Homeoffice im Sommer….

… ist Arbeit unter erschwerten Bedingungen: Es blendet….

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Es ist derzeit einfach zu heiß, um lange Geschichten zu schreiben.

Am besten schmeckt Filterkaffee…..

… frisch zubereitet…

Miniaturfiguren arbeiten in Kaffeebohnen
Was Kaffee zu etwas besonderem macht, erfahrt Ihr hier.

Spargel-Thunfisch-Sashimi mit Wasabi-Hollandaise

Am Ende der Spargel-Saison gibt es noch eine delikate Vorspeisenempfehlung. Zugleich ist dies mein erstes Experiment in der Rubrik „nachgekocht“:

Im Urlaub in Südtirol kamen wir an einem ambitionierten Restaurant vorbei. An einem netten beschaulichen Wanderweg gelegen, gab es eine feine Vorspeise mit rohem Spargel und ebensolchem Thunfisch. Sashimi ist quasi Sushi, nur ohne Reis. In dieser Variation gibt es also ungekochten feinsten Thunfisch mit ungekochtem feinsten Spargel. In dem netten Restaurant habe ich nicht etwa den Koch befragt,  wie die Zusammenstellung wohl sein mag – dazu war viel zu viel los.  Vielmehr wurde das Werk des Restaurants während des Verzehrs seziert, die Zutaten weitgehend identifiziert, einiges wie Wasabi stand schon auf der Karte, et voilà, hier nun mein „nachgekochtes“ dünn geschnittenes Sashimi vom Spargel und Thunfisch. hier weiterlesen

Morgen zieh ich ihn an Land, den großen Fisch….

kleine Frau sitzt auf einer riesigen Goldkette mit DElphinanhänger und schaut bittend nach oben

Wetterpropheten hatten es schon immer schwer…

 

Handwerker steht auf einem Iphone und schlägt mit einem Vorschlaghammer auf die Wetterkarte

Momente, die einen alt aussehen lassen

Einmal muss es ja gesagt werden, es gibt Situationen, in denen fühlt man sich „alt“, man wird von anderen Menschen alt gemacht, völlig überraschend, ohne Vorwarnung – eben noch jung und frisch, ist es vorbei mit derJugend – das Alter drückt unvermittelt. Es ist meine feste Überzeugung, ich weiß es, dass ich kein bedauerliches Einzelschicksal bin, wenn ich einzelne Augenblicke als deprimierende Alt-Mach-Momente erlebe und erschüttert zurückbleibe.

Ich rede jetzt nicht von der ersten Schultüte oder dem ersten „Sie“ durch den Lehrer in der Oberstufe – das macht „erwachsen“, aber das da macht „alt“:

Das erste Sie

Immer noch schmerzt die Erinnerung an den Augenblick, als ich mit Mitte 20 durch meine Wohnviertel zu Fuß unterwegs war (vermutlich zur Bahn). Hier war ich zu Hause, ganz normal als Fußgängerin, und ich wurde von einem Kind angesprochen: „Können Sie mir bitte sagen, wie spät es ist?“ Wie bitte?  Was war das denn? Was soll das? Momente, die einen alt aussehen lassen weiterlesen

Was man alles beim Wandern lernen kann

Beim Spaziergang und beim Wandern kann man durchaus Dinge lernen, die einem bei anderen Beschäftigungen verschlossen bleiben. Hier die wichtigsten Erkenntnisse in ungeordneter Reihenfolge:

Der große Unterschied

Beginnen wir mit dem Unterschied zwischen Spaziergang und Wanderung.
Natürlich bastelt sich ein jeder seine eigene Definition – durchsetzungsstark ist allerdings eine Definition, die schon vor etlichen Jahren meine Schwester postulierte, als wir einige Tage (über Silvester) im Schwarzwald verbrachten. Das kalte, aber schöne Wetter lockte uns doch einmal aus der warmen Wirtsstube und der unterhaltsamen Runde. Sechs Personen machten sich unter großem Getöse und langem Anziehen mit den warmen Mänteln, Mützen und Schals auf den Weg. Nach einem gemütlichen Spaziergang mit Einkehr nach 45 Minuten und dem ebenso gemütliche Rückweg stellte meine Schwester erfreut fest: „Das war ja schon eine ausgewachsene Wanderung! Alles über einer Stunde ist Wanderung, ab da wird es anstrengend!“ hier weiterlesen

