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Garnelen-Dim-Sum aus dem Bambuskörbchen

Hier nun folgt das Rezept meiner Dim-Sum (kleine Nudelteigtaschen mit WanTanTeig), die ich nach meinem Kauf der Bambus-Dampfgarer gleich ausprobieren wollte. Und gedünstetes Gemüse wollte ich testen. Ob es überhaupt oder anders, aromatischer als im Krankenhaus schmeckt. Freund Google hatte mir ein paar Tipps zur Anwendung der Dampfgarkörbchen und einige Rezepte gezeigt. Meine Zubereitung ist eine Mischung aus allerlei Anregungen und wieder einmal variabel.

Dim Sum mit Garnelen und Gemüse

Alle Zutaten auf einen Blick (für 2 Personen)

  • 12 Wan-Tan-Blätter (dünne asiatische Teigblätter, TK)
  • 10 rohe Garnelen ohne Schale (TK – entdarmt und aufgetaut), benötigt werden aber eigentlich nur 6 Garnelen
  • 2-3 Stangen Zitronengras
  • 1 Möhre
  • 1 rote Paprika
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • ½ Stange Lauch
  • 1 kleiner Brokkoli
  • 3-4 Zweige Thai-Basilikum
  • ½ Zitrone
  • 1 kleine milde Knoblauchzehe
  • 2-3 Teelöffel schwarzer Sesam (nicht nötig, hat aber was)
  • Fischsoße
  • Sojasoße
  • Salz (wegen der Würzsoßen)
  • Sesamöl (hier Chili-Sesam-Öl, alternativ Chiliflocken)
  • Alle Gemüseverschnitte (manche sagen auch Abfälle) nicht wegwerfen, sondern in den Topf mit der Dämpfflüssigkeit!

Das erste Bambuskörbchen mit Gemüse

  • 1 kleiner Brokkoli
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • ¼ Stange Lauch
  • ½ rote Paprika
  • 2-3 Zweige Thai-Basilikum
Dampfgartopf mit Gemüseresten
Gemüsereste + Kräuter im Topf mit der Garflüssigkeit

Alle Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden. Die „Verschnitte„, also den Strunk vom Brokkoli, die Enden oder die äußeren Blätter der Zwiebeln, des Lauchs, in den Topf legen und mit Wasser bedecken. Die Körbchen mit Backpapier auslegen, dieses durchlöchern, damit der Dampf auch durchdringen kann…. s. hier! Die Gemüse in ein Körbchen legen, die Stiele mit Thaibasilikum auflegen.

Dämpfkorb mit Gemüse
Dämpfkorb mit Gemüse

Das zweite Körbchen mit Garnelen + Zitrone

Meine Zutaten waren ein wenig üppig bemessen, so waren noch aufgetaute Garnelen übrig. Die Zitrone in dünne Scheiben schneiden, in den 2. Bambuskorb (auf Backpapier!) legen,  die übrig gebliebenen Gambas in unversehrtem Zustand auf den Zitronenscheiben drapieren, Sesam darüber streuen. Ich hatte auch noch Paprikastreifen dazwischen gelegt.

Garnelen auf Zitronenbett
Garnelen auf Zitronenbett mit schwarzem Sesam bestreut

Die Dim Sum/ Teigtaschen

  • 12 Wan-Tan-Blätter
  • ½ Möhre
  • ½ rote Paprika
  • 1 Frühlingszwiebel
  • ¼ Stange Lauch
  • 1-2 Stangen Zitronengras
  • 6 rohe Garnelen ohne Schale (TK – enttarnt und aufgetaut)
  • eine kleine milde Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel schwarzer Sesam
  • Fischsoße
  • Sojasoße
  • wenig Salz (wegen der Würzsoßen)
  • wenig Sesamöl (hier Chili-Sesam-Öl, alternativ Chiliflocken)

Teigblätter und Garnelen auftauen (das braucht ca. 1 Stunde). 12 Blätter ablösen und auf wenig Mehl auslegen.

Alle Zutaten (geputzte Gemüse, das weiche Innere des Zitronengrases und die Garnelen) sehr, sehr klein würfeln. Mit den Soßen und etwas Salz und Öl würzen. Sesam darunter mischen.

Alles zutaten sind sehr klein geschnitten
Alles Zutaten sind sehr klein geschnitten

Die Dim Sum einzeln verarbeiten! Teigblatt an den Rändern mit einem Pinsel mit Wasser einstreichen, einen Teelöffel der Dim-Sum-Füllung in die Mitte geben, zum Dreieck umklappen, feste, feste an den Rändern andrücken. Auf die  vorbereiteten Gemüsebettchen (s.o.) setzen. Nächstes Dim-Sum vorbereiten u.s.w.

Die Würzsoße und Beilage

Sojasoße, Fischsoße, Chili-Sesam-Öl, schwarzer Sesam wird mit kleinem Schneebesen verrührt. Nach dem Garen 2-3 Esslöffel des Dampfsudes in die Mischung geben.

Alle verbliebenen weiteren Zutaten, vor allem die Mischung, die nicht mehr in die Wan-Tan-Taschen passte, bereit halten. Sie kommen später – in den letzten 3 Minuten – in die Pfanne.

Zubereitung der Dim Sum im Bambus-Dämpfer

Die Teigtaschen als letztes herstellen, auf das Gemüse- bzw. Zitronen-Garnelen-Bett setzen, beide Körbe aufeinander stapeln: Gemüsekorb unten, darüber der Garnelen-Zitronen-Korb, Deckel drauf.

Topf mit den Gemüseverschnitten, 1 weitere Zitronengrasstange, 1-2 Zweigen Thaibasilukum und Wasser max. zur Hälfte füllen, 2-3 Esslöffel Fisch- und Sojasoße in das Wasser geben.

Die Dampfkörbchen auf den Topf setzen, am besten so, dass die Ränder abschließen (s. auch meine Tipps zur Anwendung der Bambus-Dampfgarer) voll erhitzen. Wenn das Wasser kocht, auf mittlere Hitze zurück schalten und insgesamt

8  Minuten

dämpfen.

Nach

5 Minuten

die übriggebliebene Garnelenfüllung in der Pfanne brutzeln, mit Wein (Sake?) ablöschen.

Am Schluss in die Würzmischung ein wenig vom Sud geben.

Anrichten

Die Dim Sum im Körbchen servieren. Es sieht nicht nur klasse aus, es ist es auch!

Die 8 Minuten reichen tatsächlich, ich dachte, mein Gemüse wäre roh – es war perfekt!

Ich befürchtete, es schmeckt nach nix – es war perfekt!

Gut, eine Soße muss sein, die beschriebene Würzsoße hat es wunderbar abgerundet. Also den ein oder anderen Esslöffel je nach Geschmack auf dem Teller verteilen. Die in  der Pfanne gebratene Dim-Sum-Restemischung reichert den Teller bunt an. Bei Bedarf salzen mit wenig Fleur de Sel.

Ess-Stäbchen? Ich hab sie mal zur Deko aufgenommen, doch – ich lern es nie! Die Finger wollen nicht so mitmachen. Lasst es Euch gesagt sein, diese Dim Sum schmecken auch vorzüglich mit europäischem Esswerkzeug! Voilà!

