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Oh! Mein! Gott! Es ist ein Dino!!?

Miniatur-Arbeiter mit Vorschlaghammer auf buntem Wachtelei

Perlhuhnbrust mit Spaghettini anstatt Tagliatelle

Der zweite Osterfeiertag darf durchaus ein wenig nett und festlich sein, auch wenn das Bunte und überbordend Fröhliche sich schon wieder eingekriegt hat. Gleichwohl:

Am Ostersonntag mit Gastbewirtung gab es ja einiges Neues und Leckeres (die selbstgemachten Lachsravioli, danach Carree vom Duroc-Schwein mit Fächerkartoffeln und Bohnen-Tomaten-Gemüse und den Nachtisch à la oder besser für die Mama: Schoko-Pudding mit Himbeeren und Eierlikör…).

Heute ohne besondere Gastbewirtung und bei miesem Wetter sollte es auch was Besonderes werden, und – so ein Glück – ich hatte auch zwei Perlhuhnbrüstchen mit Schenkel ins Haus geschleppt. Diese sollten zu meinen selbst gemachten Nudeln – als Tagiliatelle – serviert werden. hier geht´s weiter

Eiernudeln – endlich selbst gemacht

Ich weiß, ich weiß, für den Profi und den ambitionierten Laien sind selbst gemachte Nudeln eine Selbstverständlichkeit.  Für mich, die ich ja weder das eine noch das andere darstelle, gilt das nicht, hab vor Jahren meine letzten eigenen Nudeln hergestellt. M.o.w. erfolgreich. Meine chromblitzende Maschine wohnt seit einigen Jahren sicher und unbehelligt im Küchenschrank, denn:

Ich erinnerte mich an Pasta-Sessions, mit viel zu weichen Nüdelchen, hungrig nach stundenlanger Herstellung dennoch verschlungen, und an Ravioli, aus denen die Füllung herausquoll oder die sich im Nudelwasser öffneten, kaum dass sie in selbiges eintauchten.

Ich muss die Nudeln ja nicht selbst herstellen. Keineswegs! Ich hab meine Nudelmarke  –  je nach Gericht meine Lieblingspasta oder Eiernudeln. Ja, Eiernudeln, z.B. zum Sauerbraten oder sonstigen saucelastigen Schmorgerichten sollen es schon solche sein. Nudeln spielen von jeher eine wichtige Rolle im Leben. Nudeln, beliebt oder als Dickmacher verpönt, manchmal verulkt, besonders der Spaghetti essende Deutsche: Unvergessen ist Hildegard bei Loriot,  die den heiratsantrag-machenden Dussel auf eine Spaghetti im seinem Gesicht aufmerksam machen will: „Nein, sagen Sie jetzt nichts, Hildegard!“ Na, ich schweife ab…..

Eiernudeln

Damals, (weiß das noch einer?) beim Eierskandal in Deutschland (es war die x-te Sau, die durch´s Dorf getrieben wurde), damals wurden mir plötzlich meine Eiernudeln madig gemacht, Birkel wäre fast pleite gegangen, sie waren einem Schmutzlieferanten aufgesessen, sogar ich wollte sie nicht mehr, nee, lieber nicht. Habe dem Boykott gefrönt.  So wie Deo´s mit Treibgas, Weine mit Glykol, Zahnpasta mit zahnschmelzzerstörenden Substanzen, neulich erst die spanischen Gurken, die am Ende gar nicht schuld waren, so blieben damals meine Lieblingseiernudeln als „Schadstoff der Woche“ im Regal…. Dä!

Also folgte der Umstieg auf Nudeln mit Hartweizengrieß, meine „neue“ Lieblingspasta, fein mit Wasser und Hartweizen hergestellt, da kann inhaltstechnisch nix schief gehen. Doch im Laufe der Zeit kehrte auch meine faible für Eiernudeln zurück, sie kommen mitunter ins Haus wie damals (s.o.).

Inzwischen gibt es auch prima frische Pasta aus dem Kühlregal. Doch, oje!

Bei Ravioli treibt mich das alte Misstrauen durch die Küche: Wer weiß, was in den Ravioli drin ist? Käse oder vegetarisch, gut, das nehm ich, aber ich traue keinen fertigen Teigtaschen mit Fisch oder schon gar nicht Fleisch, ich trau da keinem, ich kauf das nicht. Dann sehe ich wiederum so feine Rezepte mit Ravioli, mit Buttersößchen oder auch anderen, hach, und die Wehmut kommt um die Ecke. Und meine Blogger hier? Zeigen mir, wie vielseitig Ravioli sind, und dass die Pastaherstellung sooo schwer nicht ist.

