutsche Spargel war, nennen wir es, „unerschwinglich“. Ich warte dann üblicherweise ab, 10 Euro für ein Pfund oder mehr lässt mich plötzlich geduldig sein. Angesichts des warmen Mai zu Hause, wurde ich jedoch unruhig.

Und so hab ich denn nach unserer Rückkehr am Samstag Abend ganz (un-)geduldig auf die Öffnung des Spargel-Hofladens gewartet, kehrte dort um Punkt 9 Uhr am Sonntag morgen ein und griff zu.

Es gab natürlich den guten frisch gestochenen weißen Spargel (wieder griff ich zur Variante 2, denn er ist weniger dick, der Geschmack ist quasi in der dünneren Stange komprimiert, finde ich. Das ist wie bei kleinen Äpfeln, die mag ich auch lieber als die großen dicken….). Dank der wunderbaren Schälmaschine nimmt man ihn sogleich zubereitungsfertig mit.

Dann einige grüne Spargelstangen und – jawohl – endlich, den violetten Spargel. Ich hatte in den vergangenen beiden Jahren vergeblich  versucht, diesen violetten zu bekommen, doch erst in diesem Jahr waren die Bedingungen perfekt. Es muss halt mehrere Tage hintereinander nachts eine Mindesttemperatur von (ich glaube) 10 Grad haben – die Kaufbemühungen müssen also gut synchronisiert sein -, diesmal hat es geklappt.

Mein diesjähriger Einstieg in das „richtige“ Spargelleben mit „richtigem“ regionalem Spargel war dann vergleichsweise simpel. Es gab

Gebratenen bunten Spargel mit Flanksteak und Guacomole

Das ging recht einfach. Von jeder Spargelsorte nahm ich einige Stangen, so dass es für zwei Personen und für einen Spargelsalat zur morgigen Mittagspause reichte.

Dreierlei Spargel

  • Der weiße war ja schon im Hofladen geschält, ich hab ihn noch der Länge nach geteilt (weil er eine etwas längere Garzeit als die anderen beiden Sorten hat),
  • der grüne wurde nur in der unteren Hälfte geschält,
  • der violette gar nicht (wenn man ihn schält, ist er darunter auch grün, dann bringt ja die Farbe nix), um es vorweg zunehmen, der ist auch so zart, dass er kein bisschen holzige Fäden zieht.
  • Bei allen Sorte die unteren Enden (max. 1 cm) abschneiden und
  • sodann quer in 3 Stücke teilen.
  • Die Mittelteile und Enden einerseits und die Kopfstücke andererseits separieren.
Weißer, grüner und violetter Spargel

In einer große Pfanne Olivenöl erhitzen, die mittleren und unteren Spargelstücke anbraten, mit grobem Meersalz und getrocknetem grünem Pfeffer bestreuen, ein wenig Estragon und eine Prise brauner Zucker kann nicht schaden, nach kurzer Zeit – wenn die ersten Teile etwas angebräunt sind – Hitze runterschalten, Deckel halb auf die Pfanne legen, dann dünsten die Stückchen mehr als dass sie braten.

Nach ca. 5-6 Minuten die Kopfstückchen ebenfalls in die Pfanne geben, mittlere Hitze, mit einigen Zitronenspritzern, einen Hauch braunen Zucker.

Das Flanksteak

Während der Spargel brutzelt, geht es an das Fleisch.

Eigentlich wollte ich das Flanksteak wieder auf den Grill legen, doch  es landete eingedenk des heutigen Gruselregens in der Pfanne: Das Flanksteak eine halbe Stunde vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, mit grobem Meersalz und rotem Pfeffer bestreuen. Backofen vorheizen auf 200 Grad.

Das flache Steak in das richtig heiße Erdnussöl in die Pfanne legen und 5 Minuten kräftig braten (jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Spargelköpfe in die andere Pfanne zu geben). Rumdrehen, nochmal ca. 4 Minuten weiter braten. Man muss nach den ca. 8-10 Minuten vorsichtig prüfen, ob es an der dicksten Stelle nicht mehr ganz schlaff-weich ist (draufdrücken, je weicher, desto roher …. ein wenig Widerstand: es gart Richtung medium …. ist es richtig fest, ist es „durch“). Ich versuche, das Fleisch medium hinzu bekommen. Oft klappt es auch.

Flanksteak aus der Pfanne, medium

Sobald die gewünschte Garstufe erreicht ist, darf es im ausgeschalteten und geöffneten Backofen ruhen. Das Flankstaek braucht das unbedingt, 5 Minuten mindestens, eher auch 10 Minuten. Es blutet sonst arg aus beim Aufschneiden.

Und schon wird angerichtet

Während das Fleisch ruht, kann der Spargel aus der Pfanne genommen werden, ein wenig Schnittlauch drüber streuen, vielleicht noch etwas Zitrone – das ist es schon. Keine Hektik, der gebratene Spargel schmeckt auch lauwarm, da ist auch Zeit für ein Foto im Regen 🙂 .

Das Fleisch als letztes dünn aufschneiden.

Dazu passte sehr gut eine Guacomole (Avocado als Babybrei mit Zitrone, Knoblauch, Salz, Pfeffer). Ein Klecks Creme fraîche passt eh.

Voilà!

 

Eine köstliche Eröffnung meiner Spargelsaison – und dann auch noch als Low Carb zum „Entschlacken“  (denn das kann ich nach 2 Wochen Schlemmerurlaub auf Sylt wahrlich gebrauchen).

Dialoge beim Spaziergang am See

Neulich am See

Eigentlich ist es ein Weiher, der Kalscheurer Weiher im Kölner Süden, morgens ist noch nicht so viel los, nur Hundehalter, ehrgeizige Jogger …. und Rentner mit oder ohne Rollator.

Bei schönem Wetter sind die Menschen deutlich gesprächiger als im Nieselregen. Und wenn dann auch noch die Narzissen blühen, die Sonne sich ein wenig über die Wiese hebt, dann werden sie sogar richtig leutselig (wie man hier so sagt).

Und wenn dann noch die Narzissen blühen, blüht auch der Mensch auf

1. Dialog

Rentner (mit Rollator), spricht mich ansatzlos an. Warum? Weil es schön ist und vielleicht, weil wir beide auf das Geflügel kucken, das da am Wasser steht.

Er: Schöne Ente…. (Pause)…. die is aber nich von hier!? …. Ne?!….

Ich: Ja, das ist eine Nilgans, die gibt es erst seit 2 Jahren hier.