Dim Sum mit Garnelen
Dim Sum mit Garnelen und Brokkoli-Paprikagemüse

 

Ein neuer Bambus-Dampfgarer in meiner Küche

Warum ein Dampfgarer aus Bambus?

Es gibt reichlich Begriffe, die das einfache Teil aus der asiatischen Küche benennen:

Steam-Basket, Bambus-Dämpf-Korb, Bambusdämpfer. Ich hatte schon seit einiger Zeit dieses Teil im Sinn, wollte es gerne einmal ausprobieren. Das viel gepriesene Dampfgaren im Edelstahltopf oder im teuren elektronischen Dampfgar-Zubehör wollte mir nicht gefallen, es ist so steril; die Dämpfkost erinnert mich ohnehin an Großküche oder schlimmer an Krankenhaus. Also stehe ich dem Dämpfen von Lebensmitteln eher kritisch gegenüber. Erfahrungswerte aus alten Zeiten halt…. sicher überholt, aber tief in mir verankert….

Doch das kleine asiatische Teil gefällt mir einfach auch optisch besser, und irgendwie traue ich den Chinesen und ihren Nachbarn zu, dass sie über Dampf geschmacklich reizvollere Mahlzeiten zustande bringen als der durchschnittliche Mitteleuropäer.  Also schlich ich in Gedanken seit Wochen um die kleinen Bambuskörbchen herum.

Dampfgaren ist schonend und fettarm

Ausschlaggebend für den Kauf eines Bambus-Dampfgarers war letztlich ein Kurzurlaub im Schwabenland. Schwaben? Bambus? Jou, denn diese wenigen Tage in der „Ferne“ hielten mich in Folge ihrer opulenten Mahlzeiten der schwäbischen Küche dazu an, mich mal wieder um fett- und kohlehydratarme Kost zu kümmern (Ja, richtig, ich hatte bei den Schwaben in kürzester Zeit einige Gramm zugelegt…). Also enterte ich gleich am Montag einen großen asiatischen Supermarkt im Westen Kölns. Es gibt ihn wohl schon einige Jahre, doch ich betrat Neuland.

Wow – die haben wirklich alles, was man sich so unter „asiatisch“ vorstellt. Ich gondelte durch die Gänge, nahm eine Vielzahl von Gerüchen auf (je nachdem, ob ich mich in der Ecke der verschiedenen Tees oder der getrockneten Pilze, Pflanzen oder was-weiß-ich befand), suchte die Bambuskörbchen und fand Regale voller Woks, Reiskocher, Lämpchen, Nüsse, Soßen, Dosen – gängeweise gibt es auf der einen Seite Weizen- und Eiernudeln, die von mir gesuchten Glasnudeln fand ich bei der dritten Umrundung auf der gegenüberliegenden Seite – alles da! Kühlschränke voll mit allem, was einem das gemeine chinesische Kochbuch empfiehlt – Wasserkastanien, allerlei Sprossen, Thaibasilikum – und welche Teile da sorgfältig tiefgefroren waren, konnte ich nur in kleinen Ansätzen zuordnen.

Meine Bambusdampfgarer wurden mir quasi persönlich vom freundlichen Inhaber gezeigt. Sie befanden sich in der Bambusecke neben den kreisrunden Sonnenhüten der Reispflücker – mehrere Größen, für Minimahlzeiten bis Familienessen geeignet. Ich entschied mich für zwei Körbchen in mittlerer (eher kleinerer Größe) mit einem Deckel. Eigentlich überflüssig zu sagen, dass diese selbstverständlich sehr günstig waren im Vergleich zu einem technisch ausgefeilten Dampfgarer.

Zweistöckiger Dampfkorb passgenau auf einem Topf positioniert
Zweistöckiger Dampfkorb passgenau auf einem Topf positioniert

Gebrauchsanweisung für den Bambus-Dämpfer

Eine klassische Gebrauchsanweisung lag natürlich in meinem Supermarkt nicht bei. Aber, ich wurde fündig: Diverse Ratgeber im weiten Netz empfehlen, die Körbchen mit Backpapier, das dann in den Ritzen durchlöchert wird, auszulegen. Damit soll verhindert werden, dass der Bambus zu sehr verschmutzt oder gar nach dem Gegarten riecht (gerade bei Fisch kann das vielleicht unangenehm werden). Das hab ich brav befolgt, hat gut funktioniert. Säubern mit Wasser und einem Schwämmchen kein Problem, danach zum Trocknen auf den Balkon. Passt (auch in der Nachbetrachtung).

Die Körbchen werden auf einem Topf platziert, in dem die Dämpfflüssigkeit zum Kochen gebracht wird (wir wollen es mal nicht einfach Wasser nennen – man wird sehen, warum!). In meiner Küche fand sich ein passender Topf, die Bambusränder sitzen ordentlich auf dem Topfrand auf. Es geht aber wohl auch, das Körbchen direkt in das später sprudelnde Wasser zu setzen (z.B. im Wok), allerdings so, dass das Bambusgitter und somit die Zutaten nicht im Wasser schwimmen. Ich fand die Korb-auf-Topf-Empfehlung für mich als Anfängerin sehr praktikabel. Auch hier wird man  sehen, warum!

Zum Servieren können die Bambus-Körbchen gut auf den Tisch gestellt werden, asiatisches Flair wird gleich mitgeliefert.

Ein asiatisches Gericht im Vordergrund, Bambus-Dampfkorb auf dem Tisch
Asiatisches Flair durch Bambus-Dampfkorb auf dem Tisch

Womit ich meine neue Errungenschaft in Szene setzte, gibt es als nächstes zu lesen. Hier geht’s zu meinem ersten Versuch

Gambas mit Estragonsauce und Bruschetta

Resteessen vom Sommerfest

Am Wochenende hatten wir eine Menge Freunde zum Sommerfest zu Gast, es gab das ein und andere zu feiern und infolgedessen zu Essen und zu Trinken:  Klassisch Würstchen vom Grill, für die Vegetarier Lachs und Gambas aus dem Ofen, ein paar Soßen dazu und jede Menge Brötchen (für die Südländer: Semmel), und noch dies und das.

Einiges blieb übrig, wie z.B. massenhaft Brötchen und Laugenbrezeln. Von den Gambas konnte ich am Festabend gar nichts probieren, sie waren ja den eingeschränkt Essenden vorbehalten, aber ich hatte ein paar TK-Gambas behalten, die anstatt in den Ofen in den tief-kühlen Schrank zurück wanderten.