Meine Lieblingsköchin Léa Linster erzählt aus ihrem Leben

Léa Linster kenne ich seit Jahren durch ihre Kochbücher, ihre Rezeptveröffentlichungen in Brigitte oder aus diversen Fernsehauftritten. Ich schätze und mag sie sehr, weil sie – egal ob in einer Koch-TV-Show oder in ihren Rezepten – immer ihre Liebe und Hingabe zu ihrer Kochkunst ausdrückt. Ihre Rezepte sind außerdem „machbar“, dass heißt, das Ergebnis ist edel, aber mit Sorgfalt und Ruhe gelingen die wunderbaren Gerichte durchaus. So habe ich schon manches Mal mit einem Petersilienwurzelsüppchen von Léa Linster Furore gemacht – sei es als kleines Begrüßungssüppchen im Mokkatässchen oder als feine leichte Vorspeise eines besonderen Menüs.

In ihrem jüngsten Buch erzählt die Sterneköchin gewohnt emotional und mit ihrem luxemburgischen Charme aus ihrem Leben – ein schönes Buch. Sie ist nun auch schon 60 und hat einiges zu berichten: hier weiterlesen

Salat mit mariniertem Spargel – feines Resteessen

Wie bereits beschrieben, ist es clever, bei der Zubereitung eines Spargelgerichtes eine Reserve für den nächsten Tag einzuplanen. Aus den „Resten“ meines Spargels aus dem Ofen wurde am nächsten Tag ein frischer Frühlingssalat für 2 Personen. Noch lauwarm wurde er mariniert:

Marinieren und Anrichten:

  • Ca. 1 Pfund im Ofen gegarter Spargel
  • 1 Tasse Estragonessig (falls nicht vorhanden: Weißweinessig, weiße Pfefferkörner, getrockneten oder frischen Estragon 1-2 Tage ziehen lassen)
  • Tomaten, Radieschen, evtl. Gurke
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
  • einige Blättchen Basilikum.

Den Spargel aus der Auflaufform heben und ihn – gerne noch lauwarm – mit dem Estragonessig beträufeln.  Bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Mindestens ½ Stunde vor der Zubereitung aus der Kühlung nehmen.

Spargel aus der Marinade auf die Platte geben. hier weiterlesen

Spargel aus dem Ofen mit Blitz-Béarnaise

Die Spargelzeit

Jetzt ist ja die höchste Zeit im Jahr für Spargelliebhaber – gemeint ist natürlich der weiße Spargel, wie er nur in diesen wenigen Wochen im Jahr geerntet wird, und selbstredend nicht der importierte weiße oder grüne, wie er gerne mit trockenen Enden im Bündel verschnürt atemlos im Supermarkt rumliegt und – oh Wunder – immer wieder seine Käufer findet. In diesen Wochen also gibt es ihn zu kaufen, den guten weißen Spargel – je nach Wetterlage mehr oder weniger kostspielig -, man traut sich gar nicht, „Gemüse“ zu sagen, „Grünzeug“ passt schon gar nicht – so edel ist er in der Regel …. wenn man ein wenig aufpasst.

Es gibt einige, die sind keine Anhänger vom Spargel: Manchen ist er schlicht zu teuer, anderen ist die Schälerei ein Graus (zu viel Arbeit und immer noch nicht perfekt), der eine hat mal mit holzigen Endstücken zu tun gehabt (beim Kauf nicht aufgepasst), dem nächsten riecht der Urin zu streng nach dem Spargelmenü. Nur wenige, denen der Spargel einfach nicht schmeckt.