Eine schöne Ente, die Gans

Ich halte ja persönlich von diesen Gänsen nicht viel, sie sind frech und sie verjagen unsere Enten, jawohl, seitdem die Nil- und Graugänse am See sind, gibt es dort kaum mehr Enten, 2 Jahre lang gab es sogar gar keine. Okay, ich schweife ab. Kommen wieder zum Positiven.

Auf meinem Rückweg zum Parkplatz, direkt am Wasser vorbei, kam es zur nächsten Begegnung.

2. Dialog

Noch ein Rentner (diesmal ohne Rollator)

Er: Och, der erste Kranich, den ich in diesem Jahr sehe….. (Pause…) Und ganz alleine.

Ich: Jaja, ein Reiher, die brüten da drüben….

Er: ... nickt….

Tatsächlich gibt es heute einige Reiherpaare, die auf der Insel mitten in besagtem Weiher brüten. Früher waren die ja eine Sensation, heute steht auf jeder Wiese einer rum…. sogar mein Hund knurrt sie nicht mehr an, 

Jedenfalls süß, ne? Wie hier die Ente zur Gans und der Kranich zum Reiher mutiert… Und wie der Rheinländer einfach mal so seinen Gedanken freien Lauf lässt – ich lieb das.

Und…. man hat sein eigenes Dasein in ein paar Jahren vor Augen….

Winterkabeljau mit Safranrisotto und Blattspinat

Heute wurde der Karfreitagsfisch zubereitet, und weil Feiertag ist, gibt es hier nur die Kurzbeschreibung:

Es gab Skrei (Winterkabaljau), auf der Haut gebraten mit Safranrisotto, Blattspinat und Soße mit Noily-Prat sowie grünem getrocknetem und gemörsertem Pfeffer.  Das Risotto, Gemüse und Soße hab ich feiertagsmäßig jeweils mit ein paar Klecksen Mascarpone verfeinert….

Ein Feiertagsfischgericht mit Safran und Mascarpone zur Verfeinerung

Jakobsmuscheln und Garnelen mit grünem Spargel

Ein Vorabend des Karfreitag

Bei meinem Fischeinkauf für den Karfreitag kam ich an ein paar Kleinigkeiten nicht vorbei… ich bin ja nicht sehr religiös, aber ich hänge sehr,  sehr an Traditionen – so sind die Kölner. Also gehört für mich zur Tradition, an Karfreitag kein Fleisch (höchstens ein bisschen Aufschnitt zum Frühstück), sondern eben Fisch oder Meeresfrüchte als Hauptmahlzeit einzuplanen.

An Gründonnerstag hat man immer den Eindruck, es gäbe nun die nächsten 10 Tage nichts Essbares mehr zu kaufen – wir kommen alle um! Es ist ein Gewusel in den Geschäften wie sonst nur zu Weihnachten – dabei kann man doch am Samstag nochmal Essen herbei schaffen. Wie auch immer. Ich machte mich heute vergleichsweise früh auf den Weg:

Mein Fischzug führte mich an meine Lieblingsfischtheke, und da lagen sie, neben dem Fisch, der für morgen auserwählt war: frische Jakobsmuscheln und Garnelen, jeweils fein säuberlich herausgeputzt.

Dazu erstand ich einen frischen Bund von grünem Spargel

Nur ein wenig kam dazu:

  • Olivenöl
  • Meersalz
  • Zitronenbutter
  • gemahlener grüner und schwarzer Pfeffer
  • ein Schüssen Noily Prat
  • frisches Brot (hier französisches Weißbrot mit leicht krosser Kruste)

So, zwei Pfannen werden gebraucht, zunächst den Spargel (die unteren 2 Drittel geschält, nein, nicht nur das untere 1 Drittel) auf Verzehrniveau bringen, heißt: Im Olivenöl bei mittlerer Temperatur anbuzzeln, Meersalz drüber, schwarzen Pfeffer darüber mahlen. Der Spargel darf ein wenig Farbe annehmen, dann den Wermuth – nur ein wenig – in die Pfanne gießen und bei niedriger Temperatur ca. 6-7 Minuten weiter garen. Bevor er die genehme Konsistenz hat (nicht ganz weich, sondern noch mit ein wenig Widerstand) kommen die Tiere in die 2. Pfanne:

Die Meeresfrüchte in die erhitzte Pfanne und das heiße Olivenöl legen, wenden, bis die Muscheln ein wenig Bratfarbe und die Garnelen ihre rosa Farbe angenommen haben…  Meersalz und den im Mörser gemahlenen getrockneten grünen Pfeffer drüber bröseln. Herd runterschalten, kurz weiter garen, bis die Garnelen wirklich rundum rosa sind….. alles in allem maximal 5 Minuten…

Dazu eine – diesmal gekaufte – Zitronenbutter und ein Scheibchen frisches Weißbrot.

Eine schöne Einstimmung auf den fleischlosen Karfreitag – für diesen Tag wäre dies auch als Vorspeise gut denkbar – aber natürlich auch an allen anderen Tages des Jahres.

Voilà

 

Spaghetti Frutti di Mare

Flott und frisch auf dem Teller

Vor einigen Wochen erstand ich eine ordentliche Mischung Frutti di Mare  aus dem Tiefkühler. Sie sind wirklich gut ausgewählt und einzeln, also nicht im Klumpen eingefroren. In der Zwischenzeit konnte ich einmal eine Pizza damit belegen (es gab nur keinen Blog-Beitrag her, weil die Fotos waren eher gruselig und spiegelten demzufolge den perfekten Geschmack nicht wider).

Heute war nun eine weitere Portion der TK-Meeresfrüchte dran. Das Wetter wird im Rheinland wieder gruselig, es fängt an zu regnen, da muss wenigstens auf dem Teller das gute Wetter rein.  Also diesmal Pasta!

Und die Zubereitung geht auch noch flott. Eigentlich braucht es nur so lange, wie das Nudelwasser zum Kochen gebracht wird und die Nudeln kochen.

Zutaten zu den Pasta Frutti di Mare

  • 100 g Spaghetti (hier Barilla no 3)
  • 150 g Frutti di Mare (TK)
  • ½ Zitrone
  • ¼ milde Zwiebel
  • 2-3 kleine frische Knoblauchzehen
  • ⅓ rote Paprika
  • ½ Tasse TK-Erbsen
  • ½ milde rote Chilischote
  • ein paar kleine Datteltomaten
  • Petersilie
  • einen Schuss Noily Prat
  • Salz („normales“ für die Nudeln und Meersalz für die Meeresfrüchte)
  • schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitung der Spaghetti mit Meeresfrüchten

Während das Wasser für die Nudeln zum Kochen gebracht wird, die Zutaten vorbereiten, also Schnippeln und zurecht legen. Sobald die Nudeln ins sehr gut gesalzene Wasser wandern, geht es weiter. Meine Pasta sollen 6 Minuten kochen, länger braucht auch die weitere Vorbereitung nicht:

Das Öl in der Pfanne erhitzen. Die noch gefrorenen Frutti di Mare mit den klein gewürfelten Knoblauchzehen und den Zwiebelstückchen anbrutzeln. Die rote Paprika sowie die TK-Erbsen ebenfalls in die Panne geben, mit Meersalz und Pfeffer (aus der Mühle) würzen. Sodann mit einem Schuss Noily Prat ablöschen (Weißwein geht sicher auch, der war aber aus :-().