Heute wollte ich das letzte Mal altbackenes Brot essen, reicht nach 3 Tagen…. So entstand zunächst die Beilage von altem Brot:

Bruschetta mit Kräuteröl und Chimichurri

Pro Person ein altbackenes Brötchen aufschneiden und mit Kräuteröl bestreichen. Das Olivenöl war vor 2 Wochen mit diversen Kräutern zum Marinieren von Feta angesetzt worden:  Eine Portion mit Salbei,  frischem Thymian, Knoblauch, Pfefferkörnern, Meersalz, die andere Portion mit Rosmarin, Chilischoten, Meersalz. Aber eigentlich schmeckt auch jede andere Variante mit frischen Kräutern. Der in Würfel geschnittene Käse war 1 Woche in Öl eingelegt. Na ja, mit dem übrig gebliebenen Öl (Feta wurde beim Sommerfest verputzt) kann man gut die aufgeschnittenen Brötchenhälften bestreichen.

Sodann unter den Grill des Backofens legen, mir wären sie fast verbrannt, das Bräunen geht also schnell.

Die Tomatenmischung (entkernte und gewürfelte Tomaten verschiedener Farbe) habe ich mit meinem selbst gebastelten Chimichurri (einer scharfen südamerikanischen Kräutersoße) pikant gewürzt:

Das Chimichurri wurde ebenfalls 1 Woche vor dem Fest angesetzt. Das muss es nach Rezept aus dem Internet auch, damit die Soße ihre volle Würze entfaltet. Dazu wurden Chilischoten, Knoblauchzehen, jede Menge Kräuter wie Petersilie, Salbei, Thymian, Estragon, eine rote Zwiebel, Olivenöl, reichlich Rotweinessig, Meersalz, Pfeffer in der Küchenmaschine püriert. Mit Sojasoße und Salz abschmecken, mir war es zu viel Essig, habe dann mit ein wenig Hühnerbrühe verlängert. Es entsteht eine ordentliche Kräutermischung, die – abgefüllt in Weckgläser und mit Olivenöl bedeckt – im Kühlschrank reifen dürfte. Besonders lecker ist das Chimichurri zu gegrilltem Rindfleisch oder eben auch zu altbackenem Brot. Ich hatte wohl etwas mildere Chileschoten erwischt, denn sooo scharf wie neulich vom Argentinier war mein Chimichurri nicht.

Gambas mit Zitronengras und Estragonsoße

Die Gambas (TK-Ware ohne Schale) auftauen lassen, mit geschältem und in Stücke geschnittenem Zitronengras und einigen Zitronenscheiben, Fleur de Sel und Olivenöl in eine Backofenschale legen. Ca. 15 Minuten bei 180° Umluft in den Backofen geben, wenn sie noch nicht richtig aufgetaut sind, wenige Minuten länger.

Die Estragonsoße passt sehr gut zu Fisch. Sie ist ganz flott zubereitet:

Joghurt, Crème fraîche verrühren, einen Schuss Olivenöl und ein paar Spritzer Zitrone, Salz, wenig Pfeffer und die fein geschnittenen Blättchen von einem Bund frischen Estragon hineingeben. Den Estragonjoghurt mindestens eine Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Jetzt, nach 3 Tagen, schmeckt sie umso besser.

Dies war ein nettes kleines Abendessen, ich könnte es mir aber auch nur als Vorspeise vorstellen – voilà!

Gambas, Estragonsoße, Bruschetta
Reste vereint zum letzten Abendmahl

 

Und es sind immer noch Brötchen und Laugenbrezel über. Ein Teil der weißen Brötchen und der Brezeln ist gewürfelt,  damit sie nun ganz austrocknen. Damit werde ich mich im Herbst/ Winter einmal an Serviettenknödeln (oder Semmelnknödeln, Semmelknödel, Semmelnknödel, ach ja, Karl Valentin lässt grüßen) versuchen – auch noch nie gemacht. Gerne nehme ich im Vorfeld Tipps zum Gelingen entgegen. Die Vorarbeit ist gemacht:

Gewürfelte Laugenbrezel und weiße Brötchen (Semmeln)
Gewürfelte Laugenbrezel und weiße Brötchen (Semmeln)

 

Die weiteren Brotreste werden einem mir nicht näher bekannten Pferd gespendet, heute hat sich eine Abnehmerin gefunden.

Der Mond ist aufgegangen …. sing…..

Wunderbar…..

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Voller Mond, klare Nacht im Rheinland
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Vollmond in der Dämmerung

Und sie werden doch noch rot!

Nein, nicht die Wangen, die Tomaten werden rot, wer hätte das bei so viel Regen für möglich gehalten.

Morgen gibt es ein kleines Erntedankfest mit den ersten roten Gesellen. Die anderen lassen noch auf sich warten….

Grüne Tomaten
Grüne Tomaten

 

Ein Update: 3 Tage später wurde die ersten reifen Tomätchen verspeist…. knapp bemessen, doch in der Sonne gereift. Die anderen haben noch etwas Zeit.

Cocktailtomaten vom Balkon
Cocktailtomaten vom Balkon

 

Adliger Schweinerücken mit zweierlei Kartoffelsalat

Duke of Berkshire – ein adliges Schweinchen

Ich weiß gar nicht genau, wie es kam. Ich hatte plötzlich so richtig Appetit auf etwas Volkstümliches auf dem Teller. Ob es an der fußballverrückten Zeit liegt, oder daran, dass unser Sommer bisher die einfachen Grillgerichte nur dann und wann zu lässt – wer weiß das schon?

Jedenfalls zeigte mir ein besonderes Natur-Schweinchen seinen Rücken, fein pariert und mit Fettsattel ausgestattet, und säuselte: „Nimm´mich mit!“

Und so war es um mich geschehen: Ich packte also den Duke of Berkshire in den Wagen.

Die Zubereitung des Schweinerückens

Den Fettsattel des Schweinerückens rautenförmig einschneiden, rundum mit einer Kräutermischung einreiben. Hierzu nahm ich etwas Salbei, Rosmarin, Thymian, Majoran, frischen Knoblauch und Meersalz.

Dann ab in den Backofen, in eine Bratform mit dem Fettsattel nach oben legen und bei 180° Umluft brutzeln lassen. Mein ca. 1 kg schweres Teil benötigte ca. 50 Minuten, bis das Fleisch zart rosa, aber auch durchgebraten war.

Man kann natürlich die letzten 10 Minuten den Backofen höher schalten oder den Grill hinzu nehmen, dann wird die Kruste noch knuspriger.

Gebratenener Schweinerücken aufgeschnitten
Duke of Berkshire, ein Schweinerücken mit Kruste

 

Zweierlei Kartoffelsalat

Volkstümlich sollte es sein, und geeignet zur Vorbereitung auf den Fußballabend, der gestern bekanntlich alle elektrisierte. Also gab es Kartoffelsalat, und da ich mich nicht entscheiden konnte bzw. da die Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, gab es zwei der beliebtesten Varianten: Einmal rheinisch mit Mayonnaise (natürlich selbst gemacht), einmal schwäbisch mit Brühe (diesmal nicht selbst gemacht).

Die Vorbereitung

Schon morgens kleine neue, festkochende Kartoffeln in reichlich Salz-Wasser garen (natürlich mit Schale). In kaltem Wasser aufsetzen und – sobald das Wasser kocht -etwas herunterschalten und 25 Minuten weiter köcheln.