Zu Eiernudeln bekennt sich frank und frei Lea Linster, ich erinnerte mich, auch schon ihre Pastaherstellungstipps im Fernsehen gesehen zu haben, also wurde nach ein wenig Recherchen in dem ein oder anderen Kochbuch und auf ihrer Brigitte-Rezept-Seite die Nudelherstellung gewagt. Am langen Osterwochenende wurde endlich mein Pasta-Herstell-Stolz aus dem dunklen Schrank befreit. Ein kleiner Mix aus den Lea- Tipps hat wirklich und wahrhaftig zu einem tollen Nudelteig geführt, der sich wunderbar zu Ravioli verarbeiten lässt, aber genauso als Tagliatelle taugt.

Der Nudelteig

Das Grundrezept nach Lea ist einfach erklärt:

Auf 100 g Mehl kommt 1 Ei, das „normale“ Mehl wird mit Pastamehl oder Weizengrieß im Verhältnis 2:1 vermengt. Ein wenig Olivenöl sorgt für Geschmeidigkeit. Hier im Detail:

  • 200 g Mehl
  • 100 g Weizengrieß von De Cecco
  • 3 Eier
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Salz

In der Küchenmaschine mit Knethaken zu einem Teigklumpen kneten lassen, mir geriet die Mischung etwas zu trocken (die Eier hatten quasi xs-Größe),  also fügte ich ein 4. kleines Ei hinzu, musste dann wiederum mit ein wenig Mehl nachhelfen. Sobald die Masse in der Bearbeitung eine feste Einheit eingegangen ist, den Teig nochmals zusammenkneten, zur Kugel formen, in Frischhaltefolie einwickeln und in den kühlen Schrank legen.

6 Stunden ruhen muss nicht sein, (Leas Literatur sagt, 1 Stunde Ruhen genügt), doch in meinen Zeitplan passte die 6 Stunden besser. Und so entstand ein formidabler, fester, elastischer Teig, der sich sehr dünn, in meiner Nudelmaschine auf Stufe 4/5 problemlos ausrollen ließ – der Untergrund meiner Küchenarbeitsplatte ließ sich erahnen. Dünner wäre sicher möglich gewesen, doch: Wozu?

Um dieses Ergebnis zu erreichen, was muss ich tun?

Von der Teigkugel eine Scheibe abschneiden, ordentlich mit Mehl bestäuben und ab in das Maschinchen. In Stufe 1 beginnen, immer 2x durch jede Stufe durchdrehen, die schmaler werdenden Enden hab ich auch mal doppelt gelegt und noch 2x durchgewalzt.

Nach dem Kochen (ca. 4 Minuten) ist der Teig bissfest, besser geht es nicht.

Die Füllung

Na ja, hier bin ich für Verbesserungsvorschläge dankbar, ich nahm die Anregung aus einem Kochbuch mit italienischer Küche.

  •  150 g ganz, ganz frischen Lachsloin ( also ohne Gräten)
  • 150 g Ricotta
  • Saft einer halben Limette und ein paar Spritzer Zitrone
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Eigelb
  • einen Hauch Piment d´Espelette

Ich denke, ein anderes Verhältnis Fisch, Frischkäse wäre doch noch feiner bzw. aromatischer, werde also beim nächsten Mal deutlich mehr Fisch als Frischkäse nehmen, vielleicht auch auf Mascarpone umsteigen. Mal sehen. Wie gesagt, weitere Tipps sind herzlich willkommen- vielleicht noch geriebener Parmesan?

Weiter geht´s:

Alle Zutaten wurden im kleinen Hack-Küchenmaschinchen püriert. Portionsweise etwas Teig auswalzen, bis je 2 dünne Lagen entstehen.
Mit genügend Abstand nebeneinander je einen Teelöffel der Füllung auf eine der Lagen drapieren.

Dann den 2. ausgerollten Nudelstreifen darüber legen, mit trockenen Händen die Lagen zwischen den Füllungen festdrücken (feste), möglichst ohne Luft in der Füllungstasche. Mit einem Pizza-, oder Pastaschneider in Form schneiden oder ausstechen, wenn man so ein Teil hat.
Nebeneinander auf Pergament- oder Backpapier legen, so kann man sie auch in den Kühlschrank, am besten  in das Null-Grad-Fach, legen. In reichlich sprudelndes gesalzenes Wasser legen, nach ca. 3 Minuten sind die Ravioli perfekt und werden mit dem Schaumlöffel heraus gehoben: Sie sind gar, bissfest und – vor allem – nicht auseinander gefallen.

