Asiatische Bambus-Dämpfer mit Gemüse und Dim Zum gefüllt

Ein neuer Bambus-Dampfgarer in meiner Küche

Warum ein Dampfgarer aus Bambus?

Es gibt reichlich Begriffe, die das einfache Teil aus der asiatischen Küche benennen:

Steam-Basket, Bambus-Dämpf-Korb, Bambusdämpfer. Ich hatte schon seit einiger Zeit dieses Teil im Sinn, wollte es gerne einmal ausprobieren. Das viel gepriesene Dampfgaren im Edelstahltopf oder im teuren elektronischen Dampfgar-Zubehör wollte mir nicht gefallen, es ist so steril; die Dämpfkost erinnert mich ohnehin an Großküche oder schlimmer an Krankenhaus. Also stehe ich dem Dämpfen von Lebensmitteln eher kritisch gegenüber. Erfahrungswerte aus alten Zeiten halt…. sicher überholt, aber tief in mir verankert….

Doch das kleine asiatische Teil gefällt mir einfach auch optisch besser, und irgendwie traue ich den Chinesen und ihren Nachbarn zu, dass sie über Dampf geschmacklich reizvollere Mahlzeiten zustande bringen als der durchschnittliche Mitteleuropäer.  Also schlich ich in Gedanken seit Wochen um die kleinen Bambuskörbchen herum.

Dampfgaren ist schonend und fettarm

Ausschlaggebend für den Kauf eines Bambus-Dampfgarers war letztlich ein Kurzurlaub im Schwabenland. Schwaben? Bambus? Jou, denn diese wenigen Tage in der „Ferne“ hielten mich in Folge ihrer opulenten Mahlzeiten der schwäbischen Küche dazu an, mich mal wieder um fett- und kohlehydratarme Kost zu kümmern (Ja, richtig, ich hatte bei den Schwaben in kürzester Zeit einige Gramm zugelegt…). Also enterte ich gleich am Montag einen großen asiatischen Supermarkt im Westen Kölns. Es gibt ihn wohl schon einige Jahre, doch ich betrat Neuland.

Wow – die haben wirklich alles, was man sich so unter „asiatisch“ vorstellt. Ich gondelte durch die Gänge, nahm eine Vielzahl von Gerüchen auf (je nachdem, ob ich mich in der Ecke der verschiedenen Tees oder der getrockneten Pilze, Pflanzen oder was-weiß-ich befand), suchte die Bambuskörbchen und fand Regale voller Woks, Reiskocher, Lämpchen, Nüsse, Soßen, Dosen – gängeweise gibt es auf der einen Seite Weizen- und Eiernudeln, die von mir gesuchten Glasnudeln fand ich bei der dritten Umrundung auf der gegenüberliegenden Seite – alles da! Kühlschränke voll mit allem, was einem das gemeine chinesische Kochbuch empfiehlt – Wasserkastanien, allerlei Sprossen, Thaibasilikum – und welche Teile da sorgfältig tiefgefroren waren, konnte ich nur in kleinen Ansätzen zuordnen.

Meine Bambusdampfgarer wurden mir quasi persönlich vom freundlichen Inhaber gezeigt. Sie befanden sich in der Bambusecke neben den kreisrunden Sonnenhüten der Reispflücker – mehrere Größen, für Minimahlzeiten bis Familienessen geeignet. Ich entschied mich für zwei Körbchen in mittlerer (eher kleinerer Größe) mit einem Deckel. Eigentlich überflüssig zu sagen, dass diese selbstverständlich sehr günstig waren im Vergleich zu einem technisch ausgefeilten Dampfgarer.

Zweistöckiger Dampfkorb passgenau auf einem Topf positioniert
Zweistöckiger Dampfkorb passgenau auf einem Topf positioniert

Gebrauchsanweisung für den Bambus-Dämpfer

Eine klassische Gebrauchsanweisung lag natürlich in meinem Supermarkt nicht bei. Aber, ich wurde fündig: Diverse Ratgeber im weiten Netz empfehlen, die Körbchen mit Backpapier, das dann in den Ritzen durchlöchert wird, auszulegen. Damit soll verhindert werden, dass der Bambus zu sehr verschmutzt oder gar nach dem Gegarten riecht (gerade bei Fisch kann das vielleicht unangenehm werden). Das hab ich brav befolgt, hat gut funktioniert. Säubern mit Wasser und einem Schwämmchen kein Problem, danach zum Trocknen auf den Balkon. Passt (auch in der Nachbetrachtung).