Abgießen, die Kartoffel sofort (wenn es noch weh tut, wenn sie also noch heiß sind) schälen, in eine Schüssel legen, mit einem Tuch zum Ausdampfen abdecken. Die Kartoffel bleiben so später einigermaßen in Form und lassen sich in feine Scheibchen schneiden.

Der schwäbische Kartoffelsalat

Bunter schwäbischer Kartoffelsalat
Bunter schwäbischer Kartoffelsalat

Etwa eine Stunde vor der Mahlzeit etwas Brühe kochen (ich nahm gekörnte Bio-Brühe), noch nachsalzen, einen milden Kräuteressig hinein rühren, pfeffern. Dann die abgekühlten Kartoffeln in Scheiben schneiden und in die noch warme Brühe geben. Die Scheiben dürfen ruhig vom Sud bedeckt sein. Ein wenig einziehen lassen und

  • ½ Salatgurke (geschält und gehobelt)
  • einige Radieschen (gehobelt)
  • ein Frühlingszwiebel (in Ringe geschnitten)
  • Schnittlauch

unter die Kartoffeln heben. Kurz vor dem Servieren noch einmal abschmecken, ich musste noch ordentlich nachsalzen.

Der rheinische Kartoffelsalat

Rheinischer Kartoffelsalat mit selbst gemachter Mayonnaise
Rheinischer Kartoffelsalat mit selbst gemachter Mayonnaise

Der rheinische Kartoffelsalat wird mit Mayonnaise hergestellt, und die Mayonnaise muss natürlich! selbst angerührt sein. Also, ein Kartoffelsalat mit Mayonnaise aus dem Glas oder der Tube oder sonstwie geht im Rheinland gar nicht! Gut, auf das Kalorienzählen sollte man in jedem Fall verzichten, aber nun gut, eine Fußball-EM oder vergleichbarer Events gibt es ja nicht täglich – also, was soll´s?

In Zeiten der Stabmixer ist das auch wirklich einfach geworden, die Mayonnaise anzurühren. Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben:

  • 2 frische Eigelb
  • ½ Teelöffel mittelscharfen Senf
  • Salz

Diese Zutaten mit dem Stabmixer verrühren, anschließend jeweils einen kleinen Strahl

  • neutrales Öl (hier Erdnussöl)

in den Mixbehälter geben und jeweils ordentlich durchixen. So lange Öl hierzu geben, bis eine festere Masse entsteht – nachsalzen?

Mayonnaise in die Schüssel geben und ein wenig milden Kräuteressig zu geben, pfeffern, wieder verrühren. Die Mayonnaise sollte ein wenig flüssiger werden, damit sie sich besser mit den Kartoffelscheiben vermengen lässt. Man kann auch mit einem Schuss süße Sahne nachhelfen.

Dann wie bei der schwäbischen Art die Kartoffelscheiben und die weiteren, oben beschriebenen Zutaten (also Salatgurke, Radieschen, wenig milde Zwiebel, Schnittlauch) in den Salat geben. Man kann auch noch Einmachgurken verwenden, ich mag es lieber mit frischer Gurke.

Auch hier unbedingt vor dem Servieren abschmecken, Salz wird bestimmt fehlen, vielleicht auch noch ein bisschen Kräuteressig.

Das Finale

Beide Kartoffelsalate schmecken wunderbar zu einem deftigen Fleisch, also natürlich auch zum Grillfleisch. Ja, und das Naturschwein schmeckt schon anders als ein Schweinchen aus der Blitz-Mast, saftig, aromatisch – adlig eben……

Rücken vom Duke of Berkshire-Schwein mit zweierlei Kartoffelsalat
Rücken vom Duke of Berkshire-Schwein mit zweierlei Kartoffelsalat

Na, ich sag mal, das Halbfinale kann kommen – guten Appetit!

 

Wehe, da lacht einer!

Meine Pläne für morgen

sonnenbadende Figuren, im Hintergrund die Wettervorhersage
Sonnenbaden im Juni 2016

Liebster Award – 2 –

Vor einigen Wochen wurde ich das erste Mal mit der Nominierung zu einem Liebsten Award überrascht. Am Wochenende dürfte ich mich ein weiteres Mal freuen:

Christian von Küchenereignisse hat mich nominiert. Erstmal vielen, vielen Dank, lieber Christian! Es freut mich riesig, wenn ein solch ambitionierter Foodblogger auf meinen Blog hinweist und ihn lobt, obwohl ich nicht ausschließlich in „Food“ unterwegs bin. hier weiterlesen

Ein neues Fahrgefühl – das E-Bike

Das macht vielleicht Spaß!

Vorbei die Zeiten, in denen es mir vor Gegenwind und Steigungen graute!

Vorbei die Zeiten, in denen ich derrangiert mit dem Fahrrad auf der Arbeit ankam (und es deshalb gleich ganz gelassen habe).

Vorbei die Zeiten, da ich an der Ampel erst wieder mühselig in Tritt kommen musste.

Jetzt komm‘ ich mit meinem E-Bike

Genauer gesagt, ist es wohl ein Pedelec, weil es nur bis 25 km/h unterstützt. Nun bin in den letzten Wochen schon fünf mal (in Zahlen 5)  mit meiner neuen Errungenschaft zu meiner Arbeitsstelle gefahren, auf die Anzahl bin ich nicht im gesamten vergangenen Jahr gekommen.  Alle genannten Unbilden können mir nichts mehr anhaben, ich kann mir den Grad meiner Anstrengung selbst aussuchen. Das Rad zieht aber auch herrlich mit. Und es ist kein Mofa, es verstärkt halt je nach Motorstufe jeden Pedaltritt um das 0,7 bis 3,5 fache.

Schwupps, einmal auf Pedal getreten, und los geht´s in Endgeschwindigkeit.

Es mag ein Alte-Leute-Image haben, aber ich sag Euch, es fährt sich wie durch ein nimmer endendes Blumenmeer. Herrlich!

Trauminseln – Relaxen im Mythos 4

Man wird abgeklärt, ich drohte es im ersten Artikel dieser Mini-Serie schon an, doch wenn ich an zwei Thailand-Urlaube denke, wird es doch wieder verklärt.

Koh Samui

Diese thailändische Insel ist ja eher etwas wie Asien für Anfänger, also schon auch für unerfahrene Asienurlauber – also quasi für Menschen wie mich – wie gemacht: Alles etwas kleiner, ruhiger, angeblich weniger anfällig für kriminelle Taten als die quirligsten Touristenorte in Thailand, eine freundliche Grundstimmung am Strand und auf der Straße.

Thailändische Grundstimmung

Und freundlich sind sie zu ihren Touristen, die Thailänder – ob Frauen oder Männer, zuvorkommend, nett, achtsam und auch fröhlich. Das mag alles mit dem Buddhismus oder der asiatischen Grundeinstellung, andere Menschen nicht mit den eigenen – negativen – Emotionen zu behelligen, zu tun haben. Es mag als Gesichtsverlust gelten, wenn der Ärger doch rausrutscht, wie auch immer, die Atmosphäre ist friedlich-freundlich-entspannend-Thai – auch wenn sich gerade die Gelb- und die Rothemden in Bangkok bekämpfen.