Wiederum gibt es in unserem Land viele Menschen, die den guten weißen Spargel nur klassisch mögen,  die also davon überzeugt sind, den deutschen Spargel nur wirklich genießen zu können, wenn er gegart im Wasser mit Butter und Zitrone mit neuen Kartöffelchen und einer Schinkenauswahl serviert wird. hier weiterlesen

In allen vier Ecken – des Poesiealbums

Als ich neulich im Keller nach den Frühlingssachen kramte, fand ich mein ganz, ganz altes Poesiealbum aus (wie ich dachte) längst vergessenen Zeiten. Den Herren der Schöpfung wird dies nicht so viel sagen, war dies doch ausschließlich für die Meedels bedeutend, die Jungs hatten damit nichts am Hut.

Die einstigen Mädchen aber werden sich erinnern. Denn:

Alle hatten so ein Poesiealbum. Sämtliche mehr oder weniger guten Freundinnen, Schulkameradinnen und die Erwachsenen im Umfeld (vor allem LehrerInnen und Omas) wurden vom kindlichen Eifer genötigt, in Schönschrift irgendwelche Lebensweisheiten in das wohl gehütete Bändchen einzutragen, gerne garniert mit farbenfrohen oder künstlerischen Verzierungen oder seltenen Glanzbildchen (am liebsten mit Glitzer).

So entstand ein Schatz der Erinnerungen an Menschen, denen man im Alter von – sagen wir mal – sieben bis elf begegnete.

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Der Sauerbraten ohne Rosinen

Hier ist die erste Folge einer – sehr losen – Reihe von Rezepten mit guten Ratschlägen.

Ein Sauerbraten, garantiert nicht lila wie in der Geschichte meines ersten Sauerbraten-Versuchs.

Hier ist die von der Mutter empfohlene Version des Rheinischen Sauerbratens ohne Rosinen zu finden.

Einfach in die Galerie klicken:

Die Zutaten Der Sauerbraten ohne Rosinen weiterlesen

Ein Lieblingsfilm – Best Exotic Marigold Hotel

Ein wunderbarer englischer Film über Menschen im Ruhestand, die es auf der Suche nach einem Altersruhesitz in das lebendige Indien verschlagen hat. Sie finden mehr als einen letzten Wohnsitz, sie finden einen Neuanfang.

Der bisherige Lieblingsfilms „Best Exotic Marigold Hotel“ hat nun seine Fortsetzung in  „Best Exotic Marigold Hotel 2“ gefunden. Beide Filme vielleicht eher für Menschen, die einige Lebenserfahrung auf dem Buckel haben, denn kluge Weisheiten und überraschende Dialoge wechseln sich mit gefühlvollen Szenen und unglaublicher Farbenpracht der Bilder ab.

Und nach dem Kinobesuch gestern sind sich die Zuschauer einig: Die Engländer können es einfach – der Film schmalzt nicht US-amerikanisch dahin, der feine Humor wird nicht durch die deutsche gesellschaftlich-relevante-muss-man-zeigen Mentalität  schwer gemacht. Die zwei Stunden lohnen sich, man merkt gar nicht, dass sie plötzlich schon vorüber sind, und wünscht sich, einige der Zitate der großartigen britischen Maggie Smith im Netz wieder zu finden. Hier nur eins:

„Und, wie war es in den USA?“ „Nun, ich bin mit geringen Erwartungen dorthin gereist, und die wurden bitter enttäuscht.“

Schaut einmal in diesen Trailer rein, es ist der schönste, den ich gefunden habe.

Best Exotic Marigold Hotel – Teil 2

Und für alle, die die Geschichten von Beginn an erleben wollen, empfehle ich Teil 1 vom Best Exotik Hotel. Den habe ich gleich mehrfach gesehen, aber Vorsicht, Tränengefahr!

Best Exotic Marigold Hotel – Teil 1

Riech mal – mag ich dat? … Was uns schmeckt und warum…

Vor einiger Zeit bei einem opulenten Brunch fragte ein netter mitteljunger Herr seine Angetraute angesichts der Vielfalt an teils unbekannten Speisen und verschiedenen Köstlichkeiten: „Riech mal – mag ich dat?“

Und er meinte es ehrlich ernst. Sie für die Geschmacksnerven in der Familie zuständig, Er der Vertrauende, Ratsuchende.  Wir anderen in der Runde, die sattelfester in der Ableitung des Geschmacks vom eigenen Geruchssinn sind, hatten ihren Spaß und zitieren den Mitteljungen gerne bei ähnlichen Gelegenheiten. Immer ein guter Gag!

