Ein neues Fahrgefühl – das E-Bike

Das macht vielleicht Spaß!

Vorbei die Zeiten, in denen es mir vor Gegenwind und Steigungen graute!

Vorbei die Zeiten, in denen ich derrangiert mit dem Fahrrad auf der Arbeit ankam (und es deshalb gleich ganz gelassen habe).

Vorbei die Zeiten, da ich an der Ampel erst wieder mühselig in Tritt kommen musste.

Jetzt komm‘ ich mit meinem E-Bike

Genauer gesagt, ist es wohl ein Pedelec, weil es nur bis 25 km/h unterstützt. Nun bin in den letzten Wochen schon fünf mal (in Zahlen 5)  mit meiner neuen Errungenschaft zu meiner Arbeitsstelle gefahren, auf die Anzahl bin ich nicht im gesamten vergangenen Jahr gekommen.  Alle genannten Unbilden können mir nichts mehr anhaben, ich kann mir den Grad meiner Anstrengung selbst aussuchen. Das Rad zieht aber auch herrlich mit. Und es ist kein Mofa, es verstärkt halt je nach Motorstufe jeden Pedaltritt um das 0,7 bis 3,5 fache.

Schwupps, einmal auf Pedal getreten, und los geht´s in Endgeschwindigkeit.

Es mag ein Alte-Leute-Image haben, aber ich sag Euch, es fährt sich wie durch ein nimmer endendes Blumenmeer. Herrlich!

Flanksteak vor dem Gewitter

Neulich gab es bei einem Grillabend bei unseren Freunden ein sensationelles Flanksteak. Ich hatte das vorher nie probiert, jedenfalls nicht wissentlich, konnte mich aber an den ein oder anderen Beitrag in Foodblogs (bestimmt Küchenereignisse und heat n eat) erinnern, bei denen Flanksteaks zubereitet wurden.

Ein Körbchen mit Olivenöl, Salz, Pfeffermühle und Servietten mit Besteck
Warten auf das Grillfleisch

Die beiden Kenner erklärten mir, dass das Flanksteak vom deutschen Metzger so nicht geschnitten wird, sondern dass dieses Fleischstück in der Regel zu Hackfleisch verarbeitet wird. Was ein Jammer, denn selten hatte ich ein solch aromatisches, zartes Steak probiert. Kaufen kann man es also nicht beim heimischen Metzgereibetrieb, sondern eher beim (Süd-) Amerikaner. Na ja, diese sind ja bekanntlich mit großen wohlschmeckenden Rinderherden ausgestattet und kennen sich mit Steaks bestens aus.

hier geht´s zum Grillen

Trauminseln – Relaxen im Mythos 4

Man wird abgeklärt, ich drohte es im ersten Artikel dieser Mini-Serie schon an, doch wenn ich an zwei Thailand-Urlaube denke, wird es doch wieder verklärt.

Koh Samui

Diese thailändische Insel ist ja eher etwas wie Asien für Anfänger, also schon auch für unerfahrene Asienurlauber – also quasi für Menschen wie mich – wie gemacht: Alles etwas kleiner, ruhiger, angeblich weniger anfällig für kriminelle Taten als die quirligsten Touristenorte in Thailand, eine freundliche Grundstimmung am Strand und auf der Straße.

Thailändische Grundstimmung

Und freundlich sind sie zu ihren Touristen, die Thailänder – ob Frauen oder Männer, zuvorkommend, nett, achtsam und auch fröhlich. Das mag alles mit dem Buddhismus oder der asiatischen Grundeinstellung, andere Menschen nicht mit den eigenen – negativen – Emotionen zu behelligen, zu tun haben. Es mag als Gesichtsverlust gelten, wenn der Ärger doch rausrutscht, wie auch immer, die Atmosphäre ist friedlich-freundlich-entspannend-Thai – auch wenn sich gerade die Gelb- und die Rothemden in Bangkok bekämpfen.

Koh SAmui Blick am Morgen auf den Strand mit wenigen Liegen
Koh Samui Bophut am Morgen

Am (ruhigeren) Strand vor dem Hotel die netten Jungens, die einem erst einmal die Handtücher auf den Teakliegen zurecht legen (2? okay, 2) und die beim Wandern der Sonne herbei eilen, um den Sonnenschirm wieder in Position zu bugsieren, hier und da etwas Obst brachten (als Hotelservice, versteht sich) und natürlich auch Getränke servierten. Immer da und immer nett.

Strandverkäufer und Eismann

Und auf Koh Samui waren sie, die Strandverkäufer. Für die Neuankömmlinge zunächst lästig, doch nach ein paar Tagen einfach nur nett:

Den Damen mit den Pareos und Strandhemdchen kauften wir am 2. Tag erstmal einige Teile ab, dann dem Schmuckmann ein paar Perlen, ein paar Kettchen. Und schon wurden wir fortan von allen freundlich gegrüßt, aber nicht mehr behelligt – auch von denen, bei denen wir nichts erstanden hatten.