In den letzten 2 Minuten die halbierten kleinen Tomaten, die klein geschnittene Petersilie, die in Ringe geschnittene Chilischote zu den Frutti die Mare geben. Mit ein paar Spritzern Zitrone ein paar frische Akzente setzen.

Nach der Garzeit der Nudeln diese abgießen und – ohne Abschrecken, tropfnass – zu den übrigen Zutaten in die Pfanne  geben. Nett artig im Teller drapieren. Immer wieder erstaunlich, Gutes und Leckeres kann so unglaublich einfach sein.

Voilà

In wenigen Minuten das Mittelmeer auf dem Teller

Schnell, schnell den Frühling einfangen….

bevor er sich wieder verzieht….

Hat sich meine Zwiebel-Eintopf-Aktion im Herbst doch gelohnt 🙂

 

Frühjahrsputz

mit Silberputzen

Mango-Soße mit Kalbssteak zum Reinsetzen

Weiter geht’s mit dem Kalbs-Entrecôte

Ich bin ja froh, dass ich in meinem Kühlschrank ein Null-Grad-Fach für Gemüse und für Fleisch habe. Da ist es kein Problem, einige Tage ein größeres Stück Fleisch wie mein Kalbs-Entrecôte aufzubewahren.

Gestern  wurden von dem schönen Stück 2 Steaks geschnitten und sanft in der Pfanne gebraten: Auf jeder Seite 3 Minuten bei mittlerer Hitze, in Butterschmalz, vorher gesalzen und gepfeffert. Zum Nachgaren in den Backofen (er war auf 140° vorgeheizt). Das Fleisch blieb dort so lange, wie meine Bandnudeln im kochenden Wasser brauchten, also 6 Minuten.

Passionsfruchtdressing zum Blattsalat

Vorbereitet habe ich ebenfalls einen Blattsalatmix (okay, ich gebe es zu, ein abgepackter). Immerhin hab ich ihn mit einem Passionsfruchtdressing veredelt:

Der einfache Salat bekam ein Passionsfruchtdressing

Fruchtfleisch einer Passionsfrucht (Maracuja) auskratzen, mit weißem Balsamico, Erdnussöl (weil neutral), Salz, Pfeffer in einem verschlossenen Einmachglas zu einem Dressing schütteln. Dies passte auch gut zum Höhepunkt des Abendessens,  denn das Beste  war die Soße:

Mango-Soße mit Noilly Prat und Sahne

Vor allem die Nudeln konnten eine leckere Soße gebrauchen, doch die dürfte das feine Kalbfleisch nicht erschlagen – also sollte es eine sanfte Zutat bleiben. Und ich hatte noch eine Mango im Haus. Es gibt ja Menschen, die mögen nicht so gerne den Nachtisch (sprich Obst) im Hauptgericht – ich dagegen schon.

Mango zum Fleisch, Maracuja im Salatdressing

Die Soße habe ich vor dem Fleisch und den Nudeln angesetzt und eigentlich schon fertig zubereitet und abgeschmeckt, sie dürfte die restliche Zeit ein wenig blubbern und sämig werden. Die Zutaten:

  • 1 Schalotte
  • 1 Mango
  • neutrales Öl
  • Rinder- oder Hühnerfond
  • Noilly Prat (der sanfte Wermut)
  • ½ Becher süße Sahne
  • Zitrone
  • Salz, Pfeffer
  • Tabasco
  • Worcestersoße

Kleine Würfel der Schalotte und einer Mango-Hälfte im Öl anschwitzen und mit dem  Rinder- und Hühnerfond ablöschen. Solange köcheln, bis die Schalottenwürfelchen weich sind. Salzen, Pfeffer hinein drehen und die Soßenbasis mit dem Mixstab fein pürieren. Einen guten Schuss Noilly Prat und die süße Sahne zur Soße geben sowie mit ein paar Spritzern Zitronen, Tabasco- und Worcestersoße und Salz abschmecken.

Die Soße darf nun so lange köcheln, bis das Fleisch und die Nudeln so weit sind. Zum Finish noch einmal probieren, ggfs. mit Salz und Zitronenspritzern nachhelfen und in den letzten 2 Minuten die 2. Hälfte der Mango (ebenfalls in kleinere Würfel geschnitten) in die Soße zum Erwärmen legen.

Zum Reinsetzen – voilà

Ein würdiges Samstagabendessen

 

Resteessen #4 – Spargel aus dem Vorjahr mit Kalbssteak

Spargel aus dem Tiefkühler – die Story

Upps, da war doch noch ein Päckchen mit einem guten Pfund Spargel aus dem Vorjahr im Tiefkühlschrank. Gestern wieder entdeckt und – angesichts der in wenigen Wochen beginnenden Saison 2018 – sofort für heute auf den Speiseplan gesetzt.

Den Spargel hatte ich im vergangenen Jahr auf meinem Spargelhof  in bester Qualität und bereits geschält eingekauft. Natürlich wieder zuviel….. Also wurde diese üppige Portion für eine Person im rohen Zustand  in ein Tütchen gepackt und eingefroren.

Ich war mir nicht sicher, ob der Spargel nach fast einem Jahr noch taugte, doch da ich ihn allein zu verzehren gedachte, also keine weiteren unschuldig Beteiligten behelligen wollte, wurde er nun endlich zubereitet und verzehrt. Es stellte sich heraus, dass selbst diese Spargelstangen, die ein ¾ Jahr im Tiefkühler verbrachten, durchaus für ein außensaisonales Spargelessen geeignet sind („für de Woch´“, wie der Kölner sagt, sowieso).

Zubereitung der rohen Spargelstangen aus dem TK

Die ist schnell erzählt. Reichlich Wasser zum Kochen bringen, gut salzen, einen Stich Butter, 1-2 Zitronenscheiben, einen Esslöffel Zucker im Wasser mitkochen.