Aber, was ist wirklich dran? Wie hat sich eigentlich unser Geschmackssinn entwickelt? Ich meine jetzt nicht die Entwicklung vom Neandertaler bis zum Homo sapiens, sondern die Ausbildung des Sinnes für das Leckere bei jedem von uns. Warum hat der eine einen Sensus für „gutes Essen“, der andere nimmt es eher nicht wichtig und isst eher das Bekannte, weil es gut satt macht.

Na, das fängt sicher ganz früh an, in Familien oder im Umfeld, in denen Kochen, Essenzubereitung notweniges Übel zur Ernährung ist, zu erbringende Pflicht ist das Einkaufen wie die Zubereitung.  Die Genusskomponente beim Essen bleibt da eher im Hintergrund und wird auf Schokolade oder Chips verschoben . Es wird gegessen, um satt zu werden, Geschmack ist meistens Nebensache, es gibt wenig Rituale rund ums Essen und zu wenig Zeit für´s Essen.

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Wer eigentlich ist die Generation 55 plus?

Nachdem ich das 55plus-Dasein in meinem Blog-Titel aufgenommen habe, möchte ich doch einmal darüber philosophieren, wer das eigentlich ist – die Generation 55 plus.

Man hat schon von der Generation x und y gehört, auch die Generation Golf ist uns noch in Erinnerung, aber wer sind die heutigen 55plus-Jährigen? Wer sind wir eigentlich? Sind wir schon Senioren? Sind wir Best-Ager? Das „graue Gold“? Die „Silver-Surfer“? Oooh, eins schlimmer als das andere…Wer´s genauer wissen möchte, möge in Wikipedia nachsehen, schaurig.

Dabei kann man gar nicht wirklich sagen, wer das eigentlich ist, die 55ff-Spezies. Da ist schon jeder für sich sehr speziell.

Eines aber haben wir in der Tat alle gemeinsam:

Das ist von Kindesbeinen an unser gehäuftes Auftreten. Wir gehören zu den geburtenstarken Jahrgängen – also richtig bärenstark! Das hat uns manchmal viel Freude beschert: Wir hatten keine Mühe, Freunde zu finden, die Gleichaltrigen waren überall zahlreich vorhanden, im Sandkasten, auf der Straße (auf der haben wir nämlich gespielt), in Baustellen, natürlich auch in der Schule. Als wir aus dem Disko-Alter rauswuchsen, machten die Läden, die vorher wie Pilze aus dem Boden sprießten, reihenweise wieder zu.

Heute steht den Demographen der Schweiß auf der Stirn, wenn sie an uns 55plus-ler denken: Wenn wir dann endlich in Rente sind, kann uns keiner mehr bezahlen. Jedenfalls können das nicht all die vielen Einzelkinder, die von ihren Eltern zu ihrem Spielkameraden gefahren werden mussten oder die in putzigen Spielgruppen den Kindergartenplatz abwohnten.

In frühen Jahren wurde uns – den Mannigfaltigen – der Begriff Kurzschuljahre so vertraut wie Petzi, der Igel: hier weiterlesen

Schlaf, Kindlein, schlaf….

Ein netter junger Herr, der von der Zielgruppe dieses Blogs eigentlich ein halbes Menschenleben entfernt ist, fragte mich nach einem Beitrag über Schlaf.

Kommen wir also zu Menge und Zeitpunkt des täglichen „Ruhestands“: Ich meine ja, jeder mag sich grundsätzlich so viel davon holen, wie er eben braucht.

