Kabeljau-Loin mit Kartoffelpfanne und Beurre blanc

Herbstliches Abendessen für 2 Personen

Wie sagt man in Köln?

„Für de Woch´….“, also „Für die Woche“, was so viel heißt wie: „Naa ja, in der Woche geht´s und man kann es einem mal so nebenbei ohne viel Mühe vorsetzen, aber am Wochenende oder an Feiertagen ist es nicht fein genug. Ph.“ Man hat diesen Spruch in unserer Familie schon nach einem 5 Gänge-Menü mit edelsten Zutaten gehört, und alle haben sich ob dieses „feinsinnigen“ Witzes schräg gelacht.

Auch heute kann ich dieses „Für de Woch…“ nur ironisch von mir geben, denn – wow – das war überraschend einfach und wie erhofft genial lecker.

Das Rezept gibt es heute in knackiger Kurzform und ist – wie immer – wandelbar. Ich habe mich leiten lassen von dem, was überwiegend im Haus war oder von dem, was es auch mal günstig zu kaufen gab.

So gab es an der genialen Fischtheke meines Vertrauens Kabeljau-Loin,  das ist das mittlere (lange) Stück vom filettierten Fisch, garantiert entgrätet und ohne Seitenlappen. Diese machen es ja bisweilen unmöglich, den Fisch gleichmäßig zu garen. Ich nehme an, die Zubereitung funktioniert ebenso mit einem anderen festen weißen Fisch. Also, das Abendessen wurde rund um diese Hauptkomponente gestaltet.

Kabeljau-Loin mit Salbei

Kabeljau-Loin

  • 1 Kabeljau-Loin mit Haut  (ca. 400 g)
  • 1 Zitrone (Bio oder geschrubbt), in Scheiben
  • Salbeiblätter
  • Olivenöl
  • Zitronensalz (oder eben Meersalz)
  • etwas gemahlenen Pfeffer

Kabeljau-Lion auf der Haut in die geölte Backofenschale legen, mit den übrigen Zutaten belegen, beträufeln und bestreuen – kühl stellen. Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Nach 15-20 Minuten Kartoffelgaren in der Pfanne den Fisch in den Backofen stellen. Ca. 10-15 Minuten terminieren.  hier geht es zu den Beilagen und zum Finale

Gratinierte Miesmuscheln als Vorspeise

Muschel-Resteessen

Von den rheinisch-französische Muscheln war noch eine gute Portion übrig, sie wurden im Kühlschrank sicher verwahrt.

Natürlich lassen sich die Muscheln auch frisch zu dieser netten Vorspeise wie in dem oben genannten Rezept zubereiten.

Zutaten und Zubereitung

Von den gegarten Miesmuscheln jeweils eine Schalenhälfte entfernen und sie auf ein Backblech drapieren. Ihr seht, hier und da war noch ein Möhrenscheibchen übrig und wurde in die kleinen Schalen gelegt. Mit ein wenig Gemüsesud beträufeln.

Vorbereitete Muschelhälften

Hier das Rezept weiterlesen

Rheinisch-französische Muscheln

Warum – Muscheln – jetzt?

Es wird kühler, es wird etwas regnerisch,  und wir merken, dass wir uns endlich in einem „Monat mit R“ befinden:

Na ja, angeblich ist diese Regel, derzufolge man Muscheln nur zwischen September und April genießen darf, veraltet, und es ist nicht mehr nötig, sich daran zu halten. Wegen der guten Kühlung besteht die Gefahr des schnellen Verderbens im Sommer nicht mehr. Das weitere Argument für einen „Monat mit R“ besagt, dass in den heißen Monaten in den nördlichen Gewässern eine Algenblüte von giftigen Algen entstehen kann, die die Muscheln beim „Wasserfiltern“ aufnehmen. Die Gefahr, sich beim Verzehr der Schalentiere zu vergiften, ist angeblich wegen der strengen Lebensmittelkontrollen inzwischen gebannt.

Mag alles sein, dennoch: Ich komme im Sommer nicht auf Idee, rheinische Muscheln genießen zu wollen – Kühlkette hin, Kontrolle her.  Bei uns gibt es frische Miesmuscheln aus den nördlichen Gewässern auch erst ab September zu kaufen, eigentlich erst genau jetzt, denn im Oktober beginnt die richtige, einzig wahre Muschel-Saison.

Also gab es gestern erstmals in der neuen Saison Muscheln rheinischer Art, und weil ich ein wenig Wein, Knoblauch und Sahne in den Sud gebe und statt Schwarzbrot ein paar Scheiben Baguette dazu reichte, nenne ich meine Kreation Rheinisch-französiche Muscheln.  Hier das Rezept weiterlesen

Fit in den Herbst

Die ersten Orangen schmecken wieder, die kommen uns gerade recht!

Miniaturfigur auf Orangenschale

10 Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören – Teil 3

Im vorherigen Teil ging es um die konkrete Vorbereitung des Rauchen-Aufhörens:

1. Willensbildung, 2. Krücke besorgen 3. Anfang vom Ende

Die folgenden Tipps, die mir beim Rauchen aufhören geholfen haben,  sind schnell erzählt, aber deshalb nicht weniger hilfreich.

4. Kein fremder Zwang

Der sorgsam aufgebaute Wille, nicht zu Rauchen, ist entscheidend, nicht äußerliche Zwänge. Also ist eines enorm wichtig, auch und gerade in den ersten Tagen, wenn der Verzicht auf seine Zigarette doch arg beutelt:

Nämlich durchaus rauchen zu können. hier alle Tipps 4-10!

Kondenzstreifen am Mond

Ich war nicht schnell genug, um meinen „richtigen“ Fotoapparat zu holen, aber mit meinem IPhone ist dieses seltene Lichtstreifenspiel auch sehr gut rausgekommen…..

Mond und Kondenzstreifen

 

10 Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören – Teil 2

Nachdem ich im 1. Teil ausführlich davon berichtet habe, was mich Jahre lang von der Raucherentwöhnung abgehalten hat (nämlich das Rauchen…), komme ich nun zu den ersten Tipps aus meiner Mini-Serie.

Tipp 1: Zuerst die Willensbildung, dann die Tat

Ja, natürlich gibt es den Einwand „Was sollen denn Tipps zum Rauchen abgewöhnen? Das ist doch alles nur Kopfsache oder eine Frage des Willens!“

Tja, nur leider verfügt nicht jeder angeborenerweise über das Rauchen-Aufhören-Gen, das den Willen, die kommenden Entbehrungen auf sich zu nehmen, gleich mit liefert. Oftmals will der Delinquent nicht wirklich aufhören, vielleicht auch aus Angst vor Frust oder vor der Niederlage, und eigentlich piefen die meisten ihr Zigarettchen gerne. Sowieso sind sie bestens über die schädlichen Wirkungen des Rauchens informiert, haben präparierte schwarze Raucherlungen betrachtet, Aufklärungsfilme gesehen – das ganze Programm. Doch das Schreckensszenario hatte eben nicht den gewünschten Effekt, nix Wollen. hier gibt es die Tipps 1-3

10 Tipps, um mit dem Rauchen aufzuhören – Teil 1

Das Leid des Rauchers

Wer kennt nicht den alten Raucherspruch: Mit dem Rauchen aufhören? Nichts leichter das, habe ich auch schon 10 mal gemacht!“

Ha,ha – jeder Raucher hat an solchen Witzen wirklich „Spaß“. Das Vorhaben, mit dem Rauchern aufzuhören, kann plötzlich so unerhört aussichtslos erscheinen, dass man es gleich ganz sein lässt und behauptet: „Ich will ja gar nicht aufhören, lasst mich alle in Ruh´.“

Mir ist es vor etlichen Jahren genau so ergangen, es sind schon mehr als 15 Jahre her. Als Raucherin – richtige, echte Raucherin mit ca. 40 Zigaretten pro Tag – war es wirklich ein Laster: Geraucht wurde schon die erste Zigarette morgens beim Föhnen, die nächste in den 20 Minuten Autofahrt zur Arbeit u.s.w. Für die Jugend undenkbar:  hier weiterlesen

Lang Lang – Musik ist meine Sprache

Heute gibt es einen Gastbeitrag der Autorin von Rabbits Talk, eines neuen aktuellen Blogs zu Themen rund um Kultur und Gesellschaft aus dem Blickwinkel der 50plus-Generation. Danke, dass ich hier diesen Beitrag der Vielleserin und Klassikliebhaberin in Teilen veröffentlichen darf.

Rabbit Cologne schreibt:

„Mit Autobiografien verbinde ich immer noch Bücher und Erinnerungen von ehemaligen Staatsmännern wie Willy Brandt, Helmut Schmidt, Carlo Schmid oder den Größen aus Schauspiel und Film.

Inzwischen schreiben bereits 30 jährige ihre erste Autobiografie. Okay, die sind vielleicht aus irgendwelchen Gründen “berühmt”. Aber interessiert mich das wirklich? Bisher hatte ich ein festes ” Nein” dazu. Und dann hat mich eine Autobiografie wirklich gepackt:

Musik ist meine Sprache von Lang Lang, dem chinesischen Starpianisten. Neben vielen lustigen Anekdoten aus seinem Leben gibt es doch eine Stelle, an der ich wirklich tief betroffen war (kann das Wort “betroffen” nicht wirklich mehr leiden, weil es inflationär benutzt wird, aber hier passt es einfach). Sein Vater wollte ihn zum Selbstmord zwingen, weil er eine Aufnahmeprüfung nicht geschafft hat….Dieses chinesisches Verständnis von Erfolg mit allen Mitteln ist unglaublich anschaulich, grausam und abschreckend beschrieben!

Insgesamt ist Lang Lang mit seiner Autobiografie auf jeden Fall eine lohnende Lektüre!“

Beeindruckend!  Ich habe das Buch selbst noch nicht gelesen, aber das folgt mit Sicherheit; das Buch wurde wohl 2008 veröffentlicht, da war er 26 Jahre alt! Noch Fragen?

Im Originalartikel findet Ihr von Rabbit Cologne weitere Betrachtungen zur 50plus-Generation. Schaut einmal dort vorbei.

 

Kindergeburtstag

Am Wochende stieß ich auf einen Eintrag der Glamourfamilie Geiss in Facebook.

Die Familie ist vielen bekannt als rheinische Millionärsfamilie, die in St. Tropez und Monaco ihr Dasein fristet.  Ihre Doku-Soap, die regelmäßig auf RTL zu sehen ist, finde ich schon auch irgendwie lustig: ER immer frech und vorlaut, SIE um Stil bemüht, aber dennoch immer noch kölsch. Ich schäm mich schon ein wenig, wenn es mir Vergnügen bereitet, eine Folge der Geissens zu konsumieren – im wahrsten Sinne des Wortes einfach unbezahlbar. Die beiden Töchter wachsen im protzigen Umfeld auf, und da werden natürlich die Kindergeburtstage anders gestaltet als beim Nachwuchs sonstiger Leute: Angeheuerte Supermänner, Feen, Gaukler, Hüpfburgen, Kostüme, riesige Torten, auf denen Comicfiguren thronen, und was man sich so vorstellen kann,  gibt es bei den Geburtsstagsparties der kleinen Geissens.

Hoppla, und schon erinnerte ich mich an meine Geburtstage und die Feiern der Freunde mit den damals einschlägigen gut-bürgerlichen Unterhaltungsprogrammen: hier weiterlesen

Wieder entdeckt – der Römertopf

Wie lange ist es eigentlich her, dass der Römertopf die Neuerung in der Küche war? 30 Jahre? 40 Jahre? Schon der Name sagt, dass mit dem Römertopf die Hinwendung zur mediterranen Küche eingeläutet wurde. Fettarme Küche, alles frische Zutaten, das Schmoren mit Gemüse für jeden machbar, im eigenen Saft, damit sich die Aromen entfalten, ohne Austrocknung des Fleisches und vor allem ohne Bindemittel, Sahnesoße u.ä.

Meine Mutter erstand also damals, seinerzeit, durchaus inzwischen ein paar Jahrzehnte her – ich wohnte jedenfalls noch zu Hause – einen solchen Tontopf. Wahrscheinlich empfohlen in irgendeinem Diätbuch. Ein kleines Kochbüchlein war gleich dabei, und es gab es eine zeitlang diverse wunderbare Gerichte aus dem Römertopf: hier weiterlesen

Erste Herbstboten gefunden

Ich will ja nicht unken, aber: Das Ende des Sommers ist nah….

Eicheln mit Miniaturopa

Aus der Rolle fallen…

… bringt Farbe ins Leben.

Miniaturfiguren auf Tesarollen

 

Der Hörtest!

Damals, da wurde das kindliche Gehör von den Eltern und sonstigen „Großen“ in Frage gestellt, wenn die gewollte Aktion auf einen mehr oder weniger deutlich vorgetragen Appell ausblieb: Hast Du was auf den Ohren? Oha, da mussten schon einige Vorab-Anfragen voran gegangen sein! Mach die Tür zu! Hol die Tassen aus dem Schrank! Jetzt nicht!  u.ä. erreichte nicht immer das Hörzentrums des kleinen Gehirns.

Damals war es ja eher verringerte Konzentration oder schlicht der fehlende Wille, das Gehörte umzusetzen. Heute frage ich mich manchmal allerdings, ob ich diese Frage heute mehr und mehr mit ja beantworten müsste – mal ehrlich?! hier weiterlesen

Dem Sommer hinterher…

….so lange er noch in Sichtweite ist.

Miniaturroller im Park
Am Kalscheurer Weiher in Köln

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Anne Gesthuysen – Wir sind doch Schwestern

Es ist mal wieder Zeit für eine Empfehlung für die Junggebliebenen. Dieses Mal ein gelungener Familienroman mit historischen Zügen.

Anne Gesthuysen ist mir (nicht persönlich, versteht sich) seit Jahren bekannt. Ich erlebe sie gerne als Moderatorin, zuletzt war sie lange Jahre im ARD-Morgenmagazin zu sehen:  erfrischend, offen und auch fröhlich – egal zu welcher Stunde.  Ich darf auch sagen, dass sie eine ordentliche Portion Intelligenz und Empathie für andere erkennen lässt. Und mit alle dem kommt – unter dem Strich – auch ihr Buch aus dem vergangenen Jahr daher: hier weiterlesen

Die beste Renovierung….

ist ein gutes Schläfchen am Mittag und ein tiefer Schlaf um Mitternacht.

Miniaturmaler arbeiten an Tasse mit Schlafwandkermotiv

 

Weitere Gedanken rund um den Schlaf findet Ihr hier

Medaillons vom Rehrücken im Schinkenmantel

Neulich beim Arbeiten in den Pilzen kündigte ich eine Erklärung dazu an, was es denn nun mit den Pfifferlingen so auf sich habe:

Wohlan: Es war ein Familienessen im kleinen Kreis, alle – wenn sie nicht gerade strengste Diät machen – am feinen Essen interessiert.

Rehrücken kommt bei mir eigentlich nur Weihnachten auf den Tisch, vielleicht noch im Herbst, allenfalls ein- bis zweimal im Jahr.  Ist ja auch kostbar, so ein Rücken, immerhin hat ein ganzes Tier für nur ein Teil sein Leben gelassen.

Rehgericht im Sommer? Eher nein. Es gibt es jetzt auch nicht zu kaufen, aber….. mein Tiefkühlfach beherbergte noch einen ganzen Rehrücken. Er war Weihnachten irgendwie nicht auf den Tisch gekommen. Und so war er jetzt dran…..

Bei dem klassischen Gericht mit Spätzle, Portwein-Wacholder-Sauce, Birnen und Preiselbeeren, Pfifferlingen und Rosenkohl rennt ja ein jeder gleich in den Keller und holt den Christbaumschmuck hervor. Also kramte ich rum auf der Suche nach einem Rezept, das das Reh auch sommertauglich machte. Den Rehrücken – ausgelöst und in Schinken gewickelt – zu grillen habe ich mich nicht getraut: Ob ich dem Grill wirklich eine gleichmäßige Temperatur beibringe? Woher kommt eine Sauce? Und es muss ja auch das Wetter mitspielen – was es dann aber nicht tat und mir so die Entscheidung „Reh auf Grill? Ja oder nein?“ abnahm. Gott sei Dank!

Und siehe da, vor 1-2 Jahre sah ich im Fernsehen bei den kochenden Land- oder Adelsfrauen eine interessante Folge. Das Rezept hatte ich tatsächlich aus dem Internet hochgeladen und verwahrt, und so wurde es nun „nachgekocht“…. hier ist es, allerdings in leicht abgewandelter Variante mit anschließender (Selbst-) Kritik. hier weiterlesen

Das Wichtigste am Spaziergang….

…ist die Pause…

Miniaturfiguren schauen in die Ferne
Am Kalscheurer Weiher im Kölner Grüngürtel

Federn lassen und dennoch fliegen…