Dann den Spargel noch gefroren in das kochende Wasser legen und 10-12 Minuten kochen. Wenn er wirklich frisch ist, braucht er etwas länger (bis zu 20 Minuten je nach Dicke und Vorliebe), doch das Einfrieren macht das Spargelgewebe schon etwas weicher – deshalb die verkürzte Garzeit. Für den Freund des Bissfesten ist er am Ende ein wenig zu weich, doch das Aroma, die Konsistenz hätte ich auch einem Gast vorsetzen können.

Ein kleiner Einschub:

Ja, ich bin auch im Besitz eines klassischen hohen Spargeltopfes  mit Sieb, in dem die Spargelstangen stehen müssen. Ach, mir passt das nicht. Ich besitze einen ovalen Bräter oder auch Fischtopf, den gab es vor unzähligen Jahren bei einem bekannten Kaffeeröster zu kaufen. Darin kann der Spargel liegen, umspült von aromatisierten Wasser. Wenn schon kochen, dann ist es mir so am liebsten (wobei ich ohnehin den frischen weißen Spargel am allerliebsten im Backofen gare).

Blitz-Zitronenhollandaise

Während das Wasser kocht, die Blitz-Hollandaise zubereiten. Dazu habe ich 2 Eigelb in ein Mixgefäß gegeben.  Eine halbe Packung Butter in einem kleinen Töpfchen erhitzen, ohne dass sie bräunt. Die Butter sodann in kleinen Strahlen in das Mixgefäß gießen, salzen, pfeffern und mit dem Pürierstab immer fein aufmixen, bis die flüssige Butter aufgebraucht ist. Mit einem Schuss süßer Sahne verlängern – aufmixen -, den Saft ½ Zitrone langsam hinzu geben -aufmixen, richtig schön schaumig -, ein paar Zesten der Zitronenschale hinein streuen. Fertig.

Heutige Beilage – ein Kalbssteak

Heute gab es ein Steak – abgeschnitten vom Kalbs-Entrecôte. Das ist eigentlich zum Braten im Ganzen gedacht, weil es doch ausgeprägt durchwachsen ist. Na gut, für mich dürfte davon ein Stück als Steak herhalten, quasi als „Resteessen umgekehrt“. In der Pfanne gebrutzelt bei mittlerer Hitze, ein paar Minuten – das hat mir schon sehr gemundet.

Und weil ich ein Pfund Spargel mit reichlich Butter und Fleisch als ausgewachsenes Essen genießen konnte, dürfte es auch Low Carb sein. Aber mal ehrlich? Nur 1-2 Kartöffelchen habe ich schon vermisst, schon allein wegen der Soße….

Voilà:

Kalbssteak, weißer Spargel und Zitronenhollandaise

 

 

Garnelen und Lachs im Kokos-Gemüse-Curry

Nach meinen in Kokosmilch marinierten Rinderspießen war noch reichlich Kokosmilch übrig. Da bot sich natürlich ein Kokoscurry an, leichte Kost nach den üppigen Mahlzeiten des Wochenendes:

Die Zutaten

Die sehr cremige Kokosmilch habe ich mit Rinderfond verlängert und gut gewürzt mit Salz,  Sezuanpfeffer, einem Klecks Wasabi, Limettensaft, wenig Sesamöl und Sojasoße. Stimmt, ich habe gar keinen Curry verwendet (Ist das dann überhaupt noch ein Curry? Egal…).

Im Tiefkühlschrank fanden sich

  • ein paar TK-Garnelen,
  • einige Streifen Lachs,
  • TK-Erbsen.

Hinzu kamen

  • ¼ Spitzkohl,
  • 1 rote Paprika,
  • diverse Zuckerschoten,
  • 2 Möhren
  • ½ milde rote Chilischote
  • Petersilie,
  • ½ Zwiebel,
  • frischer Knoblauch,
  • Kokosöl.
Lecker Kokos-Curry ohne Curry

Die Gemüse wurden in mundgerechte Stücke geschnitten, die Zwiebel in Spalten und der Knoblauch in Scheiben. Letzteres wurde in Kokosöl angeschwitzt, Möhren hinzu, und mit der Kokosmilch und dem Fond abgelöscht. Die feineren Gemüse wie Zuckerschoten und Spitzkohl kommen gegen Ende, ein wenig im Sud garen lassen und schon abschmecken mit den Gewürzen. Ich brauchte doch einige Anläufe, bis es ich es wirklich lecker fand, aber es ist geglückt.

Am Schluss werden die Garnelen (von der Schale befreit und entdarmt) sowie die Lachsstreifen auf das Curry gelegt, nach kurzer Zeit vorsichtig gewendet, bis zumindest die Garnelen rundum die rosa Farbe angenommen haben.

Nett anrichten.

Et voilà!

 

Asia-Rinderspieß mit Kokos-Gurkensalat

Schon vor einigen Tagen hatte ich ein Rezept entdeckt (aus „Das Rezept“ aus dem Online-SZ-Magazin), davon war ich schon beim Enthüllen des schönen Rinderhüftstücks von gestern inspiriert.

Also ging es heute wieder an das Herzstück von der Hüfte.

Diesmal habe ich keine ordentlichen Steaks, sondern dünne Scheiben abgeschnitten. Diese wiederum in Streifen portioniert.

Hüfte, die Zweite – jetzt kommt Asia

Die Hüftspieße

Die dünnen Hüftsteak-Streifen habe ich – weitgehend nach Rezept – mariniert:

  • Limettensaft
  • Sojasoße (es sollte helle sein, ich hatte allerdings nur dunkle)
  • im Mörser geriebene Korianderkörner
  • einige Esslöffel Kokosmilch
  • 1 EL Kokosöl
  • ca. TL Sambal Olek
  • ½ Schalotte, sehr klein gewürfelt
  • es fehlt: Ingwer, weil nicht vorhanden und weil es im Haushalt nicht alle mögen

Alles fein vermengen.  Die Rindfleischstreifen werden vorsichtig mit der Marinade unter Zuhilfenahme meiner wunderbaren Einmalhandschuhe  von Aldi eingeseift (sorry, der musste sein). Ich habe es ca. 3 Stunden in der Marinade belassen.

Die Rindfleischstreifen nach dem Marinieren auf Spieße wellenförmig aufstecken. Sie wurden unter dem lange vorgeheizten Elektrogrill des Backofens sehr zart und dank Marinade sehr aromatisch.

Der Gurkensalat

Auch dieser im Asia-Style:

  • 1 Salatgurke (geschält, längs halbiert, mit einem Löffel von den Kernen befreit, quer in dünne Steifen geschnitten)
  • Handvoll Erdnüsse (gesalzen, geröstet und klein gehackt)
  • einige Esslöffel Kokosmilch
  • Sojasoße (die helle? Richtig, aber bei mir nicht vorhanden)
  • Limettensaft
  • 1-2 TL brauner Rohrzucker
  • ggfs. etwas Salz
  • es fehlt: Ingwer und frischer Koriander, weil nicht vorhanden. Der  Koriander sollte eigentlich durch Petersilie ersetzt werden, doch vergessen – ja, Entschuldigung, mein Verein hatte gerade im Fußball richtig, richtig schlimm verloren! Ich brauchte Ablenkung!

