10 Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören – Teil 2

Nachdem ich im 1. Teil ausführlich davon berichtet habe, was mich Jahre lang von der Raucherentwöhnung abgehalten hat (nämlich das Rauchen…), komme ich nun zu den ersten Tipps aus meiner Mini-Serie.

Tipp 1: Zuerst die Willensbildung, dann die Tat

Ja, natürlich gibt es den Einwand „Was sollen denn Tipps zum Rauchen abgewöhnen? Das ist doch alles nur Kopfsache oder eine Frage des Willens!“

Tja, nur leider verfügt nicht jeder angeborenerweise über das Rauchen-Aufhören-Gen, das den Willen, die kommenden Entbehrungen auf sich zu nehmen, gleich mit liefert. Oftmals will der Delinquent nicht wirklich aufhören, vielleicht auch aus Angst vor Frust oder vor der Niederlage, und eigentlich piefen die meisten ihr Zigarettchen gerne. Sowieso sind sie bestens über die schädlichen Wirkungen des Rauchens informiert, haben präparierte schwarze Raucherlungen betrachtet, Aufklärungsfilme gesehen – das ganze Programm. Doch das Schreckensszenario hatte eben nicht den gewünschten Effekt, nix Wollen.

Bei mir fruchtete allerdings der Versuch, den Willen über positives Denken in Verbindung mit so einer Art Autosuggestion auszubilden. Erinnert sich einer an Frau Dr. Eberlein, die damals in SWF3 den Tag mit den Worte „Positiv sollten Sie den Tag beginnen!“ eröffnete? Die Methode funktioniert mit ein wenig Talent zu Selbstgesprächen, d.h. man erklärt sich bei jeder Gelegenheit, wie schön das Leben ohne Rauchen wäre. Beispiele:

Wenn ich jetzt nicht rauchen würde, dann…

  • käme ich ohne Schnaufen die Treppe hoch,
  • wäre ich nicht wieder erkältet,
  • müsste mein Wohnzimmer nicht schon nach einem Jahr renoviert werden,
  • würden die Klamotten nicht nach Zigarettenschachtel stinken,
  • usw. usw.

Alles aus den Kategorien Gesundheit und Erscheinungsbild, Wohnung oder Finanzen ist dazu geeignet, um mehr und mehr das Nicht-Rauchen verlockend erscheinen zu lassen. Das ging ich in Gedanken täglich durch, und ich fand immer mehr Vorzüge. Ursprünglich wollte ich mir eine ganzes Jahr der Willensbildung gönnen. Doch ich so brauchte nur wenige Wochen, bis mein Entschluss weiter reifte und ich die Tat vorbereiten konnte.

Tipp 2: Eine Krücke besorgen

Nicht jeder wird sie benötigen, doch mir hat sie geholfen: Meine persönliche Rauchen-Aufhör-Unterstützungs-Krücke. Einige machen Yoga, Akupunktur, Hand-Auflegen etc. Bei mir waren es Nikotinpflaster, damals noch verschreibungspflichtig. Entschlossen ging ich zum Arzt und dann zur Apotheke.  Der Trick ist, dass man sich von den zu erwartenden körperlichen Entzugserscheinungen „befreit“. Das Schmachten nach einer Zigarette kann dann ja nur auf die vielen, vielen „dusseligen Gewohnheiten“ zurück zu führen sein. Und mit dem Abgewöhnen der Rituale und Automatismen hat man im Entwöhnungsprozess  wahrlich genug zu tun. In der späteren Umsetzungsphase wirkte das Pflaster also auf zweierlei Weise: Es milderte den Nikotinentzug und fungierte als psychologische Krücke.

3. Aufhören, wenn man bereit ist

Ich klebte mir nach einer ausgiebigen Weihnachtsfeier morgens mein erstes Nikotinpflaster auf den Oberarm und befand: Jetzt!

Der Zeitpunkt soll so gewählt werden, dass man sich bereit fühlt, quasi geplant spontan. Objektiv war mein „Anfang vom Ende“ kurz vor all den Feiertagen ein schwieriger Zeitpunkt (Weihnachten, Silvester, danach Karneval in Köln) mit vielen Rauch-Gelegenheiten, besonders in Verbindung mit Alkohol, doch ich fühlte mich mental und organisatorisch gerüstet – und darauf kommt es an.

Was hat mir geholfen, die erste Zeit zu überstehen, also im Sinne der Nachhaltigkeit durchzuhalten? Das folgt im 3. Teil…..

 

2 Kommentare zu „10 Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören – Teil 2“

    1. Danke für Deinen Kommentar, stimmt, es bleibt einem manches erspart, wenn man gleich die Finger davon lässt. Na ja, doch meist ist man jung, die anderen rauchen ja auch, man will das Rauchen wie manches andere ausprobieren, und – schwupps – geht die Raucherkariere weiter. Schön, dass Du meine Tipps gut findest. Ich würde mich freuen, wenn sie für den ein oder anderen hilfreich sein könnten.
      Viele Grüße

      Gefällt mir

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