Skrei – Winterkabeljau mit Wintergemüse

Der Skrei

So, heute ging es mal wieder an meine Lieblings-Fischtheke, ich hab reiche Beute gemacht. Nun gab es auch den Winterkabeljau, phonetisch nicht gerade leicht bezeichnet als Skrei.  Gottseidank schmeckt er nicht so, wie er sich ausspricht. Überhaupt nicht sperrig grob, sondern mit sehr feinem Geschmack ausgestattet, festes weißes Fischfleisch. Wirklich ein Genuss.

Skrei-/ Winterkabeljau-Loin
Skrei-Loin

Diesen Kabeljau gab es also heute beim Fischmann, fein gesäubert und pariert als Loin mit Haut. Und weil wir so nett in der kalten Jahreszeit sind, und weil ich mich derzeit (wenn es passt) im Low-Carb-Modus befinde, entschied ich mich als Beilage für wintertaugliches Gemüse „aus der Region“ und ein Butter-Sößchen zum Niederknien:

Skrei und gedämpftes heimisches Gemüse mit Limonen-Beurre-Blanc

Das Gemüse aus dem Dämpfkorb

Meine asiatischen Dämpfkörbchen dürften heute mal wieder `ran. Es gab (für 2 Personen)

  • ½ kleinen Blumenkohl
  • 1 kleine Kohlrabi
  • 4 Möhren.

Gemüse putzen und die Verschnitte (manch einer nennt es „Abfall“) in den Topf, auf den später die Dämpfkörbchen gesetzt werden, legen.

Gemüse in ca. 1 cm dünne Scheiben schneiden (auch den Blumenkohl). Die Scheiben gleichmäßig in 2 Körbchen legen, ich hab sie ein wenig gesalzen und  mit Petersilie bestreut (Optik).  Bambusdeckel auf die Körbchen aufsetzen.

Blumenkohl-Schieben im Dämpfkorb
Blumenkohl-Scheiben im Dämpfkorb
Blumenkohl und Möhren im chinesischen Dämpfkorb
Blumenkohl und Möhren

In den Topf mit  den Gemüseverschnitten und Petersilienstengeln etwas Wasser und einen guten Schuss Weißwein, Pfefferkörner (heute gab´s 4-5 Sezuan-Pfefferkörner) und Salz geben. Körbchen drauf und Herd an.

Dämpfkörbchen auf dem Herd
Dämpfkörbchen auf dem Herd

Sobald das Wasser kocht, gart das Gemüse. Unglaublich, schon nach ca. 20 Minuten Dämpfen wurde das Gemüse bissfest. Ab nun mag man selbst entscheiden, ob das Gemüse weitergaren soll oder nur auf Sparflamme warm gehalten wird (so hab ich es gehalten). Ich jedenfalls gab nach 20 Minuten „Gemüse unter Dampf“ den Kabeljau in den Backofen:

Der Skrei (Winterkabeljau)

  • ca. 500 g. Skrei-Loin
  • ½ Limette
  • Olivenöl
  • Fleur de Sel
  • Sezuanpfeffer

Backofen auf 180° Umluft vorheizen. Den Loin sicherheitshalber nach Gräten absuchen (hier: natürlich keine zu finden), in 2 Stücke teilen. Ein flaches Backblech mit Olivenöl einfetten, Loin mit der Haut nach unten aufsetzen, einige Tropfen Olivenöl, Fleur de Sel und dünn geschnittene Limettenscheiben darüber geben.

Im Backofen ca. 15  Minuten garen.

Das Butter-Sößchen: Limetten Beurre de Blanc

Während der Fisch im Backofen weilt und das Gemüse im Dampfbad sitzt, ¼ Pfund Butter in einem Töpfchen flüssig werden lassen, ½ Limette auspressen, Saft hinein, mit Fleur de Sel salzen, etwas Sezuanpfeffer dazu mahlen. Kräftig rühren, einen Schuss Noily Prat (sofern vorhanden) hinein geben und dann (unter Köcheln) so lange süße Sahne hinein rühren, bis  eine sämige Konsistenz erreicht ist und bis es eben schmeckt.

Finish

Nett anrichten auf vorgeheizten Tellern: Loin mit einem Pfannenwender von der Haut auf den Teller heben, Gemüse drumherum, etwas Soße darüber. Voilà:

 

Winterkabeljau mit Gemüse aus dem Dampfgarer und Limetten Beurre Blanc - fein angerichtet auf dem Tisch
fein angerichtet, dazu ein Sekt Rosé

Dazu hatte ich in meinem Gourmet-Laden einen wunderbaren rosé Sekt (Flaschengärung aus Deutschland) erstanden. Wer mal was Feines sucht, ist  sehr zu empfehlen:

Bender – Rosé Brut – 2014

Flammekuchen vom Schamottestein

Flotter Flammekuchen

Das wurde auch mal Zeit, einen leckeren Flammekuchen abends aus dem Backofen zu holen. Weder gluten-, noch laktose-, noch fettfrei – daher sehr schmackhaft und zu empfehlen.