Als Baby oder als Kind ist es noch einfach, da sind ja ohnehin alle froh, wenn es (ein-)schläft. Klingeln und Telefone werden abgestellt, Pantoffeln angeschafft, Halter kläffender Hunde in der Nachbarschaft werden angezeigt. Zumindest der Nacht- und der Mittagssschlaf der Kleinen ist durchaus gesichert und wird von den Älteren wohlwollend behütet. Früh wachen Sie allerdings auf, die kleinen Lerchen, bereit, den frühen Wurm zu fangen.

Mit dem Älter-Werden ändert sich das: Auf dem T-Shirt steht „Der frühe Vogel kann mich mal“, doch das Leben weiß es besser. Das Zwitschern des Weckers ist unerbittlich, wer kam eigentlich auf die blöde Idee, den Knopf zur Wiederholung des Weckrufes ausgerechnet „Schlummer„-Funktion zu nennen?! Es hilft nichts, Verpflichtungen, Freunde, Geselligkeit nehmen zu und halten einen wach. Und das Umfeld? Schlaf wird von den Eifrigen als „Bruder des Todes“ bezeichnet, verschlafene Zeit ist vertane Zeit.  Das führt dann unweigerlich ab einem gewissen Alter zu chronischem Schlafmangel. Ein Jammer, in diese müden Augen zu blicken!

Auch im Endmodus (sagen wir mal so ab etwa Mitte dreißig?), wenn sich nach der Eulenzeit, die wir alle durchlaufen, entscheidet, ob wir bis in die Nacht munter bleiben oder lieber mit dem Sonnenaufgang erwachen, bleibt eins gewiss:

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Hundefreunde und Katzenhasser oder umgekehrt

Nein, es geht nicht um Tiere oder um die Frage, Fell oder Feder, Pfote oder Kralle. Vielmehr drängt es mich, die Dualitäten im Leben zu überdenken. Der Mensch ist ja meist festgelegt: Er  bekennt sich ungefragt zu ausgewählten Wesenszügen, Vorlieben und Gewohnheiten und ordnet sich alsbald in die Gruppe derer ein, die ihm gleich sind oder duelliert sich mit denen, die ganz anders zu sein scheinen. Ob das jetzt die Gene sind oder die (un-) glückliche Kindheit, ist mir jetzt erstmal wurscht.

Die Rede ist u.a. von Katzenliebhabern und Hunderhassern, oder eben mal gerade umgekehrt: Für die einen sind die Katzen selbstbewusst und unabhängig, nicht so dumm, dass die jedem Menschen hinterher rennen oder gar tun, was man ihnen sagt. Nein, diese Menschen sind stolz auf ihre Katze, wenn sie behaupten, selbst nur der Dosenöffner zu sein. Für die anderen sind Katzen meistens durchgeknallt, krallen sich plötzlich in Waden, sie haaren wir verrückt, urinieren in Nachbars Garten, bis der zum Himmel stinkt, wecken einen rücksichtslos, sind kleine behaarte Egoisten ohne Sozialverhalten.

Entsprechend sucht der Hundefan nach einer Begründung, warum er denn nun sein Lieblingtier favorisiert, aber  „Katze geht ja gar nicht“.

Eigentlich aber ist es doch Quatsch, da wird erklärt, warum Hunde toll und Katzen blöd sind. Irgendwie ist es einfach so: Es gibt Hunde- und Katzenmenschen, eigentlich kann jeder – ob Tierhalter oder nicht – auf Anhieb sagen, welches Tier ihm lieber ist. Ja, stimmt, einige mögen gar keine Tiere, die lass ich mal weg, sind ja eh arm dran. Ansonsten kenne ich keinen, der behauptet: „Ich mag beide gleich gerne!“ Einen Favoriten haben sie alle; manche Hundeaffine haben eine Katze (sie ist ihnen eben zu gelaufen), aber klar, wenn die mal nicht mehr ist, kommt endlich der Hund ins Haus.  Oder der Hundeverliebte muss –  der Liebe wegen – mit Katzen im Haushalt klar kommen. Sein Herz bleibt bei  der Konkurrenz.

Man muss ja nicht gleich als gerechter Tierfreund ein schlechtes Gewissen haben, weil  man ein unschuldiges Tier weniger mag als ein anderes. So isses halt!

