Für immer After Work #3 – Langeweile? Kenn ich nicht…..

ODER

Irgendwie wartet man doch auf den Notruf, auf dass man bitte schnell komme und die Welt rette. 

Früh aufgestanden, den Alltag in üblicher Effizienz bewältigt, der Hund ist ausgeführt und gefüttert, man selbst hat sogar schon seinen Sport gemacht… und der Vormittag ist nicht mal rum.  In einem Moment von Wehmut (nein, nicht Langeweile!), wäre ich jetzt bereit, vielleicht sogar noch einmal auszuhelfen… doch nein, natürlich, nein, kein Notruf kommt. Das berufliche Heldentum ist vorüber. 

Es dürfen wieder andere Dinge ihre Aufmerksamkeit erlangen: 

Der Haushalt, also die Kleinigkeiten, die Ecken, das Unsortierte und Nicht-Aussortierte: das unaufgeräumte Bücherregal, die CD s, die immer digitalisiert werden sollten. Doch deren Musik spielt inzwischen eh jeder Musikstreamdienst ab. DIE Arbeit kann ich mir also schon mal sparen. 

Das Gewürzregal: Einige Gewürze haben nun doch schon den Haltbarkeitszenit überschritten, müsste mal einer aussortieren und aktualisieren…. das waren auch nur 2 Stunden…. geht also auch schnell rum.

Das Bücherregal und der Keller

Oder der bedauernswerte Keller. 

Eigentlich geht Räumen und Aktualisieren der Habseligkeiten ja so: 

Weg damit oder Zwischenlager… in unserer Tiefgarage ist das Lagern von Gegenständen nicht erlaubt, ein glücklicher Umstand, also ab damit in den Keller.

Der ist aber als Zwischenlager ungeeignet, weil voll:

Mit Weihnachtsdeko aus 35 Jahren, mit Ersatzstühlen, 2 Fitnessgeräten, einer Pumpe für das Plantschbecken (Sommer) sowie das dazugehörige Plantschbecken, Kaminholz (Winter), tragbarer Grill und Kühlboxen (Picknick? Sommer), Deko für alle Gelegenheiten, einem Laubbläser Herbst), Ersatzgläser und Geschirr für die größere Gästeschar, Schlitten, 1 Paar alte Ski (Winter vor gefühlten 10 Jahren, danach hab ich die Ski eh ausgeliehen), Schneeketten für die Reifen des schon ausgetauschten Autos (könnte mal einer bei EBay verkaufen), Picknickdecken und -Stühle (na kar, Sommer), Dessertgläschen, Wein, also einiges an Wein, meine Single-Schallplattensammlung aus der Teeniezeit, mindestens 1 Poesiealbum  (so etwas kann ich doch nicht endgültig entsorgen, das ist doch mein Leben!). Hinzu kommen vor Unzeiten gekaufte Haushaltsartikel wie Brotbackautomat, Mikrowelle, Bügelstation…seinerzeit kaum benutzt, deshalb sind diese (heute aus Energiespargründen nicht mehr vertretbaren) Dinge bei meinem Umzug in das heutige Heim vor 9 Jahren nicht auf dem Müll, sondern wo gelandet? Klar, Keller… 

Wer jetzt das meiste übersprungen hat: Ich hätte das auch getan, obwohl, die Aufzählung war nur rudimentär…..

Also, wenn das Bücherregal (genauer gesagt sind es drei Regale) sowie so manch andere Ecke sortiert und belüftet werden soll, dann muss erst der Keller ran. Denn ein Entrümpeln ohne Zwischenlager für besonders wertvolle Schätze oder für Bücher/  Erinnerungen, auf die man vielleicht als alter Mensch (so gegen „unendlich“) mal zurück kommen will 😂, das geht beim besten Willen nicht. 

Also wird das Bücherregal und das Drumherum nach der Inaugenscheinnahme, dem Hin und Herwiegen des Kopfes in Ruhe gelassen, und der arme Hund muss wieder raus auf die Wiese. Der kann später noch ins Körbchen. 

Der Plan

Beim Spaziergang kann ich in Ruhe über das Projekt Keller sinnieren, mit Plan, Zeitstrahl, Staffing der Helferlein und allem drum und dran. Auch irgendwie ein Notruf in eigener Sache ….

Resteessen #6 – Rehfilet vom weihnachtlichen Rehrücken

Reh-Innenfilet mit maronengefüllten Teigtaschen und Wirsing

In der Weihnachtszeit wurde mein Kühlschrank oder auch der Tiefkühlschrank gut aufgefüllt. So wanderten 4 kleine Reh-Innenfiletstücke, also quasi die innere Rückseite vom weihnachtlichen Rehrücken, zunächst im Tiefkühlfach.

Aus der Innenseite vom Rehrücken

Die Innenfilets hatte ich vor der Zubereitung des ganzen Rehrückens (und einem Stück eines weiteren Rehrückens inkl. Innenfilets) ausgelöst, gerettet und eingefroren.  Denn die kleinen Filetstücke sind zu zart, um eine Stunde im Backofen zu garen. Wäre ja schade drum.
Und so dürften wir uns im neuen Jahr nochmal ein festliches Gericht gönnen:
Ich habe die Rehfilets nun nach dem Auftauen mit einer fruchtigen Wildgewürzmischung aromatisiert und nur kurz wie ein Steak in der Pfanne gebraten und erst danach gesalzen.  Während sie im Backofen nachziehen dürften, habe ich eine dunkle Soße mit dem Glühwein der Rotweinbirnen (ebenfalls von Weihnachten) eingekocht. Darin waren allerlei weihnachtliche Gewürze wie Zimt, Sternanis, Piment, Nelken, Vanille enthalten. Als Soße zum Reh einfach toll, hätte bei uns ein wenig mehr sein dürfen…..

Rahmwirsing und Teigtaschen als Beilage zum Reh

Dazu gab es frischen Wirsing in süßer Sahne  und Nudeltaschen mit Maronen-Honig-Thymian -Füllung (letztere ebenfalls kurz vor Weihnachten erstanden 😇). Die passten sehr gut dazu, kann man sich für die nächste Wildaktion merken.
Voilà!
Jetzt ist Weihnachten aber wirklich bald ´rum