Damit es dann auch wirklich flott geht, habe ich den Hefeteig schon morgens vorbereitet:

Der Flammekuchenteig mit Hefe

  • 300 g Mehl (mein Standard: Weizen – Typ 405 mit Kern)
  • ⅓ Hefewürfel (frisch)
  • ½ Teelöffel Salz
  • ca. 0,2 l lauwarmes Wasser
  • ein Spritzer Olivenöl

Mehl zunächst mit dem Salz und dem Olivenöl vermischen. Hefe in einem Schraubglas (oder für Tupperfans „in einem Julchen“) mit dem Wasser vermengen, indem das Glas ordentlich geschüttelt wird, bis sich die Hefe aufgelöst hat.

Den Wasser-Hefeansatz und Mehl zunächst mit der Gabel in einer Schüssel vermengen, dann auf der Arbeitsplatte mit den Händen so lange kneten, bis der Teig nicht mehr an den Fingern kleben bleibt, ggfs. mit ein wenig weiterem Mehl nachhelfen oder umgekehrt mit etwas lauwarmem Wasser.

Teigkloß in die Schüssel legen, mit Folie oder einem feuchten Tuch abdecken. Ab in den Kühlschrank und den ganzen Tag (ca. 10 Stunden) gehen lassen. Der Teig lässt sich auch am Vorabend herstellen und bleibt eben länger bis zur Verarbeitung im kühlen Schrank.

Wird der Hefeteig kurzfristig hergestellt, gebe ich in die Hefe-Wassermischung zusätzlich ½ Teelöffel Zucker. Das füttert die Hefe schön an und der Teig geht schneller auf. Dann ist er schon nach einer Stunde bereit, ausgerollt zu werden.

Bei mir sollte es aber an diesem Abend noch schneller gehen. Am Abend den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, in 4 Stücke portionieren, unter der Folie etwas weitergehen lassen.

In der Zwischenzeit den Schamottestein in den Backofen auf eine der unteren Schienen legen, Backofen jetzt erst anheizen – die Temperatur voll Pulle. Backofen und Stein mindestens ½ Stunde anheizen. Achtung: Den Stein nicht in den vorgeheizten Backofen legen, der springt ansonsten durch den extrem Temperaturunterschied entzwei.

Fladen einzeln ausrollen, schön dünn. Den Teigboden direkt auf den Holzschieber legen, darauf belegen. (Alternative ohne Stein: Auf Backpapier belegen und auf das heiße Backblech legen.)

Flammekuchen – Belag mit Lauch und Speck

  • 1 Becher Crème fraîche
  • 1 Eigelb
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Lauchzwiebeln
  • einige dünne Streifen durchwachsenen geräucherten Speck
  • 4 Scheiben Pancetta (wenn vorhanden, gibt eine besondere Würze)
  • (alternativ roher Schinken – geräuchert oder luftgetrocknet)
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Crème fraîche und Eigelb miteinander verrühren, salzen und üppig pfeffern. Dünn auf einen Fladen geben, dann die übrigen Zutaten auf dem Teigboden verteilen.

 

Alles fein belegt
Alles fein belegt
Flammekuchen auf dem Stein
Flammekuchen auf dem Stein

Vorsichtig vom Holzschieber auf den Schamottestein gleiten lassen. Ca. 7 Minuten backen. In der Zwischenzeit den nächsten Flammekuchen vorbereiten u.s.w.

Voilà:

Ein fertiger Flammekuchen
Flammekuchen vom Schamottestein mit knusprigem Boden

Als Nachtisch-Variante gab es auf die Crème fraîche weniger Lauch und Speck, dafür Birnenspalten und Camembertstreifen. Im Prinzip kann man aber alles drauflegen, was man mag: Krabben, kleine Tomaten, Lachs, Spinat und Knoblauch etc. etc.  Schmeckt!

Zu kaufen gibt es einen solchen Schamottestein (oder auch Pizza-Stein) beispielsweise hier:

Vesuvo V38301 Pizzastein- / Brotbackbackstein Set für Backofen und Grill / eckig / 38×30 cm / mit Pizzaschaufel und Pizzamehl

Das Team ist der Star

Merkt man nicht nur  im Beruf… musste jetzt auch mal „raus“

Foto zu Teambuilding mit Miniaturfiguren und Scrabblebuchstaben