Hundefreunde und Katzenhasser oder umgekehrt

Nein, es geht nicht um Tiere oder um die Frage, Fell oder Feder, Pfote oder Kralle. Vielmehr drängt es mich, die Dualitäten im Leben zu überdenken. Der Mensch ist ja meist festgelegt: Er  bekennt sich ungefragt zu ausgewählten Wesenszügen, Vorlieben und Gewohnheiten und ordnet sich alsbald in die Gruppe derer ein, die ihm gleich sind oder duelliert sich mit denen, die ganz anders zu sein scheinen. Ob das jetzt die Gene sind oder die (un-) glückliche Kindheit, ist mir jetzt erstmal wurscht.

Die Rede ist u.a. von Katzenliebhabern und Hunderhassern, oder eben mal gerade umgekehrt: Für die einen sind die Katzen selbstbewusst und unabhängig, nicht so dumm, dass die jedem Menschen hinterher rennen oder gar tun, was man ihnen sagt. Nein, diese Menschen sind stolz auf ihre Katze, wenn sie behaupten, selbst nur der Dosenöffner zu sein. Für die anderen sind Katzen meistens durchgeknallt, krallen sich plötzlich in Waden, sie haaren wir verrückt, urinieren in Nachbars Garten, bis der zum Himmel stinkt, wecken einen rücksichtslos, sind kleine behaarte Egoisten ohne Sozialverhalten.

Entsprechend sucht der Hundefan nach einer Begründung, warum er denn nun sein Lieblingtier favorisiert, aber  „Katze geht ja gar nicht“.

Eigentlich aber ist es doch Quatsch, da wird erklärt, warum Hunde toll und Katzen blöd sind. Irgendwie ist es einfach so: Es gibt Hunde- und Katzenmenschen, eigentlich kann jeder – ob Tierhalter oder nicht – auf Anhieb sagen, welches Tier ihm lieber ist. Ja, stimmt, einige mögen gar keine Tiere, die lass ich mal weg, sind ja eh arm dran. Ansonsten kenne ich keinen, der behauptet: „Ich mag beide gleich gerne!“ Einen Favoriten haben sie alle; manche Hundeaffine haben eine Katze (sie ist ihnen eben zu gelaufen), aber klar, wenn die mal nicht mehr ist, kommt endlich der Hund ins Haus.  Oder der Hundeverliebte muss –  der Liebe wegen – mit Katzen im Haushalt klar kommen. Sein Herz bleibt bei  der Konkurrenz.

Man muss ja nicht gleich als gerechter Tierfreund ein schlechtes Gewissen haben, weil  man ein unschuldiges Tier weniger mag als ein anderes. So isses halt!

Und die anderen sollen doch bitte damit  aufhören, ihren Gegenparts  zu erklären, warum ihr „Viech“ ja aber auch so ganz objektiv und tausend mal bewiesen leider leider schon allein wegen der Kinder auf keinen Fall als geliebtes Haustier in Frage kommt.

Lass sie doch, es gibt Lerchen und Eulen, kann man überall nachlesen, es gibt Dusch- und Bademenschen, Schwimm- und Saunafreaks, Bier- oder Weintrinker,  Strand- oder Berggenießer.

Wie sagt man in Köln: Jeder Jeck ist anders – auch bei Miez und Bello.

3 Kommentare zu „Hundefreunde und Katzenhasser oder umgekehrt“

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