Koh SAmui Blick am Morgen auf den Strand mit wenigen Liegen
Koh Samui Bophut am Morgen

Am (ruhigeren) Strand vor dem Hotel die netten Jungens, die einem erst einmal die Handtücher auf den Teakliegen zurecht legen (2? okay, 2) und die beim Wandern der Sonne herbei eilen, um den Sonnenschirm wieder in Position zu bugsieren, hier und da etwas Obst brachten (als Hotelservice, versteht sich) und natürlich auch Getränke servierten. Immer da und immer nett.

Strandverkäufer und Eismann

Und auf Koh Samui waren sie, die Strandverkäufer. Für die Neuankömmlinge zunächst lästig, doch nach ein paar Tagen einfach nur nett:

Den Damen mit den Pareos und Strandhemdchen kauften wir am 2. Tag erstmal einige Teile ab, dann dem Schmuckmann ein paar Perlen, ein paar Kettchen. Und schon wurden wir fortan von allen freundlich gegrüßt, aber nicht mehr behelligt – auch von denen, bei denen wir nichts erstanden hatten.

Straßenverkäufer mit Auswahl an bunten Ketten und Perlen
Strandverkäufer auf Koh Samui
Strandverkäufer zwischen Liegestühlen auf Koh Samui
Den ganzen Tag im heißen Sand

Der Eismann: Nein, ich esse doch kein Eis aus der Kühltasche eines Mannes, der den ganzen Tag am Strand lang läuft und Eis verkauft! Kühlkette? Bakterien, Salmonellen – o nein! Doch er war eine Wucht, kaum öffnete ich die Augen unter meinem Schirmmützchen, kam er an unseren Liegen vorbei und stellte mit einem breiten Grinsen seine Eistafel wie ein Nummerngirl zur Schau. Hin und her. Brüller – und fortan war ich täglich Kundin (hat mir übrigens nicht geschadet). Auch die frischen Frühlingsrollen, die es als Mittagssnack beim Gegenstück zum Eismann gab, waren äußerst bekömmlich.

Strandverkäufer auf Koh Saums mit Obst
schwer zu tragen im heißen Sand….

Ich meine, die laufen den ganzen Tag in der Hitze über den heißen Sand und müssen ihre Familien ernähren, es sind ja keine importierten Strandläufer, sondern dort Ansässige. Also dann sollen sie auch ihr Geld verdienen….und wenn sie dann noch überaus freundlich gesonnen sind, umso lieber.

Oh, wie schön!

War auf den Seychellen die Gartenanlage sehr gepflegt, so setzen sie hier noch einen drauf: Zu den tropischen Blumen und Orchideen, die hier ohnehin wuchsen, fanden wir jeden Tag auf unseren Betten einige Blüten. Oder es waren Blütenkelche in die steinernen Hände der Tierfiguren im Garten gelegt – immer frisch und schön.

Steingut mit frischer Orchidee
immer eine frische Blume
Steinfgur im Hotelgarten
Immer eine frische Orchidee

Überhaupt, das asiatische Flair, das sie schaffen, sooo ein Bad mit Bambus und Kiesel habe ich nicht zu Hause, sooo ein Restaurant im Sand mit vielen Laternen am Abend schon gar nicht, sooo ein Frühstück mit 1.000 Kleinigkeiten und tropischen Früchten aller Art gibt es bei mir höchstens zum Osterbrunch, ständig bekommt man ein kühles oder heißes Läppchen zur Erfrischung gereicht, im Restaurant, an der Rezeption, im Flieger – das gibt es bei mir zu Hause auch nicht. Hier war es immer wieder, das I-Tüpfelchen, das sie drauf setzten.

Tische und Schirme am Strand zum abendlichen Barbecue
Vorbereitungen am Strand
Thaicurry mit Gemüse in asiatischen Schalen
Für´s Auge und den Magen ein Genuss
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Eine reiche Frühstücksauswahl mit Obst
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Üppige Pflanzen im Hotel

Schnorcheln

Und im Übrigen hatte ich hier immer eine helfende Hand, wenn ich mich nach dem Schnorcheln wieder in das Boot wuchten wollte (das konnte ich von den Seychellen auf 3 Bootstouren nicht behaupten). Na ja, das Schnorcheln:

Das war auf Koh Samui ebenfalls beeindruckend, bunt, viele Fischarten habe ich von den Malediven wieder entdeckt. Allerdings waren die Schnorchelspots für uns nur mit Bootstour erreichbar. Bei diesen würde ich heute beim Anbieter mehr auf die Höchstzahl an Teilnehmenden achten, denn: Beim ersten Mal hatten wir viele bis sehr viele Schnorchelfans, die vor allem japanisch-beherzt vom Boot sprangen und nicht selten den Korallen auf dem Kopf rumtanzten.  „Don’t walk on the corals!“ , ein geflügeltes, aber wenig beachtetes Wort auf belebten thailändischen Schnorcheltouren. Das schmerzt dann schon ein wenig. Ich weiß auch nicht, ob die Korallenvielfalt hier wie auf den Seychellen in diesem Jahr 2016 ebenfalls an der Korallenbleiche zu leiden hatte – jedenfalls tat das ungeschickte Rempeln mit den Flossen oder Abstützen den empfindlichen Meeresbewohner nicht gut.

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Ein berühmter und belebter Hotspot  – Nangyan Island
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Da muss ich nicht wieder hin…. Tauchschüler überall
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und am Rande ein Idyll

Dass es auch anders geht, habe ich 2 Jahre später bei einem Aufenthalt in Khao Lak (ebenfalls Thailand) erlebt; dort hatten wir eine exquisite Tour mit einer Hotel-Yacht gebucht, nur ein junges englisches Pärchen und wir – umsorgt von ca. 6 Bootsmännern und einer Begleitung, mit Champagner, kalter Fischplatte, richtig einsame Inseln, Kissen hier, Schatten dort. Mehr geht nicht!

Es war so vieles so schön, nett, freundlich, auf der nach oben geschlossenen Da-will-ich-wieder-hin-Skala erhält Koh Samui von mir

10 Punkte!

Das wird definitiv die nächste Fernreise, auch wenn ich da schon mal war…. dann geht es aber auch nach Bangkok, denn ich bin ja schließlich kein Asienanfänger mehr.

Sand in die Augen! 

Den muss ich doch noch streuen, nachdem ich gelesen habe, was für ein Ballermann-Feeling an den größten Stränden Thailands zu finden ist. Deshalb Koh Samui, und dort natürlich nicht zum Chaweng-Strand: Dahin sind wir an einem Tag mit dem Taxi kutschiert, um den Nachmittag an dem bekannteren langen und breiten Strand zu verbringen. Nach 30 Minuten Schlendern und einer Cola sind wir wieder heim zum Bophut. In Khao Lak waren wir ebenfalls etwas in einem etwas abseits gelegenen Hotel, sind nur mit dem Shuttle, der selbstverständlich angeboten wurde, in den eigentlichen Ort. Also, abseits des Rummels ist es hier traumhaft. Ich hoffe sehr, dass sich dieses Wohlfühl-Thailand lange bewahrt oder dort, wo es verschüttet ist, wiederfindet!