Die Körbchen werden auf einem Topf platziert, in dem die Dämpfflüssigkeit zum Kochen gebracht wird (wir wollen es mal nicht einfach Wasser nennen – man wird sehen, warum!). In meiner Küche fand sich ein passender Topf, die Bambusränder sitzen ordentlich auf dem Topfrand auf. Es geht aber wohl auch, das Körbchen direkt in das später sprudelnde Wasser zu setzen (z.B. im Wok), allerdings so, dass das Bambusgitter und somit die Zutaten nicht im Wasser schwimmen. Ich fand die Korb-auf-Topf-Empfehlung für mich als Anfängerin sehr praktikabel. Auch hier wird man  sehen, warum!

Zum Servieren können die Bambus-Körbchen gut auf den Tisch gestellt werden, asiatisches Flair wird gleich mitgeliefert.

Ein asiatisches Gericht im Vordergrund, Bambus-Dampfkorb auf dem Tisch
Asiatisches Flair durch Bambus-Dampfkorb auf dem Tisch

Womit ich meine neue Errungenschaft in Szene setzte, gibt es als nächstes zu lesen. Hier geht’s zu meinem ersten Versuch

11 Kommentare zu „Ein neuer Bambus-Dampfgarer in meiner Küche“

  1. Und ich habe das große Glück gestern gleich mit einer kompletten asiatischen Kücheneinrichtung beschenkt worden zu sein. Insofern kann auch ich nun gleich zur Tat schreiten und fleißig gesund und schonen garen. Jetzt warte ich noch gespannt auf Uschis Rezept was sich in ihrem Körbchen so alles wiedergefunden hat. vielen Dank für das tolle Geschenk !!!

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  2. Da bin ich jetzt aber voller Vorfreude….. 🙃

    Mir war übrigens letztens ein Bambuskörbchen geschimmelt. Ich hatte den Boden nicht gut abgedeckt und Dampfgut war derart zwischen dem Flechtwerk angebacken, dass ich es wohl nicht gründlich genug reinigte. Also musste ich es entsorgen und mir ein neues zulegen.

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    1. Oha, also muss man es wohl gut abtrocknen. Ich hab sogar gelesen, dass einige die Körbchen in die Spülmaschine packen…. das soll das Bambus aushalten… Ausprobiert hab ich es aber nicht! Das Rezept ist jetzt online, Fotos etc. waren ja schon vorbereitet

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  3. Vor 40 Jahren habe ich angefangen chinesisch zu kochen. Da kannte das noch kein Mensch. Da hatte ich auch so ein Körbchen 😊 Geschirr und Zubehör haben StudienFreunde meines Mannes besorgt. Vietnamesen, die hier studiert haben und wussten, wo man alles her bekommt. Unsere Einladungen zum chinesischen Menü waren beliebt 😆
    Heute koche ich selten so, aber dämpfen ist eine super GarMethode. LG Sigrid
    Sorry wegen Tippfehler. Auf Smartphone geschrieben 😢

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    1. Tja, da hab ich wirklich ein altes Küchenutensil für mich neu entdeckt, asiatische Küche verbinde ich sonst auch mehr mit Wok-Gerichten, aber dieses Dämpfen ist mal was anderes
      Viele Grüße
      Uschi (ich kämpfe immer mit der Autokorrektur…da entstehen manchmal die wildesten Wortkreationen, da sind mir einfache Tippfehler lieber….

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      1. Ja, einen Wok habe ich auch, aber früher habe ich die z.B. gefüllte Fleischtäschchen (gedämpft) gemacht. Heute mache ich viel Gemüse im Wok und zum Dämpfen habe ich einen Garer, den ich auch für „sous vide“ Anwendung geeignet ist. Liebe Grüße
        Was die Autokorrektur angeht …. das ist wirklich unmöglich. Zusammengesetzte Worte sind auch schwierig….

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