Aber auch so, ohne Grün, sehr lecker.

Als Beilage gab es den gleichen gewürzten Reis wie hier, er passte – obgleich er eher orientlastig ist – sehr gut zum Asia-Rind. Im Originalrezept war man der Meinung, die Gurke reiche als Sättigungsbeilage aus – na ja, wir waren dankbar, dass ich anderer Meinung war.

Kleine Ergänzung: Es machten sich auch meine Blitz-Soßen zum Sushi gut dazu.

Voilà! Was so ein Hüftherz doch alles zu bieten hat….

Asiatisch marinierte Rinder-Spieße mit Kokos-Gurkensalat

 

 

Hüftsteak mit grünen Bohnen

Am Kölner Großmarkt hat ein Argentinier seine Angebote aus Südamerika. Das Geschäft darf man auch ohne Großkundenausweis nutzen, und so falle ich dort dann und wann ein und greife in die Fleischtheke.

Traditionelles Steak aus der Pfanne

Das Herz der Hüfte vom argentinischen Rind

Es gab wieder das Herz der Hüfte aus Argentinien, erfahrungsgemäß ein wunderbares Fleisch. Davon wird es in den nächsten Tagen das ein oder andere geben. Ich habe da schon so ein paar Pläne 🙂

Heute wurden davon 2 Steaks geschnitten und in der Pfanne im Butterschmalz mit Knoblauch, 1 Zweig Estragon und Thymian gebraten (ca. 3 Minuten von jeder Seite, „muss man halt kucken“).  Am Ende gesalzen und gepfeffert.

Hüftsteak vom argentinischen Rind

Die Beilagen sind schnell zubereitet

Gratinierte Kartöffelchen und grüne Bohnen mit Tomaten

Gratinierte Kartoffeln mache ich immer ganz simpel. Rohe Kartoffeln – in Scheiben geschnitten –  in eine gebutterte Form schichten. Mit süßer Sahne (mit Salz. Pfeffer, 1 Knoblauchzehe, hier etwas Schnittlauch) begießen und im Backofen (180° Umluft) ca. 45-50 Minuten garen. Passt ja im Winter gut zu Steak.

geschichtete Kartoffeln, noch ohne Sahne

Die Böhnchen (Enden abgeschnitten und halbiert) in kochendes Salzwasser geben und ca. 10 Minuten kochen. Abgießen und eiskalt abschrecken. In den gleichen  Bohnen-Topf ein gutes Stück Butter hinein und erhitzen, 1 Schalotte und 1 Knoblauchzehe (jeweils klein gewürfelt) und Tomatenstücke  in die Butter geben, einen Schuss süße Sahne hinzu, Bohnen hinein. Während dieser letzten Vorbereitungen kann das Fleisch ein wenig ruhen.

Voilà!

Heute bleibt die Küche kalt

heut´essen wir aus dem Sushi-Wald

Lazy Friday

Kurz und knackig, es gab heute Sushi aus einem Bochumer Supermarkt. Dort werden die Sushi vor den Augen der Kunden live von Asiaten zubereitet – frisch in die Box und schnell ins Rheinland verfrachtet. Man darf sagen, wie aus dem Sushi-Laden des Vertrauens, ein nettes flottes Abendessen.

Mein Anteil heute waren nur die kalt angerührten Soßen, und natürlich das Fotoshooting 🙂

Teriaki mit Rinderfond, Honig, Salz, Chili und schwarzem Sesamöl und Orangen-Zitronen-Limetten-Wasabi

Soße 1:

Teriaki, Rinderfond, flüssiger Honig, Salz, Chilischotenringe und schwarzer Sesamöl, Sesamöl

Soße 2:

Saft einer Orange, je ½ Zitrone und Limette, 2-3 TL Wasabipaste, Salz, 1 TL brauner Rohrzucker

Also auch mal lecker 🙂

 

Orientalisches Osso Bucco mit gewürztem Reis

Geschmorte Kalbsbeinscheiben auf orientalisch

Der Winter lässt nicht locker, sogar bei uns im Rheinland ist es richtig frisch. Da kamen wieder die Gelüste nach einem schönen Schmorgericht auf. Also kam das Angebot meines Gourmet-Händlers gerade recht:  Kalbsbeinscheiben. Es sind zwar gleich 6 Fleischstücke im Paket, zuviel für zwei, aber das Wochenende hat ja auch zwei Tage – und wenn was übrig ist, darf es in der Woche den Feierabend kulinarisch anheben. Außerdem lohnt sich das Schmoren eigentlich nur in größeren Mengen. Man findet ja immer einen Grund, zu große Portionen zu kochen 🙂

sauber geschnitten

Von dem Gourmet-Händler stammt auch das Rezept zur orientalischen Variante, und da ich einiges aus der Empfehlung ohnehin im Haus hatte (wie z.B. getrockneten Aprikosen und die Mandeln), gab es gestern kein Halten mehr. Hier nun meine Interpretation des Originalrezeptes.

Die Zutaten für das orientalische Osso Bucco

Die Gewürze für die Kalbsbeinscheiben

Die Gewürze für die Beinscheiben

  • 1 StangeZimt
  • 3-4 Lorbeerblätter
  • Pimentkörner, schwarzer Pfeffer, 3 Nelken (allesamt im Mörser zerkleinert)
  • ½ milde Chilischote
  • je 1 TL Curry und Baharat
  • Meersalz, Pfeffer
Möhren, Schalotten, getrocknete Aprikosen

Gemüse und Fonds

  • ein paar Möhren (längs geviertelt)
  • reichlich Schalotten (halbiert)
  • getrocknete Aprikosen (gewürfelt),
  • Saft einer Apfelsine
  • frischen Knoblauch (3-4 Zehen, in Scheiben geschnitten)
  • Rinderfond (hier selbst gemacht, weil der Hund Rinderbeinscheiben aufgekocht bekam;  darf man eigentlich auch keinem erzählen…)
  • Sesamöl, Erdnussöl zum Anbraten, Meersalz

Und los geht’s –

Die Beinscheiben im Bräter von beiden Seiten kräftig anbraten, die Beinscheiben, die sich nach oben wölbten, habe ich am Rand mit der Haushaltsschere eingeschnitten, so blieben sie schön flach.