Dialoge aus dem Alltag

Alltagsdialoge von heute

Heute hatte ich zwei Dialoge, die ich der Nachwelt erhalten möchte. Es gibt ja immer wieder Szenen, die man allzu schnell wieder vergisst. Oder die man am nächsten Tag nicht mehr zusammen bekommt. Dem muss begegnet werden.

Beides hat mich irgendwie amüsiert, oder – im 2. Fall – war ich fast schon bempüttert (= Kurzfassung von betroffen,  empört und erschüttert).

Im Schreibwarenladen:

Guten Tag, haben Sie weiße DinA5-Briefumschläge?

Ja, sicher.

Prima, dann hätte ich davon gerne 5, und das passende Porto 3x.

Sie nestelt die Briefumschläge aus der Schublade… Wieviel nochmal, 3?

Nein, 5…….. Pause….. Die Briefumschläge sehen so groß aus!?

Ja ja, ist ja DinA 4.

Nein, ich brauch‘ ja DinA 5! Haben Sie die auch?

Jaja. Ach ja, das haben Sie ja auch gesagt, ne?   Wieviel davon?

5! Und das Porto für 3 Umschläge!

Das Porto kostet aber genauso viel wie für DinA 4…..?

??????? Ich hab aber DinA 5 Karten…

Jaja, das sind so die Formate….. Wieviel Porto?

Oh Mein Gott! Das ist verbaler Slap Stick, isn’t it? Ich musste wirklich mehr als Grinsen….. Und auch ein wenig über Kundenorientierung hab ich nachgedacht……

Anders bei dem folgenden „Dialog“

Der Anruf

Mein Handy klingelt, ich eile durch die Wohnung, schaue auf das Display….. Unbekannte, andere Handynummer mit 0171 am Anfang… Anruf wird entgegengenommen.

Mein Name W…………

Pause 5  6  7 Sekunden lang, dann am anderen Ende eine weibliche Stimme, eingeordnet von mir zwischen 20 und 25:

Hää??!!

Meine Pause 5 Sekunden lang, dann ich

Wie? Häää?!

Äh, hab ich mich verwählt…..

Das geht ja, aber Häää?!!! Geht ja wohl gar nicht, tschööööö

Duck und  weg….. 

Werd ich alt, weil ich mich wirklich aufrege über so ein Verhalten am Telefon?! Geht’s noch? Da ist es ja schon fast höflicher, einfach aufzulegen, wenn man sich verwählt hat als ein Hääää?! ins Handy zu bolzen. Kommt das aus Facebook, aus der Anonymität, barsch, böse oder billig zu sein und dann einfach abzuhauen? Kann man mal sagen Entschuldigung…. Das haut doch keinen um, ist ja auch nicht schlimm, aber Häää?!

Aber wer bin ich, dies im Einzelfall weg erziehen zu wollen?

Fast schon bempeüttert, aber eher noch amüsiert verbleibe ich mit freundlichen Grüße Eure

Uschi

 

Trauminseln – Relaxen im Mythos 3

So, bevor die Sonnenbräune des letzten Urlaubs auf einer Trauminsel endgültig verblasst, gibt es den vorletzten Teil meiner ungeschönten Dream-Island-Schilderung.

Die Seychellen

Die Sonnenbräune stammt aus diesem Reich der Urlaubsträume, denn hier gibt es Äquatorsonne,  ein adäquates thermalbadwarmes Meer und weißen reinen Sand am Rand. Toll! Hier und da Wellen. Auch mal ein paar Granitfelsen, die malerisch rumliegen (Baccardi  und seine Kino-Werbung lässt grüßen).

Es ist weit, und es zieht sich – 10 Stunden Flug

Natürlich haben auch wir auf den Fotos den Mythos der Einzigartigkeit und Einsamkeit gehütet , das erforderte besonders an den berühmten Stränden einiges an Geschick: Vorbei an den laut schwatzenden und juchzenden Mitbadenden oder den entleerten und liegen gelassenen Kokosnüssen seine Motive suchen – nicht immer einfach, aber natürlich möglich. hier weiterlesen

Trauminseln – Relaxen im Mythos 2

Frisch zurück von der letzten Reise geht es nun endlich weiter mit meiner Suche nach dem Mythos, heute kann ich auch dem noch auf der tropischen Terrasse vorbereiteten Text einige Fotos aus dem Fundus zufügen….


Trauminseln suchen und finden: Unter Anwendung des Attributes traumhaft und durch intuitives Abklopfen der Kriterien aus  Relaxen im Mythos 1 kamen für mich bislang diese folgenden Hotspots der relaxenden Superlative in Frage:

Mauritius, Malediven, Seychellen, Koh Samui

Auch das thailändische Koh Samui? Ja, man wird sehen warum.

Alle Zielgebiete waren rein für den Eigenbedarf auserwählt, alle fortan geschilderten Eindrücke sind absolut subjektiv, sicher total unvollständig und wahrscheinlich nur bedingt auf andere Erholungssuchende übertragbar. Und ohne Mythos fördernde Euphemismen angereichert. Die Chronologie blickt auf fast ein Dutzend Jahre zurück, denn ich zumindest mache nicht gerade alljährlich eine Reise zu einem ausgesprochenen Paradies… Ah, nicht zu vergessen: Wir bewegen uns jeweils in der gehobenen Preisklasse, allerdings mit viel, sehr viel Luft nach oben, sind also weit entfernt von private Islands mit Butlerservice, wie wir es von der Lektüre beim Frisör kennen: Fußballprofi xy macht Weihnachtsurlaub in der Sonne…. Das ist dann gewiss nicht der europäische Nordseestrand mit frühlingshaften Temperaturen zum Jahreswechsel. hier geht´s nach Mauritius und auf die Malediven

Trauminseln – Relaxen im Mythos 1

Was ist ein Traumurlaub?

Traumurlaub, das ist für jeden etwas anderes, vor allem aber, wo-anders. Für den einen ist es Island bzw. gleich die Antarktis oder die Reise mit dem Hurtigruten-Postschiff an Norwegens Küste, für den anderen ist es Weinlese in der Toscana, für wieder einen anderen ist die Abenteuerreise durch den Amazonas mit Alligatoren und bunten Vögeln oder durch irgendeine Wüste ein Traum.

Schon bevor ich die  höheren Altersklassen der Generation 55 plus erreichte, kam all dies entweder gar nicht (Amazonas) oder nur in den noch höheren Altern (Hurtigruten) in Frage, oder einiges wie die Toscana hatte ich schon erkundet (allerdings ohne Aquarellmalen, Italienischkurs, Spitzen Klöppeln oder eben Wein-/ Olivenernte).  Zumindest solange meine Urlaubstage deutlich begrenzt sind, habe ich klare Vorstellungen von einem Urlaubsziel, damit es in den Status Traumdestination erhoben wird: lest hier die 10 Kriterien für einen Traumurlaub

Eiernudeln – endlich selbst gemacht

Ich weiß, ich weiß, für den Profi und den ambitionierten Laien sind selbst gemachte Nudeln eine Selbstverständlichkeit.  Für mich, die ich ja weder das eine noch das andere darstelle, gilt das nicht, hab vor Jahren meine letzten eigenen Nudeln hergestellt. M.o.w. erfolgreich. Meine chromblitzende Maschine wohnt seit einigen Jahren sicher und unbehelligt im Küchenschrank, denn:

Ich erinnerte mich an Pasta-Sessions, mit viel zu weichen Nüdelchen, hungrig nach stundenlanger Herstellung dennoch verschlungen, und an Ravioli, aus denen die Füllung herausquoll oder die sich im Nudelwasser öffneten, kaum dass sie in selbiges eintauchten.