Straßenverkäufer mit Auswahl an bunten Ketten und Perlen
Strandverkäufer auf Koh Samui
Strandverkäufer zwischen Liegestühlen auf Koh Samui
Den ganzen Tag im heißen Sand

Der Eismann: Nein, ich esse doch kein Eis aus der Kühltasche eines Mannes, der den ganzen Tag am Strand lang läuft und Eis verkauft! Kühlkette? Bakterien, Salmonellen – o nein! Doch er war eine Wucht, kaum öffnete ich die Augen unter meinem Schirmmützchen, kam er an unseren Liegen vorbei und stellte mit einem breiten Grinsen seine Eistafel wie ein Nummerngirl zur Schau. Hin und her. Brüller – und fortan war ich täglich Kundin (hat mir übrigens nicht geschadet). Auch die frischen Frühlingsrollen, die es als Mittagssnack beim Gegenstück zum Eismann gab, waren äußerst bekömmlich.

Strandverkäufer auf Koh Saums mit Obst
schwer zu tragen im heißen Sand….

Ich meine, die laufen den ganzen Tag in der Hitze über den heißen Sand und müssen ihre Familien ernähren, es sind ja keine importierten Strandläufer, sondern dort Ansässige. Also dann sollen sie auch ihr Geld verdienen….und wenn sie dann noch überaus freundlich gesonnen sind, umso lieber.

Oh, wie schön!

War auf den Seychellen die Gartenanlage sehr gepflegt, so setzen sie hier noch einen drauf: Zu den tropischen Blumen und Orchideen, die hier ohnehin wuchsen, fanden wir jeden Tag auf unseren Betten einige Blüten. Oder es waren Blütenkelche in die steinernen Hände der Tierfiguren im Garten gelegt – immer frisch und schön.

Steingut mit frischer Orchidee
immer eine frische Blume
Steinfgur im Hotelgarten
Immer eine frische Orchidee

Überhaupt, das asiatische Flair, das sie schaffen, sooo ein Bad mit Bambus und Kiesel habe ich nicht zu Hause, sooo ein Restaurant im Sand mit vielen Laternen am Abend schon gar nicht, sooo ein Frühstück mit 1.000 Kleinigkeiten und tropischen Früchten aller Art gibt es bei mir höchstens zum Osterbrunch, ständig bekommt man ein kühles oder heißes Läppchen zur Erfrischung gereicht, im Restaurant, an der Rezeption, im Flieger – das gibt es bei mir zu Hause auch nicht. Hier war es immer wieder, das I-Tüpfelchen, das sie drauf setzten.

Tische und Schirme am Strand zum abendlichen Barbecue
Vorbereitungen am Strand
Thaicurry mit Gemüse in asiatischen Schalen
Für´s Auge und den Magen ein Genuss
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Eine reiche Frühstücksauswahl mit Obst
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Üppige Pflanzen im Hotel

Schnorcheln

Und im Übrigen hatte ich hier immer eine helfende Hand, wenn ich mich nach dem Schnorcheln wieder in das Boot wuchten wollte (das konnte ich von den Seychellen auf 3 Bootstouren nicht behaupten). Na ja, das Schnorcheln:

Das war auf Koh Samui ebenfalls beeindruckend, bunt, viele Fischarten habe ich von den Malediven wieder entdeckt. Allerdings waren die Schnorchelspots für uns nur mit Bootstour erreichbar. Bei diesen würde ich heute beim Anbieter mehr auf die Höchstzahl an Teilnehmenden achten, denn: Beim ersten Mal hatten wir viele bis sehr viele Schnorchelfans, die vor allem japanisch-beherzt vom Boot sprangen und nicht selten den Korallen auf dem Kopf rumtanzten.  „Don’t walk on the corals!“ , ein geflügeltes, aber wenig beachtetes Wort auf belebten thailändischen Schnorcheltouren. Das schmerzt dann schon ein wenig. Ich weiß auch nicht, ob die Korallenvielfalt hier wie auf den Seychellen in diesem Jahr 2016 ebenfalls an der Korallenbleiche zu leiden hatte – jedenfalls tat das ungeschickte Rempeln mit den Flossen oder Abstützen den empfindlichen Meeresbewohner nicht gut.

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Ein berühmter und belebter Hotspot  – Nangyan Island
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Da muss ich nicht wieder hin…. Tauchschüler überall
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und am Rande ein Idyll

Dass es auch anders geht, habe ich 2 Jahre später bei einem Aufenthalt in Khao Lak (ebenfalls Thailand) erlebt; dort hatten wir eine exquisite Tour mit einer Hotel-Yacht gebucht, nur ein junges englisches Pärchen und wir – umsorgt von ca. 6 Bootsmännern und einer Begleitung, mit Champagner, kalter Fischplatte, richtig einsame Inseln, Kissen hier, Schatten dort. Mehr geht nicht!

Es war so vieles so schön, nett, freundlich, auf der nach oben geschlossenen Da-will-ich-wieder-hin-Skala erhält Koh Samui von mir

10 Punkte!

Das wird definitiv die nächste Fernreise, auch wenn ich da schon mal war…. dann geht es aber auch nach Bangkok, denn ich bin ja schließlich kein Asienanfänger mehr.

Sand in die Augen! 

Den muss ich doch noch streuen, nachdem ich gelesen habe, was für ein Ballermann-Feeling an den größten Stränden Thailands zu finden ist. Deshalb Koh Samui, und dort natürlich nicht zum Chaweng-Strand: Dahin sind wir an einem Tag mit dem Taxi kutschiert, um den Nachmittag an dem bekannteren langen und breiten Strand zu verbringen. Nach 30 Minuten Schlendern und einer Cola sind wir wieder heim zum Bophut. In Khao Lak waren wir ebenfalls etwas in einem etwas abseits gelegenen Hotel, sind nur mit dem Shuttle, der selbstverständlich angeboten wurde, in den eigentlichen Ort. Also, abseits des Rummels ist es hier traumhaft. Ich hoffe sehr, dass sich dieses Wohlfühl-Thailand lange bewahrt oder dort, wo es verschüttet ist, wiederfindet!

Dialoge aus dem Alltag

Alltagsdialoge von heute

Heute hatte ich zwei Dialoge, die ich der Nachwelt erhalten möchte. Es gibt ja immer wieder Szenen, die man allzu schnell wieder vergisst. Oder die man am nächsten Tag nicht mehr zusammen bekommt. Dem muss begegnet werden.

Beides hat mich irgendwie amüsiert, oder – im 2. Fall – war ich fast schon bempüttert (= Kurzfassung von betroffen,  empört und erschüttert).

Im Schreibwarenladen:

Guten Tag, haben Sie weiße DinA5-Briefumschläge?

Ja, sicher.

Prima, dann hätte ich davon gerne 5, und das passende Porto 3x.

Sie nestelt die Briefumschläge aus der Schublade… Wieviel nochmal, 3?

Nein, 5…….. Pause….. Die Briefumschläge sehen so groß aus!?

Ja ja, ist ja DinA 4.

Nein, ich brauch‘ ja DinA 5! Haben Sie die auch?

Jaja. Ach ja, das haben Sie ja auch gesagt, ne?   Wieviel davon?

5! Und das Porto für 3 Umschläge!

Das Porto kostet aber genauso viel wie für DinA 4…..?

??????? Ich hab aber DinA 5 Karten…

Jaja, das sind so die Formate….. Wieviel Porto?

Oh Mein Gott! Das ist verbaler Slap Stick, isn’t it? Ich musste wirklich mehr als Grinsen….. Und auch ein wenig über Kundenorientierung hab ich nachgedacht……

Anders bei dem folgenden „Dialog“

Der Anruf

Mein Handy klingelt, ich eile durch die Wohnung, schaue auf das Display….. Unbekannte, andere Handynummer mit 0171 am Anfang… Anruf wird entgegengenommen.

Mein Name W…………

Pause 5  6  7 Sekunden lang, dann am anderen Ende eine weibliche Stimme, eingeordnet von mir zwischen 20 und 25:

Hää??!!

Meine Pause 5 Sekunden lang, dann ich

Wie? Häää?!

Äh, hab ich mich verwählt…..

Das geht ja, aber Häää?!!! Geht ja wohl gar nicht, tschööööö

Duck und  weg….. 

Werd ich alt, weil ich mich wirklich aufrege über so ein Verhalten am Telefon?! Geht’s noch? Da ist es ja schon fast höflicher, einfach aufzulegen, wenn man sich verwählt hat als ein Hääää?! ins Handy zu bolzen. Kommt das aus Facebook, aus der Anonymität, barsch, böse oder billig zu sein und dann einfach abzuhauen? Kann man mal sagen Entschuldigung…. Das haut doch keinen um, ist ja auch nicht schlimm, aber Häää?!

Aber wer bin ich, dies im Einzelfall weg erziehen zu wollen?

Fast schon bempeüttert, aber eher noch amüsiert verbleibe ich mit freundlichen Grüße Eure

Uschi

 

Trauminseln – Relaxen im Mythos 3

So, bevor die Sonnenbräune des letzten Urlaubs auf einer Trauminsel endgültig verblasst, gibt es den vorletzten Teil meiner ungeschönten Dream-Island-Schilderung.

Die Seychellen

Die Sonnenbräune stammt aus diesem Reich der Urlaubsträume, denn hier gibt es Äquatorsonne,  ein adäquates thermalbadwarmes Meer und weißen reinen Sand am Rand. Toll! Hier und da Wellen. Auch mal ein paar Granitfelsen, die malerisch rumliegen (Baccardi  und seine Kino-Werbung lässt grüßen).

Es ist weit, und es zieht sich – 10 Stunden Flug

Natürlich haben auch wir auf den Fotos den Mythos der Einzigartigkeit und Einsamkeit gehütet , das erforderte besonders an den berühmten Stränden einiges an Geschick: Vorbei an den laut schwatzenden und juchzenden Mitbadenden oder den entleerten und liegen gelassenen Kokosnüssen seine Motive suchen – nicht immer einfach, aber natürlich möglich. hier weiterlesen

Spaghetti vongole verfeinert

Der Frühling führte mich wieder zu mediterraner Küche. Die Fischtheke des Vertrauens hatte frische Vongole, also kleine Herzmuscheln im Angebot. Von meinem Spargelintermezzo war noch Spargel (roh und gegart) und natürlich noch Bärlauchpesto übrig, und so wurde mein mediterranes Nudelgericht aufgepeppt zu

Spaghetti Vongole – mit Spargel und Bärlauch verfeinert

  • 1 Netz Vongole –  Muscheln in klarem kalten Wasser spülen, beschädigte aussortieren
  • Stangen geschälten weißen Spargel – roh mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden
  • 3 kleine Datteltomaten – in Würfel geschnitten (das Häuten hab ich mir gespart)
  • 2 Frühlingszwiebeln – in Ringe geschnitten
  • 1-2 Tassen Weißwein
  • 1 Lorbeerblatt
  • Olivenöl
  • Bärlauchpesto
  • Meersalz
  • Spaghetti (hier No 3)

hier geht es zur Zubereitung

Intermezzo aus Spargel und Bärlauchpesto

Spargel und Bärlauch aus den Hofläden in der Nähe

Wie in meinen letzten Beiträgen angedeutet, komme ich gerade aus einem Land der Hitze und der kreolischen Küche. Nicht verkehrt, doch:

Der 1. Tag zu Hause wurde wieder den heimischen Lebensmitteln gewidmet, und da ich noch ein wenig Urlaub zu Akklimatisierung habe (ein Dank geht an mich für diesen weisen Entschluss), wurde heute erstmal eingekauft. Ab in zwei Hofländen gleich in meiner Nähe, der erste ist gut sortiert. Hier finde ich das Gemüse im Allgemeinen, so unter einer guten Auswahl weiterer Kräuter und Gemüse einen schönen Bund Bärlauch. Damit habe ich bisher noch keine Erfahrung, aber er ist so frisch, und es ist genau die Bärlauchzeit, also ging ein schöner grüner Bund ins Netz.

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Trauminseln – Relaxen im Mythos 2

Frisch zurück von der letzten Reise geht es nun endlich weiter mit meiner Suche nach dem Mythos, heute kann ich auch dem noch auf der tropischen Terrasse vorbereiteten Text einige Fotos aus dem Fundus zufügen….


Trauminseln suchen und finden: Unter Anwendung des Attributes traumhaft und durch intuitives Abklopfen der Kriterien aus  Relaxen im Mythos 1 kamen für mich bislang diese folgenden Hotspots der relaxenden Superlative in Frage:

Mauritius, Malediven, Seychellen, Koh Samui

Auch das thailändische Koh Samui? Ja, man wird sehen warum.

Alle Zielgebiete waren rein für den Eigenbedarf auserwählt, alle fortan geschilderten Eindrücke sind absolut subjektiv, sicher total unvollständig und wahrscheinlich nur bedingt auf andere Erholungssuchende übertragbar. Und ohne Mythos fördernde Euphemismen angereichert. Die Chronologie blickt auf fast ein Dutzend Jahre zurück, denn ich zumindest mache nicht gerade alljährlich eine Reise zu einem ausgesprochenen Paradies… Ah, nicht zu vergessen: Wir bewegen uns jeweils in der gehobenen Preisklasse, allerdings mit viel, sehr viel Luft nach oben, sind also weit entfernt von private Islands mit Butlerservice, wie wir es von der Lektüre beim Frisör kennen: Fußballprofi xy macht Weihnachtsurlaub in der Sonne…. Das ist dann gewiss nicht der europäische Nordseestrand mit frühlingshaften Temperaturen zum Jahreswechsel. hier geht´s nach Mauritius und auf die Malediven