Die gemahlenen Gewürze darüber streuen, ebenso den Zimt und die Lorbeerblätter. Das Gemüse ebenfalls mit anbraten, salzen, alles mit Apfelsinensaft und Fond ablöschen.

Die Scheiben können schön schmoren, wenn der Fond sie zu zwei Drittel umschwärmt. Den Bräter hab ich mit Alufolie abgedeckt, damit die Flüssigkeit nicht zu schnell verdunstet.

Für ca. 2 Stunden in den Backofen bei 160-180 Grad. Nach einer Stunde Flüssigkeit kontrollieren, ggfs. etwas Fond nachgießen.

Der Reis

In der letzten halben Stunde den Reis zubereiten. Es gab Langkornreis mit Wildreis gemischt. Die Gewürze kommen schon zu Beginn in das Reiswasser.

  • 1 Kaffeebecher Reis
  • 2 Becher Wasser
  • gemahlener Kurkuma und Kreuzkümmel
  • Salz
  • Mandeln (zerhackt und in der Pfanne geröstet)

Den Reis 20 Minuten kochen, die Mandeln in den letzten 5 Minuten dazu geben. (Auf die empfohlenen Berberitzen habe ich verzichtet.)

Frisch aus dem Ofen – den aromatischen Geruch sieht man leider nicht….

Der Genuss

Also, der Duft der Gewürze ist schon wunderbar. Das liebe ich an Schmorgerichten, wie der Appetit sich von Minute zu Minute steigert.

Und ich finde, es sah auch toll aus! Voilà! Also, wenn mal wieder Besuch kommt, kann man das durchaus nochmal zubereiten…

Osso Bucco mit gewürztem Reis und Gemüse

Zucchini-Tagliatelle mit Skrei aus der Pfanne

Karneval vorbei, Ostern noch nicht in Sicht?

Es ist Zeit für leichte Kost – und für den Winterkabeljau

Das geht auch mal schnell in der Woche!

Am Rosenmontag blieb ich in diesem Jahr – ganz gegen meine sonst rheinischen Gewohnheiten – häuslich. Morgens ging ich zu meinem Gourmet-Fischhändler, kaufte dies und das und….. Skrei, Winterkabeljau. Es gibt ihn wieder. Dieser Fisch ist wirklich wunderbar. Na ja, und nach dem lecker Essen für Zwei blieben noch 2 schöne Stücke übrig, die säuberlich einfroren wurden.

Heute dürfte eines der Stücke am frühen Morgen aus dem Tiefkühlschrank in den normal kühlen Schrank umziehen, so dass es am Abend weitgehend aufgetaut und zur Zubereitung fertig war.

Hin und Her, was mach ich nur? Letztlich haben am Abend mein Appetit und meine immer anwesenden Gelüste auf Nudeln gesiegt. Aber: Leichte Kost sollte es dennoch sein. Also:

Zutaten für 1 Person:

Zucchinispiralen und Winterkabeljau, bereit für die Pfanne
  • ca. 200 g Skrei (mit Haut, als  Loin von allen Gräten und Seitenteilen befreit)
  • 1 Zitrone (genauer ½), hier: die milde Amalfizitrone
  • 1 mittlerer Zucchino
  • ca. 90 g Tagliatelle (hier: Barilla)
  • Olivenöl
  • Dill, Salz, Pfeffer
  • kleine Tomätchen o.ä. als Garnitur
  • ein Gläschen Sekt oder – hier – Prosecco

Die Zucchininudeln

Ratz fatz mit dem Spiralschneider in – diesmal breite – Nudeln schneiden.

Ein paar Streifen Zitronenschale dünn abschälen. Bereit halten.

Zucchinispiralen mit Zitronenschale

Die Zubereitung

Das geht ebenfalls recht flott – ist ja auch ein Abendgericht in der Woche:

Der Winterkabeljau

Skrei salzen und pfeffern, in das mittel-heiße Öl in der Pfanne mit der Hautseite nach unten legen, schon mal ein paar Streifen Zitronenschale hinein geben. Wenn die Haut gebräunt ist (nach ca. 3 Minuten?), einen weiteren guten Schuss Olivenöl und weitere Zitronenschalenstreifen in die Pfanne geben, den Fisch rumdrehen – nur kurz. Wieder auf die Hautseite drehen, erneut ca. 1-2 Minuten in der Pfanne lassen, mit dem aromatisierten Öl begießen. Dann mit dem Öl ab in den Backofen auf niedriger Temperatur (ca. 100 Grad). Wenn gewünscht dürfen ein paar kleine Tomaten mit in den Backofen.

Die Zucchininudeln

Kaum ist der Fisch im Ofen, neues Olivenöl in die Pfanne geben und die Zucchinispiralen mit den Zitronenschalen, Meersalz und Pfeffer in die Pfanne geben. Nach ca. 3-4 Minuten sind sie bissfest und gar.

Inzwischen die echten Nudeln 6 Minuten im Salzwasser kochen.

Zucchininudeln in der Pfanne

Das Anrichten

Alles fein hübsch anrichten, gehackten Dill als Garnitur bereit halten, ein nettes Foto, ein Gläschen Prosecco – et voilà!


Resteessen #3 Reh, Spätzle und Birnen

Es ist schon ein wenig vermessen, bei diesem Sonntagsessen von „Resteessen“ zu sprechen – gleichwohl hab ich die Zutaten und Komponenten allesamt in der Weihnachtszeit ins Haus geschleppt oder vorbereitet.  So war dieses Gericht in der Zubereitung ein Leichtes:

Feines Rehgulasch mit schwäbischen Spätzle und eingelegten Birnen

Das geschnittene Fleisch für das Rehgulasch hatte ich sicherheitshalber als Reserve eingefroren – nach Weihnachten gibt es ja nur schwer Wild zu kaufen, aber im Winter schmeckt es doch immer lecker. Außerdem landete im Tiefkühlfach die Soße, die an Heiligabend zu den drei Rehkeulen (für 11 Personen :-)) gezaubert wurde.

Rehgulasch mit Portwein, Marsala und  Rotwein

Das geschnittene Fleisch mit einigen Würfeln Möhren und Petersilienwurzel mit Butterschmalz kräftig anbraten, mit Rotwein, Marsala sowie rotem Portwein ablöschen, bis das Fleisch bedeckt ist. Einige Gewürze hinzu geben, dies macht man am besten im Gewürzsäckchen: Wacholder, Lorbeerblatt, 1-2 Nelken, schwarzer Pfeffer, salzen. In meiner Resteversion hatte ich es leichter, ich nahm die aufgetaute durchgesiebte Weihnachtssoße mit den identischen Komponenten.  Abschmecken lässt sich die Soße sehr gut mit einem Löffel Preiselbeeren.