Und die anderen sollen doch bitte damit  aufhören, ihren Gegenparts  zu erklären, warum ihr „Viech“ ja aber auch so ganz objektiv und tausend mal bewiesen leider leider schon allein wegen der Kinder auf keinen Fall als geliebtes Haustier in Frage kommt.

Lass sie doch, es gibt Lerchen und Eulen, kann man überall nachlesen, es gibt Dusch- und Bademenschen, Schwimm- und Saunafreaks, Bier- oder Weintrinker,  Strand- oder Berggenießer.

Wie sagt man in Köln: Jeder Jeck ist anders – auch bei Miez und Bello.

Der Filterkaffee kommt wieder

Kaffee trinken kann Genuss sein

Einen Kaffee, bitte!

Moment! So einfach ist das nicht! Was soll´s denn sein? Ein Filterkaffee? Ein Latte? Ein Espresso?  Ristretto? Lungo? C. con panna? Am liebsten ein Capuccino-Barista-Aroma-Kunstwerk?

Ursprünglich gab es nur eine zuverlässige Ausprägung des Kaffees: „Draußen nur Kännchen!“  Da wusste man, woran man ist: Preis und Menge kalkulierbar, der Inhalt war immer derselbe: Ein wechselnd guter Filterkaffee.

Filterkaffee ist gesellig

Auch zu Hause gab es den: Ich bin in einem kaffeegeprägten-Haushalt groß geworden. Wer auch immer die Küche betrat – der Bruder, die Mutter, die Schulkameradinnen in der Freistunde, die Nachbarin zum Schwätzchen, eigentlich Besucher aller Art, man selbst zu verschiedenen Tageszeiten (eigentlich bis zur Tagesschau) – immer gab es den frisch aufgebrühten Kaffee, von Hand mit Filter, später mit der röchelnden Maschine zubereitet. Getrunken wurde schwarz, mit Zucker, mit Kondensmilch, mit beidem. Nie mit aufgeschäumter „langer“ Milch, auch nicht als Mokka komprimiert, Süßstoff gab´s noch nicht, Sahne höchstens am Sonntag.  hier weiterlesen

Der Beginn – Blog 55plus

Warum eigentlich nicht einen Blog mit Gedanken eines Menschen, der im Internet mit seinen Altersgenossen wahrscheinlich nicht in der Überzahl ist. Jemand, der sich heute andere Gedanken macht als mit 30, 40, 45.

Mir ist nicht jeder Trend erwähnenswert, manchmal bestaune ich diese auch. Heute fallen mir andere Dinge auf als noch vor Jahren, ich beobachte eine Verschiebung meiner Interessen. Auch im Beruf setze ich die Schwerpunkte anders als mit 45. Nach vielen Projekten möchte ich nun ein Projekt in eigener Sache starten, dann hab auch ich was „eigenes“.

Das ist die Idee dieses Blogs: Ein Blog einer Frau > 55 für Leser > 55: Leuten, denen man nicht erklären muss, was ein Kosakenzipfel ist, die sich auch sorgen, dass die Rezepte der Mütter in Vergessenheit geraten, die nur noch den Münsteraner Tatort schauen, weil sie einfach keine Lust mehr auf den neusten Sozial-Problem-Dunkel-Tatort haben, die auch nicht (mehr?) die bluttriefendsten Krimis möchten, weil sie dann nicht mehr schlafen können, für die Gluten eher Bestandteile des Feuers denn des Teufels sind und aber auch Leute, die bitte nicht missioniert werden wollen, worin auch immer.

An dieses Werk will ich mich machen:
Und jetzt einfach als absoluter Neuling in Blog und Website anfangen und schauen, was dabei heraus kommt. Schritt für Schritt. Heute, Mitte Februar 2015 ist der Tag der Registrierung, das Weitere folgt. Ich freue mich, wenn ich interessierte Leser finde.

Und mir ist schon bewusst, dass ich dazu Inhalte liefern muss…. also, ich fang dann mal an.

Federn lassen und dennoch fliegen…

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