Unsere Lachsravioli wurden am Tag der Herstellung in einer Weißwein-Sahne-Zitronensauce mit Lachswürfeln serviert – der Lachs war aufgrund der „sparsamen“ Verarbeitung für die Füllung übrig.

Einige „schöne“ vorbereiteten Ravioli-Exemplare gab es dann am Ostersonntag als Vorspeise mit einer Beurre Blanc-Variante (mit Noily Prat) und etwas russischem Kaviar, der seit Weihnachten ungeöffnet im Kühlenschrank schlummerte. Er gab der Vorspeise in der Tat einen ordentlichen Pfiff (denn über die laue Füllung hatte ich mich ja schon beklagt…).

Lachsravioli auf Teller angerichtet mit heller Sauce und Kaviar
Lachsravioli mit Beurre blanc und russischem Kaviar

Die Reste – Tagliatelle

Der Verschnitt des Nudelteiges wird gesammelt, verknetet, wieder in Lagen gewälzt und dann mit dem Aufsatz in Bandnudeln oder Tagliatelle verwandelt. Diese ordentlich mit Mehl bestäuben, einfrieren oder – dafür habe ich mich entschieden – den verbleibenden, bestens gekühlten Teig am übernächsten Tag (hier also am Ostermontag) zu Tagliatelle verarbeiten – der Bericht findet sich hier.

 

Zeitlos sprachlos

Gerade erst habe ich in dem vorhergehenden Beitrag gesagt, ich möchte in meinem Blog „zeitlos fröhlich“ sein, doch jetzt bin ich „sprachlos“, von der Aktualität, der Realität eingeholt.

Sprachlos durch

  • Zuerst Hetze gegen Flüchtlinge, gegen alles Arabische.
  • Andererseits die Willkommenskultur an den Bahnhöfen – und ich selbst? Koffer, Taschen, Rucksäcke und sonst noch was gespendet und zum Drehkreuz Köln gebracht.
  • Die Kölner Oberbürgermeisterin wird auf einem Wochenmarkt von einem rechten Täter (wirklich ein Irrer?) in den Hals gestochen und überlebt nur knapp,
  • Pariser Tote, vor 3 Jahren durfte ich das Pariser Flair erleben, toll, Wohlfühlatmosphäre pur, und jetzt? Terror gegen alles, was uns wichtig ist!
  • Silvester in Köln mit nordafrikanischem mittelalterlichem Angriff auf Frauen und damit auf das Freiheitsgefühl in meiner Kölner Heimat.
  • Ich hab mir Pfefferspray angeschafft, ich! Mannomann!
  • AfD und andere Profilsüchtige, die aus dem braunen Boden kriechen und ihren persönlichen Triumph nach Paris suchen, ekelhaft.
  • Ein Hin und Her, mal die, dann die anderen schütteln mich, uns durch.
  • Wieder Mittelalter in arabischen Landen, Bilder vom barbarischen Treiben des IS.
  • Aber auch Mittelalter bei uns in den Medien, ich trau mich gar nicht mehr, in Facebook Kommentare anzusehen, Flüchtlinge, die sich nicht trauen, in Deutschland aus dem Bus zu steigen.
  • Dann die Bilder aus Griechenland und der Balkanroute, das geht doch nicht! Kinder im Schlamm, oder ertrunken angespült!
  • Istanbul, Anschlag auf eine Reisegruppe dort, wo ich mit Freunden vor 2 Jahren entlang geschlendert bin und die alte Kultur entdeckt habe und vor wenigen Tagen dort, wo wir durch das “ moderne“ Istanbul gelaufen sind, Mensch, was haben wir uns in dieser Stadt sicher gefühlt, trotz all der Kopftücher auf den Frauenköpfen!
  • Und jetzt Brüssel! Unfassbar! Islamismus neben der Haustüre…
    Das musste ich jetzt mal in den zeitlos fröhlichen Blog setzen, ich bin zeitlos sprachlos und sehr traurig…

Mein erster Award

Ich bin noch ganz beseelt, in der vergangenen Woche hat mich Alex von heat´n´eat mit einer Nominierung zum Liebster Award überrascht. Dafür vielen Dank, lieber Alex!