Alles aufwallen lassen, Deckel des Bräters drauf, 1 1/2  Stunden zum Schmoren in den Backofen (180 Grad Umluft), ab und zu die menge an Flüssigkeit prüfen. Zum Finish nach Bedarf ein wenig binden (Löffelchen Mehl, das in Wasser aufgelöst wurde, oder gefrorene Mehlbutter) und einen Schuss süße Sahne einrühren, aufkochen,  mit Petersilie bestreuen – fertig.

Es war noch eine Reservedose Pfifferlinge im Haus – extra klein -, die kam ebenfalls in den Gulasch, feiner sind natürlich frische oder kleine TK-Pfifferlinge. Solche waren jedoch nicht zu bekommen. Doch ich mag es auch so.

Rehgulasch und Spätzle, Birnen und Preiselbeeren abgerichtet
Resteessen aus dem Weihnachtsfundus

Die geheimen Spätzle

Tja, die Spätzle wurden Weihnachten von der schwäbischen Dame und Hausfrau zu unserem Familienmenü vorbereitet und ins Rheinland verfrachtet. Jedes Mal eine große Freude für die Kölner Festtagsteilnehmer, die original schwäbischen fluffig-leichten Spätzle zu vertilgen. Ein Pfund davon haben wir gerettet und in den Tiefkühler evakuiert. Die Spätzle mussten nun nur langsam aufgetaut und ordentlich in der Pfanne gebraten werden. Wunderbar flockig. Leider kann ich mit dem Originalrezept – noch – nicht dienen. Aber ich bemühe mich drum.

Zweierlei Birnen im Gewürzsud

In der Vorweihnachtszeit hatte ich bereits die Birnen eingelegt bzw. eingekocht:

Eine Variante mit den Hälften von größeren Birnen – mit Weißwein, weißem Portwein und einigen Gewürzen wie Zimt und Nelken. Die Birnenhälften werden klassisch mit Preiselbeeeren aus dem Glas gefüllt.

In der zweiten Variante nahm ich kleine Birnen, die im Ganzen geschält und ebenfalls in einem Gewürzsud aus Weißwein, weißem Portwein, Noily Prat, Zimt, Kardamon, Nelken, eine Vanilleschote, Schale einer Zitrone, 1 Sternanis und wenig natürlichem Rohrzucker ca. 20 Minuten geköchelt wurden, bis sie ein „bissfest“ wurden. Sodann kommen die Birnen in Einmachgläser, den heißen Sud jeweils darüber geben und fest verschließen.

Beide Varianten halten so locker mehrere Wochen (bei mir waren inzwischen 8 Wochen vergangen). Der Gewürzsud der 2. Variante  hat mir besser geschmeckt. Das passt auch im neuen Jahr hervorragend zu Wildgerichten.

Und hier, für den Interessierten, das

Ursprungsmenü am Heiligen Abend 2017

in Kurzform. Ich kann es halt nie dokumentieren, weil für die Fotos keine Zeit bleibt (ist ja außerdem Weihnachten):

  • Zur Begrüßung Datteln im Speck aus dem Ofen und Aperetiv
  • Maronensüppchen mit Jakobsmuscheleinlage
  • Lachstatar mit Avocado und Nordseekrabben
  • Rehkeulen mit leckerer Soße (s.o.), schwäbische gebratene Spätzle, Sahne-Spitzkohl (sonst auch gerne Rosenkohl), Pfifferlinge mit Speck, Birnen aus dem Gewürzsud und Preiselbeeren
  • Spekulatius-Tiramisu mit Himbeeren aus dem Glas
  • Üppige Käseplatte mit Trauben
  • Plätzchen, Springerle oder wie die kleinen Gebäckstückchen sonstwo heißen sowie einige Plättchen von geschmolzenem Rohrzucker mit Nüsschen und Samen

Wir kamen durch…..

 

 

 

Resteessen #2 – Entenbrust, Mango, Paprika

Es geht weiter – die Reste des Silvesterracletts sind noch lange nicht aufgebraucht. Nachdem nun der eher verderbliche Fisch verspeist ist, kam als nächstes eine Wok-Ente dran. Der ursprüngliche Raclette-Serviervorschlag ging so: Entenbruststreifen auf dem heißen Stein braten, dazu geschmolzenen Camembert mit Preiselbeeren anrichten.

War schmackhaft. Dennoch schaffte es eine Entenbrust ins neue Jahr. Diese wurde nun zum

Wok mit Entenbrust und Mango

Damit ist eigentlich auch schon die Zubereitung erzählt. Es wurde

  • das Fleisch einer kleinen (weiblichen) Entenbrust in Streifen geschnitten, scharf in der neuen beschichteten Wok-Pfanne in Erdnussöl angebraten. Hinzu kamen zunächst
  • 1/2 rote Zwiebel und
  • bereits geschnittene rote Paprikaschoten (Silvester…) und ein paar Ringe einer milderen roten Chilischote.
  • Ordentlich salzen und mit Sezuanpfeffer sowie ein wenig frischem Koriander und Petersilie und einigen Scheiben Limetten anreichern.
  • Erst am Schluss das in Stücke geschnittene Fruchtfleisch von 1/4 Mango in den Wok geben.
  • Mit einem Schuss weißem Portwein ablöschen (Sherry oder Reiswein war „aus“), nach Belieben mit süß-scharfe Chilisoße und/ oder mit der aufgepeppten Sojasoße nachwürzen.

Dazu gab es ein paar dünne Thai-Nudeln, Reis wäre sicher auch gegangen.

Das Tellergericht auch mal von der anderen Seite

Also, so eine Restewoche hat was!

 

Resteessen #1 – Fisch und Jakobsmuscheln

Es bleibt immer was übrig, immer!

Und die meisten Gäste wollen die leckeren übrig gebliebenen Zutaten nicht mit in ihr Haus schleppen: „Nein nein, behalt Du das mal!“ Obwohl sie selbst ausgiebig an der Vorbereitung beteiligt waren und diverse Köstlichkeiten ihrerseits nur wenige Stunden vorher in das Gasthaus geliefert haben.

es gab ein paar Kleinigkeiten

Büttö, also werde ich in der nächsten Zeit diverse Leckereien verzehren. Ich für meinen Teil komm klar. Überlegt Euch beim nächsten Mal besser, ob Ihr nicht doch „Reste“ mitnehmen wollt, wenn Euer Gastgeber Euch dies mehrfach anbietet.

Heute gab es vom Silvester-Raclette-Grill-heißem Stein und so

Thunfisch, asiatischen Lachs, Jakobsmuscheln, Soßen und zweierlei Salat.