Ich muss die Nudeln ja nicht selbst herstellen. Keineswegs! Ich hab meine Nudelmarke  –  je nach Gericht meine Lieblingspasta oder Eiernudeln. Ja, Eiernudeln, z.B. zum Sauerbraten oder sonstigen saucelastigen Schmorgerichten sollen es schon solche sein. Nudeln spielen von jeher eine wichtige Rolle im Leben. Nudeln, beliebt oder als Dickmacher verpönt, manchmal verulkt, besonders der Spaghetti essende Deutsche: Unvergessen ist Hildegard bei Loriot,  die den heiratsantrag-machenden Dussel auf eine Spaghetti im seinem Gesicht aufmerksam machen will: „Nein, sagen Sie jetzt nichts, Hildegard!“ Na, ich schweife ab…..

Eiernudeln

Damals, (weiß das noch einer?) beim Eierskandal in Deutschland (es war die x-te Sau, die durch´s Dorf getrieben wurde), damals wurden mir plötzlich meine Eiernudeln madig gemacht, Birkel wäre fast pleite gegangen, sie waren einem Schmutzlieferanten aufgesessen, sogar ich wollte sie nicht mehr, nee, lieber nicht. Habe dem Boykott gefrönt.  So wie Deo´s mit Treibgas, Weine mit Glykol, Zahnpasta mit zahnschmelzzerstörenden Substanzen, neulich erst die spanischen Gurken, die am Ende gar nicht schuld waren, so blieben damals meine Lieblingseiernudeln als „Schadstoff der Woche“ im Regal…. Dä!

Also folgte der Umstieg auf Nudeln mit Hartweizengrieß, meine „neue“ Lieblingspasta, fein mit Wasser und Hartweizen hergestellt, da kann inhaltstechnisch nix schief gehen. Doch im Laufe der Zeit kehrte auch meine faible für Eiernudeln zurück, sie kommen mitunter ins Haus wie damals (s.o.).

Inzwischen gibt es auch prima frische Pasta aus dem Kühlregal. Doch, oje!

Bei Ravioli treibt mich das alte Misstrauen durch die Küche: Wer weiß, was in den Ravioli drin ist? Käse oder vegetarisch, gut, das nehm ich, aber ich traue keinen fertigen Teigtaschen mit Fisch oder schon gar nicht Fleisch, ich trau da keinem, ich kauf das nicht. Dann sehe ich wiederum so feine Rezepte mit Ravioli, mit Buttersößchen oder auch anderen, hach, und die Wehmut kommt um die Ecke. Und meine Blogger hier? Zeigen mir, wie vielseitig Ravioli sind, und dass die Pastaherstellung sooo schwer nicht ist.

Zu Eiernudeln bekennt sich frank und frei Lea Linster, ich erinnerte mich, auch schon ihre Pastaherstellungstipps im Fernsehen gesehen zu haben, also wurde nach ein wenig Recherchen in dem ein oder anderen Kochbuch und auf ihrer Brigitte-Rezept-Seite die Nudelherstellung gewagt. Am langen Osterwochenende wurde endlich mein Pasta-Herstell-Stolz aus dem dunklen Schrank befreit. Ein kleiner Mix aus den Lea- Tipps hat wirklich und wahrhaftig zu einem tollen Nudelteig geführt, der sich wunderbar zu Ravioli verarbeiten lässt, aber genauso als Tagliatelle taugt.

Der Nudelteig

Das Grundrezept nach Lea ist einfach erklärt:

Auf 100 g Mehl kommt 1 Ei, das „normale“ Mehl wird mit Pastamehl oder Weizengrieß im Verhältnis 2:1 vermengt. Ein wenig Olivenöl sorgt für Geschmeidigkeit. Hier im Detail:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Weizengrieß von De Cecco
  • 3 Eier
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz

In der Küchenmaschine mit Knethaken zu einem Teigklumpen kneten lassen, mir geriet die Mischung etwas zu trocken (die Eier hatten quasi xs-Größe),  also fügte ich ein 4. kleines Ei hinzu, musste dann wiederum mit ein wenig Mehl nachhelfen. Sobald die Masse in der Bearbeitung eine feste Einheit eingegangen ist, den Teig nochmals zusammenkneten, zur Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und in den kühlen Schrank legen.

6 Stunden ruhen muss nicht sein, (Leas Literatur sagt, 1 Stunde Ruhen genügt), doch in meinen Zeitplan passte die 6 Stunden besser. Und so entstand ein formidabler, fester, elastischer Teig, der sich sehr dünn, in meiner Nudelmaschine auf Stufe 4/5 problemlos ausrollen ließ – der Untergrund meiner Küchenarbeitsplatte ließ sich erahnen. Dünner wäre sicher möglich gewesen, doch: Wozu?

Um dieses Ergebnis zu erreichen, was muss ich tun?

Von der Teigkugel eine Scheibe abschneiden, ordentlich mit Mehl bestäuben und ab in das Maschinchen. In Stufe 1 beginnen, immer 2x durch jede Stufe durchdrehen, die schmaler werdenden Enden hab ich auch mal doppelt gelegt und noch 2x durchgewalzt.

Nach dem Kochen (ca. 4 Minuten) ist der Teig bissfest, besser geht es nicht.

Die Füllung

Na ja, hier bin ich für Verbesserungsvorschläge dankbar, ich nahm die Anregung aus einem Kochbuch mit italienischer Küche.

  •  150 g ganz, ganz frischen Lachsloin ( also ohne Gräten)
  • 150 g Ricotta
  • Saft einer halben Limette und ein paar Spritzer Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • einen Hauch Piment d´Espelette

Ich denke, ein anderes Verhältnis Fisch, Frischkäse wäre doch noch feiner bzw. aromatischer, werde also beim nächsten Mal deutlich mehr Fisch als Frischkäse nehmen, vielleicht auch auf Mascarpone umsteigen. Mal sehen. Wie gesagt, weitere Tipps sind herzlich willkommen- vielleicht noch geriebener Parmesan?

Weiter geht´s:

Alle Zutaten wurden im kleinen Hack-Küchenmaschinchen püriert. Portionsweise etwas Teig auswalzen, bis je 2 dünne Lagen entstehen.
Mit genügend Abstand nebeneinander je einen Teelöffel der Füllung auf eine der Lagen drapieren.

Dann den 2. ausgerollten Nudelstreifen darüber legen, mit trockenen Händen die Lagen zwischen den Füllungen festdrücken (feste), möglichst ohne Luft in der Füllungstasche. Mit einem Pizza-, oder Pastaschneider in Form schneiden oder ausstechen, wenn man so ein Teil hat.
Nebeneinander auf Pergament- oder Backpapier legen, so kann man sie auch in den Kühlschrank, am besten  in das Null-Grad-Fach, legen. In reichlich sprudelndes gesalzenes Wasser legen, nach ca. 3 Minuten sind die Ravioli perfekt und werden mit dem Schaumlöffel heraus gehoben: Sie sind gar, bissfest und – vor allem – nicht auseinander gefallen.

Unsere Lachsravioli wurden am Tag der Herstellung in einer Weißwein-Sahne-Zitronensauce mit Lachswürfeln serviert – der Lachs war aufgrund der „sparsamen“ Verarbeitung für die Füllung übrig.

Einige „schöne“ vorbereiteten Ravioli-Exemplare gab es dann am Ostersonntag als Vorspeise mit einer Beurre Blanc-Variante (mit Noily Prat) und etwas russischem Kaviar, der seit Weihnachten ungeöffnet im Kühlenschrank schlummerte. Er gab der Vorspeise in der Tat einen ordentlichen Pfiff (denn über die laue Füllung hatte ich mich ja schon beklagt…).

Lachsravioli auf Teller angerichtet mit heller Sauce und Kaviar
Lachsravioli mit Beurre blanc und russischem Kaviar

Die Reste – Tagliatelle

Der Verschnitt des Nudelteiges wird gesammelt, verknetet, wieder in Lagen gewälzt und dann mit dem Aufsatz in Bandnudeln oder Tagliatelle verwandelt. Diese ordentlich mit Mehl bestäuben, einfrieren oder – dafür habe ich mich entschieden – den verbleibenden, bestens gekühlten Teig am übernächsten Tag (hier also am Ostermontag) zu Tagliatelle verarbeiten – der Bericht findet sich hier.

 

Zeitlos sprachlos

Gerade erst habe ich in dem vorhergehenden Beitrag gesagt, ich möchte in meinem Blog „zeitlos fröhlich“ sein, doch jetzt bin ich „sprachlos“, von der Aktualität, der Realität eingeholt.

Sprachlos durch

  • Zuerst Hetze gegen Flüchtlinge, gegen alles Arabische.
  • Andererseits die Willkommenskultur an den Bahnhöfen – und ich selbst? Koffer, Taschen, Rucksäcke und sonst noch was gespendet und zum Drehkreuz Köln gebracht.
  • Die Kölner Oberbürgermeisterin wird auf einem Wochenmarkt von einem rechten Täter (wirklich ein Irrer?) in den Hals gestochen und überlebt nur knapp,
  • Pariser Tote, vor 3 Jahren durfte ich das Pariser Flair erleben, toll, Wohlfühlatmosphäre pur, und jetzt? Terror gegen alles, was uns wichtig ist!
  • Silvester in Köln mit nordafrikanischem mittelalterlichem Angriff auf Frauen und damit auf das Freiheitsgefühl in meiner Kölner Heimat.
  • Ich hab mir Pfefferspray angeschafft, ich! Mannomann!
  • AfD und andere Profilsüchtige, die aus dem braunen Boden kriechen und ihren persönlichen Triumph nach Paris suchen, ekelhaft.
  • Ein Hin und Her, mal die, dann die anderen schütteln mich, uns durch.
  • Wieder Mittelalter in arabischen Landen, Bilder vom barbarischen Treiben des IS.
  • Aber auch Mittelalter bei uns in den Medien, ich trau mich gar nicht mehr, in Facebook Kommentare anzusehen, Flüchtlinge, die sich nicht trauen, in Deutschland aus dem Bus zu steigen.
  • Dann die Bilder aus Griechenland und der Balkanroute, das geht doch nicht! Kinder im Schlamm, oder ertrunken angespült!
  • Istanbul, Anschlag auf eine Reisegruppe dort, wo ich mit Freunden vor 2 Jahren entlang geschlendert bin und die alte Kultur entdeckt habe und vor wenigen Tagen dort, wo wir durch das “ moderne“ Istanbul gelaufen sind, Mensch, was haben wir uns in dieser Stadt sicher gefühlt, trotz all der Kopftücher auf den Frauenköpfen!
  • Und jetzt Brüssel! Unfassbar! Islamismus neben der Haustüre…
    Das musste ich jetzt mal in den zeitlos fröhlichen Blog setzen, ich bin zeitlos sprachlos und sehr traurig…

Mein erster Award

Ich bin noch ganz beseelt, in der vergangenen Woche hat mich Alex von heat´n´eat mit einer Nominierung zum Liebster Award überrascht. Dafür vielen Dank, lieber Alex!

Ich weiß ja inzwischen, dass manche sehr bekannte und beliebte Blogs die Awards stapeln können, doch diese Nominierung hier ist mein erster, und das freut mich umso mehr. Und, oje, ich bin noch weit, weit unter den 400 Followern – da geht noch einiges. Also nehm´  ich mal die nicht unerhebliche Arbeit auf mich und beackere die Aufgaben: hier weiterlesen

Mango-Steinbeißer-Pfanne mit Garnelen

Mal was Frisches in den Gesundheitswochen

Dieses Fischgericht ist eher spontan entstanden: Es war eine Mango, die immer reifer wurde, im Haus. Und vor zwei Wochen erstand ich besten Steinbeißerloin. Seitdem wartete er tiefgefroren auf seine Bestimmung.  Außerdem sind derzeit wieder Gesundheitswochen eingekehrt, nach Karneval ja nicht unüblich – ich nenn es nur anders, denn Fasten, Verzicht oder gar Diät klingt mir doch zu streng (und dann hab ich – ebenfalls spontan – schon keine Lust mehr…). Nun denn, alles sprach dafür: Es gab Fisch.

Es wurde eine sehr schmackhafte Steinbeißer-Garnelen-Pfanne (ebenfalls in bester TK-Qualität vorrätig) daraus und aus den sonst vorhandenen Dreingaben. Fein und im Feierabend flott zubereitet, sehr schmackhaft und – wo wir ja dabei sind – gesund. hier geht es zum Rezept

Einfach einen Kamin anmachen

Es gib zu vielen Themen Glaubensfragen. Eine davon ist:

Wie entzündet man richtig ein Kaminfeuer?

Na ja, eigentlich möge da jeder nach seiner Methode glücklich werden, doch mit dieser Methode, die mir ein Kaminbauer vorführte, ist wirklich jeder zu einem Kaminabend ohne verqualmtes Wohnzimmer, mehrfachem Einsatz von Anzündmitteln, funkensprühendem Zeitungspapier und übermäßigem persönlichem Einsatz unter Fluchen oder verständnislosem Brabbeln möglich.

Den Beweis, wie es funktioniert, führe ich mit einem kleinen Video an, meine erstes, daher bitte ich wieder einmal um Gnade bei der Bewertung:

Sturm in Kölle

 

 

da fliegen sogar die Marieschen hoch!