Ich weiß ja inzwischen, dass manche sehr bekannte und beliebte Blogs die Awards stapeln können, doch diese Nominierung hier ist mein erster, und das freut mich umso mehr. Und, oje, ich bin noch weit, weit unter den 400 Followern – da geht noch einiges. Also nehm´  ich mal die nicht unerhebliche Arbeit auf mich und beackere die Aufgaben: hier weiterlesen

Cous Cous mal mit Ente, mal mit Gambas – 2

Heute kurz und knackig die Fortsetzung meines Cous Cous-Beitrages:

Das Cous Cous vom letzten Mal (hier zu finden) war am nächsten Tag eine leichte Beilage zu meiner fruchtigen

Gamba-Zitronengras-Pfanne

Dazu hab ich schlicht

  • 10 dicke Gambas (heute TK-Ware)

auftauen lassen, ordentlich gewaschen, entdarmt, abgetupft, Schale belassen. Auf einer Platte wurden sie leicht vormariniert mit

  • 2 Stängeln Zitronengras
  • 2 zerbröselten getrockneten Zitronen (vom arabischen Gewürzmarkt)
  • grobem Meersalz
  • Olivenöl.

In der heißen Pfanne wurden sie im Olivenöl feste gebraten, bis sie gleichmäßig die Farbe wechselten, dann

  • ½ Bunde glatte Petersilie

gehackt darüber gestreut.

Gammas auf der Servierplatte angerichtet

Als weitere kleine Beilage ist ein frischer Baby-Blattsalat , gerne mit Mangowürfelchen und leichtem Dressing aus etwas weißem Balsamico, Olivenöl, Salz, Pfeffer perfekt.

Cous Cous, mal mit Ente, mal mit Gambas

Ein buntes Cous Cous ist eine leichte Beilage zu allerlei Gebratenem, und so gab es am Wochenende einmal eine kleine Entenbrust und einmal ein paar Gambas mit einem Mango-Baby-Blatt-Salat dazu.

Das Cous Cous kann man immer wieder variieren, meine letzte Variante ist hier beschrieben. Diesmal fügte ich dem Cous Cous (wieder in Hühnerbrühe angemacht) neben Möhrenstiften eine Petersilienwurzel hinzu, außer der Blattpetersilie gab es frische Minze, als Gewürze wurde heute neben dem arabischen Baharat ein Teelöffel von dem schärferen Harissa (eine Chilepaste) und Zimt zugefügt. Die Gewürze wurden mit Limettensaft sowie Olivenöl verrührt und ordentlich gesalzen. Den gerösteten Pinienkernen sollten fein gewürfelte Datteln (noch von Weihnachten vorrätig) Gesellschaft leisten,  doch  sie waren noch mehr als nötig getrocknet.

Getrocknete Feigen und Datteln in Weißwein, Vorbereitung für eine kleine Mahlzeit
Getrocknete Feigen und Datteln in Weißwein, Vorbereitung für eine kleine Mahlzeit

Sie waren also etwas zu hart geraten. Jetzt schwimmen sie in einem Töpfchen Weißwein mit ein paar getrockneten Feigen. Sie werden in der Woche – eingewickelt mit Schinken und in der Pfanne gebraten – eine nette Beilage zu einem Salat darstellen.

Gebratene Entenbrust mit Feigen-Portwein-Soße

Cous Cous mit Entenbrust und Feigensoße hier geht es zum Rezept

Crash!

Ein Unglück der etwas anderen Art nach dem Medikamentenstau…. CrashI

Asiatischer Glasnudelsalat zum Hähnchenbein

Und weiter geht´s in den Gesundheitswochen:

Ich bin den Winter nun leid, es muss Salat her, was Frisches. Die Vögelchen zwitschern schon munter, jetzt muss der Frühling auch auf dem Teller herbei gesehnt werden. Also gab es heute wieder ein leichte Beilage zu einem Stückchen Fleisch, angeregt von einem Rezept bei „Essen und Trinken“, das ich heute im Internet angezeigt bekam.

Das Rezept ist wieder mal Low Carb-fähig, doch ohne großen Aufwand wurde eine zweite Beilage mit „Carb“ in Form von Cous Cous gezaubert.  hier geht´s zu den Rezepten

Im Geld schwimmen

das will ja wohl jeder mal!Miaturfiguren, Taucher in einer Schlüssel mit Kleingeld