Im Einzelnen waren dies

  • Thunfisch, in schwarzem Sesam gewälzt,
  • Jakobsmuscheln mit einer Gewürzmischung aus Zitronen und getrocknetem Zitronensaft (O-Ton der Gewürzmischung), Knoblauch, Chili.

Beides in der Pfanne vorsichtig gebraten und mit Fleur de Sel abgerundet.

Außerdem

  • einen Kringel von asiatisch marinierten Lachsstreifen (Chili-Sesam-Öl, Korianderkörner, Meersalz, Limettenzesten, wenig Limettensaft, schwarzer Sesamöl)

aus dem Backofen (180° Umluft ca. 4-5 Minuten, innen nicht komplett durchgegart).

Dazu junge Blattsalate, die in der Salatschleuder auf dem Balkon auf das Asia-Dressing (selbstgemachte Mayonnaise, Chili-Sesam-Öl, Salz) warteten. Garniert mit etwas Sojasoße (mit Chili, Sesamöl, Salz verfeinert). Und der leckere Mangosalat (mit Chili, Frühlingszwiebeln, weißem Balsamico), den die Freundin mitbrachte, passte bestens dazu.

IMG_4718.jpg

Ich komme durch 🙂 Man muss sich keine Sorgen machen.

Amalfitana – die schönste Küstenstraße

Von Felsen, Stufen und Busfahrern

Vor einigen Jahren an der Amalfiküste (südlich von Neapel) verbrachte ich einen müden Tag am Pool, mein IPad auf dem Schoß hab ich das in die Tasten gehauen, was mir so zum Treiben an dieser Kiste auffiel. Als herbstlicher Rückblick auf einen der schönsten Küstenabschnitte dieser Welt darf dies heute in die Öffentlichkeit. Das laute Treiben möge den ruhigen Feiertag heute ein wenig aufmischen.

Zwischen Staunen und Schwärmen

Hm, irgendwann muss mal irgendwer all die vielen Terrassen in den steilen Amalfitana-Fels gebaut haben, darauf Zitronenbäume, deren Kronen von Gerüsten aus groben Ästen gehalten werden. Am Ende der Terrassen sind jeweils schwarze und grüne Netze zusammen gerollt, sie schützen die Zitruspflanzen im Winter vor den kalten Winden und im Sommer vor kleinen gefräßigen Wesen.

Ein schattiger Sitzplatz auf der Terrasse

An anderer Stellen sind auf den Terrassen ganze Häuser errichtet, hoch hinaus, im Inneren mit kleinen Zimmern, außen immer eine lauschige Ecke unter Rankpflanzen, meist Wein oder Knöterich, auch einige gelbe Amalfi-Zitronen, die sich den Freisitz anschauen.

Terrassen an der Amalfiküste

Die Busse der Amalfitana

Immer zu hören sind die Busse, die – meist überfüllt – die Menschen über die enge Küstenstraße schuckeln. Die Busfahrer haben eine eigene Sprache entwickelt, und man tut gut daran, diese als Nutzer der Straße zu verstehen. Ein energisches mehrfaches hochtöniges Törö-lörölö heißt WEG DA, ICH KOMM JETZT UM DIE KURVE, ein kurzes Tlö oder auch Tölö heißt DANKE oder auch BITTE oder auch, wie es bei uns in der Dienstleistungsgesellschaft heißt: GERNE!!! (ebenfalls hochtönig bis flötend gesprochen). Die Ungeduld des Busfahrers manifestiert sich langsam, aber unüberhörbar, sobald ein entgegenkommender Autofahrer nicht schnell genug Platz macht: Töllö (FAHR), Töllölöö (MEIN GOTT! NUN FAHR, SO KOMM ICH NICH RUM) und dann ein Tlölöölöö-lölölöööö-tädätä (WIE KANN MAN NUR SO BLÖD SEIN?!), letzteres begleitet von Schimpfen und verbalen Anweisungen des Busfahrers an den Begriffsstutzigen durch das geöffnete Fenster….

2 Busse auf der engen Straße
und rum um die Kurve

Entgegenkommende Busse verstehen sich meist ohne „Worte“, in der Kurve setzt halt einer zurück, der andere folgt ihm subito, so sehen sich Busfahrer und Busfahrer beim Kurventanz in die Augen, sie verabschieden sich mit Tlöö, beantwortet mit tölö… alles klar?

Die anderen Verkehrsteilnehmer

Welpenschutz haben auf der Küstenstraße die Rollerfahrer. Auch Busfahrer nehmen Rücksicht und lassen die Vespas gewähren, wenn sie doch noch schnell an ihnen vorbeisausen, obwohl schon für das dicke Gefährt alleine kein Platz ist. So als seien die Busfahrer den Zweiradfahrern dankbar dafür, dass sich nicht auch noch die Straße mit Autos verstopfen…
Fußgänger und Fahrradfahrer werden hingenommen wie eine am Rand stehende Mülltonne, man hält als motorisierter Straßennutzer beim Vorbeifahren auch nicht mehr Abstand als zu dieser, hat eigentlich gar kein Verhältnis zum unmotorisierten Teil dieser Erde. Man tut ihr nichts, aber man kommt auch gut ohne sie klar.

Armer Fußgänger auf enger Küstenstraße

Deshalb gibt es auch außerhalb der im Felsen der Küste hängenden Ortschaften kaum Gelegenheit, einen netten Spaziergang zu machen. Einfach nur mal zur Entspannung eine Passegiata machen, ohne am Ende feststellen zu müssen, dass man einen der legendären 1.000 Stufenpfade erklommen hat, der schon seit Jahrhunderten den einen berühmten Felsenort mit dem anderen weniger berühmten Küstenort verbindet? Einfach nur mal so? Geht nicht.

Positano

Zugegeben, in einem solch schwachen Moment malt man sich als Ruhesuchende aus, wie die Küstenstraße verkehrsberuhigt wirken könnte: nur elektrisch betriebene schmale Busmutanten, die in kurzen Intervallen in die eine oder andere Richtung schleichen, kein Individualverkehr natürlich, Rollerfahrer sind out, Spaziergänger sind relaxt. In der Hightechvariante noch etwas schräger: Führerlose Waggöngchen, die auf Schienen dahergleiten, ein kurzer Stopp und weiter gehts rauf und runter im Flüstertempo.

Doch: Wenn man dort so sitzt  und auf das Treiben der Straße hinabschaut, kann jedenfalls ich mir die Küste nicht ohne Tölööös und tlös vorstellen.

 

Kürbis-Ralley

Miniaturfiguren auf Kürbis
Auf Hokkaido-Mountain

Jetzt ist er endlich da, der Herbst….

Federn lassen und dennoch fliegen…

%d Bloggern gefällt das: